|
Knabenchor
![]() 3. Dezember /
Was wäre die Adventszeit in Augsburg ohne die
Auftritte der Domsingknaben. Den Auftakt bilden
die traditionellen Weihnachtskonzerte am
4. und 5. Dezember im Goldenen Saal des Augsburger
Rathauses. Zwei Wochen später gibt es
die Kantaten I und II aus dem Weihnachtsoratorium
von Johann Sebastian Bach in der Heilig-
Kreuz-Kirche.
www.augsburger-domsingknaben.de Ungawa
![]() 29. November /
Neuigkeiten gibt’s, die sind gar keine. Der ehemalige Plattenladen-
Prototyp Ungawa hat nach trauriger Schließung und viel
Vermissen seit 15. November in neuer Form wiedereröffnet,
und zwar im ersten Stock von Cover Records in der Barfüßerstraße.
Auf kuscheligen 15 qm wird Tonfachangestellter Steff
Decker teilweise sogar selbst verkaufen. Ein Knüller! Geöffnet
ist unter der Woche bis 18 Uhr, am Samstag bis 15 Uhr.
www.ungawa.de Stille Farbigkeit
Kunst kann sich dem Betrachter öffnen wie auch verschließen
![]() 29. November / cl
Selten spricht Kunst den Betrachter auf so unterschiedliche Art und Weise an, wie in der 62. Grossen Schwäbischen Kunstausstellung des BBKs (Berufsverband Bildender Künstler), die bis zum 23. Januar in der Toskanischen Säulenhalle des Zeughauses in Augsburg zu besuchen ist. Das mag daran liegen, dass man sich schwer dabei tut einen thematischen Rahmen zu spannen, da die Exponate so mannigfaltig in jeder Hinsicht – sei es Material, sei es Gattung, seien es die Themen – sind.
Für den ratlosen Kunstbetrachter kann bei den insgesamt 85 Werken, von 69 Kunstschaffenden, aber die Aussage des Kurators Norbert Kiening einen thematischen Rahmen setzen. Dieses Jahr seien die Werke melancholischer als in den Ausstellungen vergangener Jahre. Dies zeichne sich durch reduzierte Farbgebungen und Darstellungen des Alltäglichen aus. Der Blick auf das Kleine, weg vom Großen spiegle laut Kiening eine momentane gesellschaftliche Entwicklung des Rückzugs wieder. Eine neue Spielart des Biedermeier in der Schwäbischen Kunst?
Betrachtet man das Objekt „Verwunschen – Möglicherweise“ der Friedberger Künstlerin Brigitte Kronschnabel, vermag man den Rückzug aus der Welt in diesem Gebilde aus Fließ, Fäden und Wolle durchaus wahrzunehmen. Nicht das große wagen, sich auf das kleine Glück besinnen. Dieses Thema springt dem Beobachter des Bildes „Letztes Knödelessen mit Marie“ förmlich ins Auge. Der Nannhofer Künstler Stefan Juttner stellt hier eine alte Frau beim Knödelformen dar, die aufmerksam von ihrem Enkel beobachtet wird. Den Blick ins Intime gewährt die Augsburger Künstlerin Claudia Geßner, die in der Installation „Kein Tag wie der andere. 366 Seelenskizzen“ auf Holz- und Plastikbrotzeitbrettchen jeden Tag des Schaltjahres 2008, ein Brettchen beschrieben, beklebt oder bemalt hat und so dem Besucher der Ausstellung ihr ganz persönliches buntes Jahr vergegenwärtigt. Ein Kunstwerk in das man sich lange vertiefen kann und doch nie alles entdecken wird. Johannes Rößle aus Peiting zeigt in seiner Skulptur „Gleis 1 – 7“ den einsamen modernen Menschen, der völlig isoliert von Gleis zu Gleis auf seinen