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a-guide.de Korrespondent
![]() Steff Decker
Kontakt: dec@a-guide.de
a-guide Heimspiel 3
Das Bild zum Ton Bisher vorgestellte Clips: |
Das Bild zum Ton
Die 3. a-guide Heimspiel-Produktion liegt nun vor
![]() 26.Januar
Nach den CD-Produktionen 2006 „Der Sound unserer Straßen“ und 2007 „Die Labels unserer Stadt“ untersucht die neuste a-guide Heimspiel-Produktion wie das Bild zum Ton kommt. Seit wenigen Tagen ist die von Steff Decker zusammengestellte DVD fertig und wurde am 15.01. im Rahmen einer lebhaften Diskussion zum Thema „Standortfaktor Pop“ in der Kantine vorgestellt. 18 Beiträge von Künstlerinnen und Künstler aus unserer alten Stadt geben einen Einblick in das weite Spectrum, die Vielfalt und Frische von Musikclips „Made in Augsburg“. Alle Beiträge der DVD können hier angeklickt werden.
Am Freitag, den 20. Februar, findet im Liliom eine weitere Clippräsentation mit Lesung von Steff Deckers Backstagetexten zur DVD statt. Für diese Veranstaltung ist der Eintritt frei - die Kapazität ist jedoch begrenzt. Gratistickets können hier solange der Vorrat reicht gewonnen werden. Weitere Aufführungen sind im April im Rahmen des Modularfestivals zu sehen. Die kostenlose a-guide Heimspiel DVD - Das Bild zum Ton kannhierangefordert werden. Wie versenden gerne so lange der Vorrat reicht! Generation N:
![]() »Baby Go Home«
19.Januar/dec
Generation N: »Baby Go Home«
Historisches Augsburg... da fallen einem natürlich sofort Männer in Strumpfhosen ein, die allsommerlich die Rote Tor Parkanlage unsicher machen. Das soll Mittelalter sein.
Es geht auch anders: 4 junge Männer mit Hannelore Kohl-Frisuren, Gitarren um den Hals, im Bodennebel in einem Tv-Studio stehend. Das war 1985. Der Auftritt fand im Rahmen der Sendung "Double X" statt- einer Art Parodie auf Jugendfernsehen - und wurde uns von Gen N-Headhoncho General Seckler zur Verfügung gestellt. Generation N existiert noch heute und begeht am 7. Januar 2009 feierlich das 25ste in den Räumen der Kantine. Das nennt man Beständigkeit. Zur Veranschaulichung:1984 war zum Beispiel das Jahr in dem die legendäre Mary Roos mit dem Knaller "Aufrecht Gehn" Deutschland beim Eurovision Song Contest vertrat.Da kann einem schon mal die Kinnlade runterfallen. Das passierte mir übrigens auch während des Clips, beim Anblick des begnadeten Tänzers im blauen Fernsehpredigeranzug. Wie das tollwütige Frettchen in seine Hose gelangte bleibt bis heute eines der großen Rätsel der Menschheit. Weitere Infos: www.g-e-n-e-r-a-l.com www.profile.myspace.com Richard Ruin:
»White Lies (LIVE)«
(Gast: Jochen Arbeit - Video: Moritz Stumm - Light Stage: Frank Grunert) 27.Dezember/dec
Richard Ruin et les Demoniaques: »White Lies (LIVE)«
Hier riechts nach Berlin... ABER: Martin Eder (a.k.a. Richard Ruin) ist Exil-Augsburger und dürfte so einigen noch durch seine damaligen Bands bekannt sein(The Die Motors, frühe Cadcatz). Viel prominenter ist der Mann allerdings als bildender Künstler geworden. Wer ab und an Aspekte guckt, "Die Zeit" oder ähnliche Druckerzeugnisse liest, ist mit Sicherheit schon mal über den Namen gestolpert.(siehe auch Weblinks)
In diesem Liveclip läßt sich begutachten, wie man sich nach einem harten Werktag als Malerfürst (im Absinthrausch, brokatmorgenmantelumhüllt stundenlang nackige Models abmalen -- kennt man ja...) beim Rock'n'Roll-Ausgleichssport lockermacht. Musikalisch würde ich ditt Janze mal in den Kontext Imaginärer Soundtrack zu einem noch nicht gedrehten David Lynch Film", gepaart mit einer ordentlichen Schippe Noiserock zwängen- aber nur wenn ich wirklich dazu gezwungen würde. Weitere Infos: www.richardruin.net www.myspace.com/richardruin www.eigen-art.com de.wikipedia.org/wiki/Martin_Eder ANAJO:
»Franzi + 2«
(Video von Johannes Jehle) 27.Dezember/dec
ANAJO: »Franzi + 2«
Der Trailer-Clip zur Tour mit dem Poporchester der Universität Augsburg. Während andere sich gerade im Vorweihnachtsstress durch verstopfte Fußgängerzonen schlagen müssen, sitzen
die jungen Herren von Anajo gemütlich im Nightliner und lassen sich quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz schaukeln.