jeweiligen Zug wartet. Die ständige Mobilität ist ihm gemeinsam, allerdings ist jeder für sich alleine in seinem Warten, im ewigen Strom der bewegten modernen Zeit. Neben Malerei, Installation, Objekt und Skulptur glänzen ausgestellte Video-Abreiten dreier Künstlerinnen. In allen agieren die Kunstschaffenden auch als Akteure. So sieht man die Performerin Ruth Srähhuber aus Stefansberg in ihrem Video „Gold schmeckt lecker“ eine Maske aus Goldschokolade von ihrem Gesicht essen. Eine Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft oder einfach nur ästhätisches Kameraspiel – diese Interpretation bleibt dem Besucher der Schau überlassen. So lohnt der Besuch der diesjährigen Großen Schäbischen Kunstausstellung 2010 im Zeughaus auf alle Fälle. Neben manch Durchschnittlichem sind durchaus einige Glanzstücke zu entdecken. Zusätzlich kann im Abraxas die Sonderausstellung „Portraits“ besucht werden, dort präsentieren sieben weitere Künstler ihre Werke. Für acht Euro wird ein repräsentativer Kunstkalender angeboten, in dem von allen ausstellenden KünstlerInnen ein Kunstwerk abgebildet ist. www.kunst-aus-schwaben.de Märchenwelten
![]() 24. November /
Die neue Sonderausstellung des Augsburger Puppentheatermuseums »Die Kiste
« vereint bis zum 1. Mai 2011 Kinderträume, Geschichtliches und Marionettentheater.
Hunderte von königlichen Marionetten der Augsburger Puppenkiste
werden in Burgen und Schlössern präsentiert. Highlights sind reale Exponate,
wie Kinderspielzeug des Märchenkönigs Ludwig II. oder die
Originalkostüme und Requisiten des deutsch-tschechischen Märchenkultfilms
»Drei Haselnüsse für Aschenbrödel«.
www.augsburger-puppenkiste.de Die kleine Hexe
![]() 23. November /
Bunt und aufgedreht inszeniert Regisseurin
Lilli-Hannah Hoepner das diesjährige Weihnachtsstück
»Die kleine Hexe« im Augsburger
Theater. Um bei der nächsten Walpurgisnacht
teilnehmen zu können, muss sich die kleine
Hexe einem Prüfungsjahr unterziehen. Mit ihrem
Raben Abraxas hilft sie, wo sie nur kann,
gegen Ungerechtigkeit und Bosheit. Aber ist sie
dadurch am Prüfungstag eine »gute« Hexe?
Wenn Zauberei im Spiel ist, knistert, knallt
und blitzt es auf der Bühne. Selale Gonca Cerit
als kleine Hexe, die temperamentvoll, auf der
Bühne tanzt, scheut sich nicht, das junge Publikum
auf ihre abenteuerliche Reise mitzunehmen.
Dabei steht ihr ein aufmerksamer
Ulrich Rechenbach als Rabe Abraxas mit Rat
und Tat zur Seite. Toomas Täht glänzt in vielen
Nebenrollen. Das farbenfrohe Kinderstück ist
bereits restlos ausverkauft.
www.theater.augsburg.de
Unmögliche Liebe
![]() 23. November /
Peter Dempfs Musiclett »Jetzt ist er tot,
der Hund!« mit Musik von Wolfgang
Lackerschmid findet am 13. November
als 30. Uraufführung auf der Bühne
des S’Ensemble-Theaters statt. »Musiclett
« nennt Peter Dempf diese
Kleinform des Musicals, bei der lediglich
eine Sängerin sowie ein Musiker
ihre Künste zum Besten geben. Dempfs
Stück, das unter der Regie von Sebastian
Seidel inszeniert wird, blickt
von den 1950er-Nachkriegsjahren auf
die Zeit des Ersten Weltkriegs zurück.