Das Leben als Popstar muß das Paradies auf Erden sein... Ich kann mir lebhaft vorstellen wie sie jeden Abend im Hotel zusammen mit ihrer 14-köpfigen Big Band Magnumbehältnisse von Moet & Chandon in die Toilette umfüllen, um das Leergut danach zum Flaschendrehen zu verwenden.Um halb 5 werden dann die Fernseher aus den Fenstern geworfen und nach vollbrachtem Tagwerk, sinkt man erschöpft in die Satinbettwäsche um ein zwölfstündigen Nickerchen zu zelebrierenWie die Kapelle ihren Touralltag selbst so sieht, kann man auf ihrem MySpace-Blog verfolgen.... Weitere Infos: www.myspace.com/anajomusic www.anajo.de.vu Bunter Hund:
![]() »Spuni Cuni Fait«
(Video von Wilhelm Bronner/Matthias Gruhn, Musik von Markus Schimpp) 19.Dezember/dec
Bunter Hund: »Spuni Cuni Fait«
Mozart... kenn? wa ja alle: Bolero, Donau so blau, Die Brandenburgischen Konzerte und natürlich die große Neunte. Da gabs ja diesen Großrave in Augsburg dieses Jahr, wo der 250ste Geburtstag seiner Cousine gefeiert wurde- Gründe für Festivitäten finden sich halt irgendwie immer... Daß das Wolferl ein sehr spezielles Verhältnis zu seiner Base hatte ist ja auch allgemein bekannt. Der Titel zu diesem animierten Clip stammt aus einem der Briefe, die der begnadete Künstler an Mademoiselle schrieb.Ein albernes Wortspiel, wobei "cunus" (jetzt aber aufgemerkt liebe Philologen) das weibliche Geschlechtsorgan bezeichnet. Nach langer, aufopferungsvoller Recherche im Internet (wo ja relativ viel zu Thema "weibliche Geschlechtorgane" zu finden ist) blieb mir der tiefere Sinn dieses Wortspiels weiterhin verborgen.. Die Untenrum-Poesie Mozarts wird in diesem Clip mit Illustrationen von Wilhelm Bronner visualisiert, díe mich fast ein wenig an Terry Gilliam (Monty Python) erinnern. Die Animation stammt von Matthias Gruhn und die Musik von Markus Schimpp.
Weitere Infos: www.bunterhund.eu www.propaganda-design.eu www.wilhelm-bronner.de www.schimpp.de Tonair:
![]() »I Love You So Much More«
(Video von Isabell Inninger und Irina Etschberger) 8.Dezember/dec
Tonair: »I Love You So Much More«
Hallenbadromantik pur... Ein jeder dürfte seine schönen Jugenderinnerungen haben, an das Mädchen/ den Jungen aus der öffentlichen Badeanstalt. Nach dem Schwimmen bei Bananenmilkshake und Butterbreze mit sehnsüchtigem Blick in der Restauration des Bades der/dem Verehrten harrend. Das alles dürfte für die jungen Herren von Tonair noch gar nicht so lange zurückliegen (Verdammt! Ich sehe gerade: gegründet 1999. So jung können die gar nicht sein....dann bitte als Kompliment an Euren jugendlichen Teint nehmen).