Paula Banholzer (Stefanie Schlesinger),
einstige Geliebte Brechts und
Mutter des gemeinsamen Sohns
Frank, erzählt von ihrer Vergangenheit
und ihrer unglücklichen Liebe zu
dem jungen Schriftsteller. Viele dieser Eindrücke zeichnen ein unvergängliches
Bild von unerfüllter Liebe und Entscheidungen, die ein Leben prägen. Weitere
Aufführungen sind am 3., 4., 10. und 11. Dezember, jeweils um 20.30 Uhr.
www.sensemble.de Princes Chameaux
![]() 23. November /
Erfreulicherweise durfte das Jean Stein für drei Konzerte Ende November noch einmal seine Pforten öffnen. Nach ihrem ersten großartigen Auftritt in Augsburg im Jean Stein, folgte nun nach wenigen Monaten gleich ein Zweiter: Am 19. November gab die Pariser Rockn´Roll Chanson Band Princes Chameaux erneut ein energievolles Konzert. Erst in Metro-Stationen, später in unzähligen Bars und Kneipen, erspielten sie sich einen respektablen Bekanntheitsgrad auch über Frankreichs Grenzen hinaus. Die vier Musiker beherrschten es bravourös ihr Publikum zu erspielen. Instrumente und sogar das Mikrofon wurden durch die Menge gereicht, die bei der französischen Variante von Johnny Cash Liedern nicht mehr zu halten war. Gemeinsam wurde gefeiert, geschwitzt und zu mitreißenden Rhythmen getanzt.
Tatsächlich spielten die Musiker nach dem Konzert, bis tief in die Nacht, unplugged mit Kontrabass, Gitarre und Benjo noch viele heitere Stunden weiter. Eine hervorragende Live-Band, die ihre größte Leidenschaft zum Beruf gemacht hat: die Musik! www.myspace.com/princeschameaux Mehr als nur Töne
Das musikalische Rahmenprogramm der Festivalreihe "1000 Töne" wird an spannenden Orten in der gesamten Stadtlandschaft präsentiert und findet mit diesem Konzept sein Publikum
![]() 23. November /kaj
So geschehen am 14. November, als sich die Synagoge in der Halderstraße den Konzertbesuchern für einen Gustav-Mahler-Abend mit blendend aufgelegten Mitgliedern der Bayerischen Kammerphilharmonie öffnete.
Unterstützt wurde das in Augsburg beheimatete Spitzenensemble bei seinem Programm vom US-Bariton Todd Boyce und der aus Südafrika stammenden Sopranistin Lea-Ann Dunbar, die musikalische Leitung des Abends lag bei Allan Bergius. Zur Aufführung kamen Mahlers "Lieder eines fahrenden Gesellen" in der Bearbeitung Arnold Schönbergs sowie seine 4. Sinfonie in G-Dur. Nicht zuletzt durch die kontemplative Stärke des Ortes entwickelte die 4. Sinfonie in der Bearbeitung von Erwin Stein einen ganz besonderen, intimen Reiz. Das Auftreten von Orchester und Solisten in diesem beeindruckenden Raum, der eigentlich der Andacht und dem Gebet geweiht ist, bot für den Zuhörer überraschende Momente, die sich jedoch harmonisch in die großartige Gesamtwirkung der Darbietung einfügten. Die Stadt kann sich glücklich schätzen, ein so famoses Ensemble wie die Bayerische Kammerphilharmonie, so schöne und offene Sakralbauten wie die Synagoge und ein so verbindend wirkendes Festival wie die "1000 Töne" zu beheimaten. Haltestelle Zukunft(s)musik Die Internationale