Sie verpacken dieses Kindheitstrauma in ein ansprechendes Powerpop-Gewand (so hätte man früher mal dazu gesagt, bevor sich der alles in die selbe Schublade wischende Begriff "Indie" eingebürgert hat) und produzierten 2008 ihr Debütalbum "Back in the Nineties". Das Video nennt sich offiziell "Hommage an den Träumer" und wurde in einem Aichacher Hallenbad gedreht, wo sich die "Augsburger-Chiemseer-Rosenheimer-Regensburger Band" (Zitat von Sänger Florian Laske) im neutralen bayerischen Niemandsland traf (Tschuldigung. Darf ich trotzdem weiter zum Pilzesammeln kommen?). Weitere Infos: www.tonair.de www.myspace.com/tonair Sixt Sense:
![]() »I Love You So Much More«
(Video und Musik von Stefanie Sixt) 5.Dezember/dec
Sixt Sense: »Tribute to Muses«
Was wäre wohl aus Pia Zadora geworden, ohne Meshulam Riklis? Elvis ohne Priscilla? Serge Gainsbourg ohne Brigitte oder Jane? Dali ohne Gala oder Amanda Lear? Richtig! Jogginganzugtragende Biertrinker wie du und ich, die nichts besseres mit ihrer Freizeit anzufangen gewußt hätten als sie auf dem Hochaltar von RTL2 zu opfern. Der Unterschied: der oder die Muse. Stefanie Sixt nimmt sich hier gekonnt des Themas an und läßt das Assoziationsaquarium sprudeln. Eigentlich ist sie als Videokünstlerin und VJ bekannt. Zu diesem Clip produzierte sie allerdings auch den akustischen Teil -- und der bewegt sich auf den Pfaden minimaler Elektronik (und dies nicht im Sinne von Langweilern à la Villalobos und Co. sondern eher im Bereich von Cut Up- und industrialbeeinflußtem wie Chris & Cosey). Mit dem Projekt "Muse Inc."( aus dem auch dieser Clip hervorging) gewann sie übrigens neulich den "State of the Art-Award" im Rahmen der Photokina in Köln. Am 12.12. kann man sie auch als VJ zusammen mit DJ Feadz (Ed Banger/ B-Pitch) im Ostwerk bewundern. Weitere Termine auf der Website..
Weitere Infos: www.sixt-sense.de www.sixt-sense.org www.myspace.com/sixt_sense Le Siff:
![]() »Make Your Wish«
(Video von Martha Splatterhead) 21.November/dec
Le Siff: »Make Your Wish«
Dass ein guter Videoclip Marke Eigenbau nicht teurer sein muß als das verlustigtgegangene Pfand einer kaputtgeschlagenen Augustinerflasche wird hier einmal mehr eindrucksvoll bewiesen. Dazu noch ein wenig Zeit und schlechter Wille: fertig ist das hausgemachte apokalyptische Szenario, das einem "Mad Max -- The Roadwarrior" um kaum etwas nachsteht. Tanzende Elektromönche und Mad Scientists an ausrangierten Elektroschreibmaschinen in Szene gesetzt vom Nachwuchsregietalent Martha Splatterhead.
Der Track "Make your Wish" zeigt uns außerdem, daß Mikrotrends wie Darkstep auch in unserer Heimatstadt ihre Früchte tragen- allerdings mit dem großen Unterschied, daß der dazugehörige Brennstoff in Augsburg Bier und nicht Ketamin heisst... Monsieur Le Siff, aus der sinnesfreudigen Robox Neotech-Bruderschaft, wird in nächster Zeit seinen neuesten vinylgewordenen Geistesblitz als Split-EP veröffentlichen- wahrscheinlich ohne größere Kenntnisnahme hiesiger Medien und Konsumenten. Mal wieder einer der vielen Propheten die im eigenen Lande...aber ich wiederhole mich. Weitere Infos: myspace.com/lesiff myspace.com/cunts´n´roses www.robox-neotech.de/ Pioneers of HiFi:
![]() »Pechpilz«
(Video von MichaelFizaine/ Sehnerv) 21.November/dec
Pioneers of HiFi: »Pechpilz«
Wo der Affe begraben liegt: Irgendwo zwischen Giorgio Moroder, Jean Michel Jarre, Daft Punk und dem Thema
zu Captain Future.
Markus Mehr -auch unter dem Namen Aroma bekannt- einer der Mufuti-Brüder und überhaupt einer der umtriebigsten städtischen Musikanten, hier mit seinem neuesten Projekt. Frankophile Krautelektronik mit Tendenzen zum Soundtrackhaften. Futuristischer Retropop, wie er nur aus einer Spätsiebziger bzw. Frühachtziger Sozialisation entstanden sein kann. Nach der Schule mit einer Dose Ravioli und Zitronenlimo vor dem noch spärlichen Jugendfernsehprogramm den Vollzug der Hausaufgaben herauszögern. Die sich gerade herausbildenden audiovisuellen Geschmacksnerven mit "TimThaler", den "Vorstadtkrokodilen" und Comics wie "Zack und Primo" stählen.Vor dem Ins-Bett-Gehen noch mal auf der Schneider-Kompaktanlage die Tangerine Dream-Platten des großen Bruders runternudeln, der schon mit seinen verkommenen Spähthippiekumpels zum Kiffen in der Teestube weilt. So war das damals , kurz nach dem Krieg. Tja liebe Kinder, da habt ihr ganz schön was verpasst mit eurem Indiepop... Weitere Infos: www.myspace.com/pioneersofhifi www.myspace.com/mehraroma www.sehnerv.eu XNDL:
![]() »Links,2,3,4«
Video von Profanity State) 22.Oktober/dec
XNDL: »Links,2,3,4«
Und jetzt bitte die Erwachsenenwindeln anziehen,bevor ihr auf den Videolink drückt: Inkontinenzgefahr via Furcht droht. Wenn der Clip von einer norwegischen Deathmetalcombo wäre ,würde ich mich nicht wundern. Stellt euch eine Mixtur aus „Blair Witch Project“ und dem Boandlkramer aus dem Brandner Kaspar vor, unterlegt mit einem Soundtrack, der unweigerlich den Namen John Carpenter aus dem Frontallappen des Hirns kitzelt.
XNDL drechselt aber auch Tracks die man als Leftfield-HipHop, Drum and Bass oder Breakcore bezeichnen könnte. Bis letztes Jahr hieß sein Label noch „Subversiv“ und brachte Tonträger u.a. von Bleubird, Gunporn, Shapeshifters oder Busdriver unters Volk - wem das jetzt nichts sagt: das war eher so etwas wie HipHop für Erwachsene. Seit diesem Jahr ist „Cognitive Defect“ am Start und ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger eher elektronisch orientiert. Die erste Veröffentlichung nennt sich „Bewusstlos“ und stammt vom Chef himself. Weitere Infos: www.cognitive-defect.offbeaters.com/ www.myspace.com/xndl75 www.subversiv-rec.de Gerhard Zander/Gerald Fiebig:
![]() »Elektroakustisches Picknick« (Mischtechnik)
15.Oktober/dec
Gerhard Zander/Gerald Fiebig: »Elektroakustisches Picknick«
Jetzt mal kurz Schluß mit all dem seichten Popmusikgeträller. Nun geht´s ans Eingemachte: Tonkunst! Experimente! Performance! Was Anspruchsvolles! Wer nicht guckt ist ein Feigling, ein Banause,ein Vandale und darf weiter im HappyHour-Ausschank seines Vertrauens in einer Lache Erbrochenem zu „10 nackte Frisösen“ tanzen.