Klangstation dockte am 17. November mit zwölf hervorragend agierenden Cellisten in einer Fertigungshalle für Ariane-5-Bauteile beim Augsburger Hightech-Vorzeigebetrieb MT Aerospace an und fand mit dieser Punktlandung überaus große Beachtung. Auch wenn zu Beginn des Konzerts eine nicht ruhend wollende Vakuumpumpe die Musiker und Besucher daran erinnerte, dass man sich hier nicht in einem Konzertbau, sondern in einer Fabrikationshalle unter Echtzeitbedingungen traf, darf der Abend als großer Erfolg gewertet werden. Rund 300 Besucher wollten die Musiker aus Deutschland, Polen, Israel, Frankreich, Kroatien, Japan, England, Italien, Holland, den USA und Südkorea bei ihrem MT-Aerospace-Einsatz rund um Kompositionen von Arvo Pärt, Heinz Holliger, Gilbert Amy und Krzysztof Penderecki begleiten. Zur Belohnung durften sie einer Uraufführung von Gordon Kampe beiwohnen. Es dirigierte Eberhard Fritsche. Weitere Termine der Reihe Zukunft(s)musik: Der Klang der Stadt II - Der Orient in Augsburg: 1. Dezember in den Räumen des Mesopotamien-Vereins in der Mendelssohnstr. 21 minimal-post: 11. Dezember - Musik von Philip Glass, Marc Mellits, Michael Nyman und Graham Fitkin im H2 Zentrum für Gegenwartskunst in Kooperation mit dem Ballett- und Tanzzentrum Otevrel www.theatergemeinde.org www.kammerphilharmonie.de www.kresslesmuehle.de Soulman im Parktheater
![]() 08. November /
Die Karriere des gebürtigen Bochumers beginnt
früh: Bereits mit 18 Jahren gewinnt er den Wettbewerb
»Jugend jazzt«. Seitdem ist viel passiert. Als
Backgroundsänger und Gastmusiker bei den
Fantastischen Vier, Götz Alsmann und den Guano
Apes hat er gelernt. Heute ist Jeff Cascaro nicht nur
Professor für Jazzgesang an der Hochschule für Musik
in Weimar, sondern ebenso eine gute Adresse
für poppigen Soul aus Deutschland.
Sein Auftritt in Augsburg steigt am 20. November um 19:30 Uhr im Parktheater. www.parktheater.de Geheimnisvolle Bergwelt
![]() Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert (links) und Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl (rechts) gratulieren Silvia Overath (2.v.l.), Hannes Ulbrich (3.v.l.), Richard Mayr (4.v.l.) und Christine Thiemt (2.v.r.) zum Schwäbischen Literaturpreis 2010. Bild: Andreas Lode 8. November /
Zum fünften Mal in Folge fand die feierliche Verleihung des Schwäbischen Literaturpreises im Rokokosaal der Regierung von Schwaben statt. Zum Thema „In den Bergen“ haben AutorInnen, die im schwäbisch-alemannischen Kulturraum leben bzw. in diesem ihre biographischen Wurzeln haben phantasievolle Texte eingereicht. In seiner Begrüßungsrede betonte Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert, dass „die Förderung der Literatur seit Beginn der Kulturarbeit des Bezirks Schwaben einen besonderen Stellenwert einnimmt.” Vor der Lesung der Preisträger gab Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl zu bedenken, dass der Berg ein Ort der Offenbarung und Auseinandersetzung ist, der für den Menschen jedoch immer geheimnisvoll bleiben wird.