Es geht hierbei nicht um das, was man landläufig „Musik“ nennt. Es geht vielmehr um den Umgang mit Geräuschen und Klängen unter Einbezug von elektronischen Hilfsmitteln. Es kann befreiend sein, den Mitwippfuß mal auf Leerlauf zu stellen, den Beatcounter auszuschalten und sich einfach mal eine kleine Geräuschmassage zu gönnen (und ich rede hier nicht von der Landplage namens „Chill-Out“ oder dem was einige Fehlgeleitete unter „Ambient“ verstehen).Gerald Fiebig macht nicht nur experimentelle Musik, sondern veranstaltet in dem Bereich auch die Augsburger Reihe echokammer - am 25. Oktober gastiert das Augsburger Drone-Rock-Duo Deep im Abraxas. Zusammen mit Gerhard Zander bildet Fiebig seit 2006 ein Duo, das sich in der Grauzone zwischen situativer Performance und elektroakustischer Experimentierfreude bewegt. Live sind sie das nächste Mal am 15. November beim LAB30 zu hören. Weitere Infos: www.geraldfiebig.net www.kulturnetzwerk-augsburg.org de.wikipedia.org/wiki/Gerald_Fiebig www.myspace.com/echokammeraugsburg Mufuti Twins:
![]() »Got to be Mine« (Mischtechnik)
(Video: Atelier Heile Welt) 7.Oktober/dec
Mufuti Twins: »Got to be Mine«
Da sucht man auf dem Sperrmüll nach einem hübschen Schminktischchen und findet alte Tonbänder und Notenblätter. Jetzt ist erst mal detektivisches Gespür gefordert: Wer ist der Urheber? Wie kann ich dieses Rohmaterial verwenden ohne dass mir die gute, alte GEMA irgendwann mit einer Blutgrätsche von hinten einen Strich durch die Rechnung macht?
Das war nur der Anfang des Projekts Mufuti (ein ostdeutsches Akronym für Multifunktionstisch) Twins. Toffer Kochs (bekannt als Maler, Bildhauer, als Sänger von -lang ist`s her - Apron und Drummer der Countrycombo Beef Jerky) und Markus Mehr (Pioneers of Hi Fi/Aroma, Ex-Pavian und jetzt Ostwerkbooker sowie Modularfestivalkoordinator) bissen sich hartnäckig durch den Formalitätenkram, um nach langer Vorarbeit beim rührigen "All Score Media"-Label ihr Debütalbum an den Start zu bringen. Der Clip zu "Got to be mine" wurde in Guerillamanier in London (Hauptstadt von Großbritannien, kann man bei Google nachschlagen - ganz tolle Website übrigens) mit Hilfe von Mark Espiner und Toffers Sohn David an der Kamera gedreht. Weitere Infos: www.myspace.com/mufutitwins www.allscore.de Logan Brothers:
![]() »Eraser X«
(Video: Logan Brothers) 26.September/dec
Logan Brothers: »Eraser X«
Augsburgs best kept secret. Warum die Jungs hier noch keine lokalen Popidole sind kann ich einfach nicht begreifen. Vielleicht sollten sie einfach mal ganz, ganz enge Testikelzwickerjeanshosen anziehen und sich für 50 Euro einen "holländische Kollaborateurinnen - Haarschnitt verpassen lassen, dann würden ihnen die jungen Dinger in der
Fußgängerzone die Hemdsknöpfe abreißen. Aber ich glaube sie würden sich lieber selbst den Zeigefinger der rechten Hand amputieren als das zu tun.
Seit Jahren schon agieren sie im Halbdunkel der Region Indiepop und Slackerlärm. Und das offensichtlich ohne großartige Ambitionen ein größeres Publikum zu erreichen: Livedarbietungen und - leider auch seit geraumer Zeit- Tonträger sind rarer gestreut als Haare in der Intimregion von Pornodarstellern. Aber zum Anlass unserer kleinen lokalen Cliprundschau ließen sie mal wieder fünfe gerade sein! Sogar den guten, alten Viewmaster haben sie ausgegraben... Enjoy! Weitere Infos: profile.myspace.com/logan brothers www.logan-tapes.com Smack:
![]() »We travel«
(Video von Sebastian Kochs) 19.September/dec
Smack: »We Travel«
Big in Japan! Label sitzt in Tokio,eigene Mangacharacters, Video mit Material von illegalen japanischen Straßenrennen und die Kapelle selbst ( soweit man bei einem 2 Frau/Mann-Projekt von Kapelle sprechen kann) sitzt in Augschburg.
So ähnlich haben die Scorpions auch mal angefangen ... Zu unser allem großen Glück klingen Smack nicht so! Dieser Vergleich hinkt sowieso schlimmer als Captain Ahab: Smack sind nicht am Anfang ( gegründet 2002), nicht aus Hannover, die Scorpions auch nicht aus Augsburg und überhaupt hat Smack die besseren Frisuren.Ich nehm einfach alles zurück. P!O!P! wird in Smackcity noch groß und mit Ausrufezeichen geschrieben, wobei man „We travel“ schon fast als wüsten Rocker bezeichnen könnte.Und der an dieser Stelle schon mit Clip vorgestellte Elektrojudas hat davvon auch schon einen Remix gebastelt,zu dem ebenfalls ein Video existiert – die Welt ist halt doch klein! Auch der gute alte Bayerische Rundfunk hat wohl irgendwann Wind davon bekommen, daß Danny D´Amour und Sebastian Kochs was tolles am Start haben und hat eine Doku über Smack gedreht, die Ende dieses Jahres ausgestrahlt wird. Weitere Infos: www.smack-city.de www.myspace.com/smackcity Dystronic:
![]() »Past Industry«
(Video von Dystronic) 8.September/dec
Dystronic: »Past Industry«
Fröhliches Industriebrache-Spotting für Augsburgkenner : Kammgarnspinnerei, Strabadepot, Gaswerk etc. pp. Dieses Video war schon einmal auf der inzwischen wahrscheinlich vergriffenen Kommando6-DVD „Dark Shots“ zu bewundern. Freezy aka Dystronic führt mit dem Label und Online-Mag Simulacron das Erbe des 2006 eingestellten Kommando6-Labels in die Zukunft. Düster anmutende Elektronik, der man die Geschichte ihres Produzenten anhört: Von Punkrock zu bösem Metall zur binär strukturierten Darkness ohne dabei die vorherigen Schritte zu verheimlichen.
Weitere Projekte mit dystronischer Beteiligung: Black Spider Clan (zusammen mit Ex-Kommando6-Chefin Beta Evers) und Radikale Analog Fraktion (mit Johnny Vendetta). Dem Kerl ist´s auf jeden Fall mal nicht langweilig - ob der am Samstagabend Zeit zum „Wetten Daß“- Gucken hat bezweifle ich mal schwer... Weitere Infos: www.simulacron.org www.myspace.com/dystronic www.dystronic.de Synonym für Freundschaft feat. Skart:
![]() »Der weiße Massai«
(Video von Philipp Karau und Mark Schröppel) 1.September/dec
Synonym für Freundschaft feat. Skart: »Der weiße Massai«
Artpunk? DaDa? Diskurs-Diskofox? Art Brut? SFF verwirren Freund und Feind und machen sich einen Spaß daraus mit Erwartungshaltungen des Publikums Schabernack zu treiben. Am ehesten könnte man sie noch in die Sparte „Geniale Dilettanten“ sperren (und SFF würde sich immer noch mit Händen und Füßen dagegen wehren).
Ein Knackpunkt dieser Kapelle ist natürlich das optische Element. Auf das akustische beschränkt würde „Synonym für Freundschaft“ enorm an Sprengkraft verlieren. Ihre Liveauftritte paaren Weillsches Singspiel mit Kasperltheater und die 4-10 Akteure setzen den Zuschauer förmlich in einen Bollerwagen, der sofort zu einer wilden Berg- und Talfahrt zwischen heller Begeisterung und verständnislosem Kopfkratzen startet. Dazu gehört natürlich sowohl von Seiten der Band, als auch von Seiten des werten Publikums ein wenig Mut. Was auch im vorliegenden Clip unter Beweis gestellt wird: eine chippendaleske Performance zum Thema „Der Tod in Venedig“(interpretiere ich jetzt einfach mal so ins Blaue). Weitere Infos: www.synonymfuerfreundschaft.de www.myspace.com/autodafeprodukte Cosch G feat. Carlsbader Johnson & Robert Bullet:
![]() »Sachen Kaputt«
19.August/dec
Cosch G feat. Carlsbader Johnson & Robert Bullet: »Sachen Kaputt«
Derbster Gangsta-Crunk aus der Lower SouthsidePfersee. Einen derart einzigartigen Flow hat man selten gehört (Southern.....Comfort) und demzufolge prallen jegliche Plagiatsvorwürfe an Cosch G ab, wie Pistolenkugeln vom Papstmobil.
Das übrige Deutsch-Hip-Hop-Gewürm wird sich demnächst vor ihm auf dem Boden krümmen und um Gnade und Gastauftritte flehen. Das heißt allerdings nur, wenn er seine Rapkarriere weiter so ernsthaft verfolgt wie bisher und sich nicht zu sehr von seinen vielen anderen Talenten auf Irrwege führen lässt. Neben seiner Tätigkeit als Vollblutgangster beschäftigt sich Cosch viel mit Gemüse und geht einer lohnenden Tätigkeit als Krimiserienhauptdarsteller nach (Delta Jounes.Ich prophezeie Cosch G und seiner Crew eine große Zukunft von Pharrellschen Dimensionen, solange er "street" bleibt und nicht sein Publikum überfordert. Weitere Infos: www.freakmodul.de www.youtube.com Elektrojudas:
![]() »Stardust«
14.August/dec
Elektrojudas: »Stardust«
Elektrojudas a.k.a. DJ WW macht schon ziemlich lang mit Musik rum: Als Produzent und als DJ. Anfangs eher rockig (Punk und so was. Stellt euch vor: der hasst More than a Feeling von Boston- unglaublich!) inzwischen aber eher elektronisch beeinflusst (sowohl von Combos wie Kraftwerk und Tangerine Dream als auch von Stimmungskanonen wie 9 Inch Nails oder Chemical Brothers). Volle Bandbreite, wie man in Fachkreisen so sagt. Mit seiner Gattin Frau Merkwürden betreibt er außerdem das Seitenprojekt "Die Kollaborateure" mit Schwerpunkt auf elektronisch unterlegter Lyrik. Überhaupt kollaboriert dieser Mann sehr gerne, sei es als Remixer (regional z.B. für Smack oder Rhytm Police) oder als DJ (hier beispielsweise mit den Subversion-Radaubrüdern). Man wundert sich wie er es auch noch schafft einem Brotjob nachzugehen und zeitintensiven Hobbies wie Ü-Ei-Sammeln, südamerikanischem Tanz oder Biertrinken zu frönen.
Weitere Infos: www.jamendo.com www.myspace.com/elektrojudas Rhytm Police:
![]() »So Flyyy«
(Regie + Kamera: Axel König) 14.August/dec
Rhytm Police: »So Flyyy«
Was bei Rhytm Police erstmal ins Auge sticht ist dieser grauslige Rechtschreibfehler. Woher der kommt wird ein ewiges Geheimnis bleiben- ich vermute das Ganze hat etwas mit Satanismus und Freimaurern zu tun,... Egal. Tom Mycro und Leeroy Schlimm hatten schon in vorhergehenden Projekten miteinander zu tun (als DJ´s, Remixer -u.a.für Jeans
Team- oder z.B. Mongkong) und beschlossen dann mit Schlagwerk und Bassgitarre die Welt aus den Fugen zu heben. Als Fundament ihres Sounds würde ich mal Funk, Dub und den viel geschmähten Begriff »Alternative Rock« in die Runde werfen.Die ganze Chose dürfte auf einem Dancefloor für Blut, Schweiss und Tränen sorgen und Labels wie Gomma oder Unique (gibt´s die noch) sollten tendenziell interessiert die Ohren aufsperren.
Das Video zu »So Flyyyy« entstand im schönen Allgäu, wo die jungen Männer wohl noch bis vor nicht allzulanger Zeit ihre Mofas frisierten. Zur Zeit arbeiten sie unglaublich hart an ihrem Debütalbum und ein frisches Video ist auch schon am Start. Weitere Infos: www.mongkong.com www.myspace.com/rhytmpolice |