Den Sonderpreis für junge Autoren unter 25 Jahren, der mit einer Einladung zum Literaturkurs an der Schwabenakademie Irsee honoriert wurde, erhielt Silvia Overath aus Hannover für ihren Text „Zora“. Christine Thiemt (45) aus Neckarsulm, wurde mit ihrem Beitrag „Bärenfell“ mit dem 3. Preis sowie 1000 Euro belohnt. Mit magischem Realismus entführte sie die Zuhörer in die fernen Landschaften der Karpaten. An Kafkas „Das Urteil“ erinnerte der Text des zweiten Preisträgers Hannes Ulbrich aus Augsburg. Der 23-jährige Literaturstudent erhielt für seinen Text „Die Bergwanderung – Eine selbsterfüllende Prophezeihung“ 1500 Euro. Hier wurden Selbstfindung und Entfremdung in bedrückenden Bildern sorgfältig literarisch entwickelt. Strahlender Sieger des diesjährigen Schwäbischen Literaturpreises war Richard Mayr. Der 35-jährige Kulturredakteur der Augsburger Allgemeinen Zeitung durfte sich über den, mit 2000 Euro dotierten, ersten Platz freuen. Sein humorvoller Beitrag „Feltys Berg“ handelt medienkritisch von den unterschiedlichsten Wahrnehmungen der Berge. Die musikalische Umrahmung von Stefan Barcsays Gitarrenspiel rundete die gelungene Veranstaltung ab. Neues Kinderstück des Jungen Theater Augsburg im Abraxas
Geschichten vom Anfang der Welt
![]() 15. November /
Früher als die Welt noch jung war, gab es noch keine Menschen. Die Kühe mussten noch nicht gemolken, die Hühner noch nicht gefüttert und die Kinder noch nicht in die Schule gebracht werden. Und irgendwie kam die Welt auch so zurecht. So oder ähnlich beginnt der Anfang etlicher Geschichten vom Entstehen der Welt, über Himmel und Erde, den Menschen und die Tiere, die alltäglichen und die allerletzen Dinge. Nach der Bilderbuchvorlage von Jörg Schubiger, Franz Hohler und Jutta Bauer - ALLER ANFANG - erzählen, singen, krächzen, flattern und spekulieren in diesen witzigen Hin- und Hergeschichten die Schauspielerin Susanne Reng und der Schauspieler Armin Hägele über Gott und die Welt. War am Anfang nichts? War am Anfang Gott? War es nur dunkel und der grosse Vogel kam aus dem Nichts? Oder war am Anfang nicht doch das Ei? Viele Fragen und jede Menge Antworten in diesen wunderbar einfachen, charmanten, manchmal seltsamen, aber immer poetisch-philosophischen Miniaturen für grosse und kleine Menschen. In Szene gesetzt von der Regisseurin Christina Bründler, ausgestattet von Tina Bürkmayer und mit Animationen versehen von Gerhard Fauser.
Premiere am Sonntag, 21. November um 16h auf der Studiobühne im Abraxas. Informationen und Kartenreservierungen unter 0800-4442995 oder über www.jt-augsburg.de Haltestelle Zukunftsmusik
INTERNATIONALE KLANGSTATION dockt am 17. November 2010 bei MT Aerospace an
![]() 15. November /
Menschen aus verschiedenen Nationen arbeiten unter schwierigen Bedingungen auf engstem Raum zusammen, stellen sich mental perfekt auf einander ein, reagieren in Sekundenbruchteilen auf kritische Situationen bei der Erfüllung heikelster Missionen.
Ort des Geschehens: Die Internationale Klangstation bei MT Aerospace. Die Besatzung: Zwölf Cello-Spezialisten aus Deutschland, Polen, Israel, Frankreich, Kroatien, Japan, England, Italien, Holland, USA und Südkorea. Die Mission: Erkundung des Exoplaneten Iannis Xenakis und seiner Trabanten Arvo Pärt und Gordon Kampe. Außerdem Weltraumspaziergänge mit Heinz Holliger, Gilbert Amy und Krzyztof Penderecki. Das Konzert der Reihe Zukunft(s)musik findet am 17. November um 20 Uhr in einer beeindruckenden Montagehalle für Ariane 5 Bauteile bei MT Aerospace in Augsburg statt. Es dirigiert Eberhard Fritsche. Für Karteninhaber besteht die Möglichkeit ab 19 Uhr einem kostenlosen Shuttle-Service vom Moritzplatz zu MT Aerospace und zurück zu nützen. Anmeldungen dafür nimmt bis Frau Eva Wanner von den VW-Niederlassungen in Augsburg unter eva.wanner@schwaba.de entgegen. Restkarten für die Klangstation gibt es bei der Theatergemeinde Augsburg am Rathausplatz, Info 0821 - 455 79 00, www.theatergemeinde.org Zauberhaft!
![]() 12. November /
Kaum jemand kennt seinen Namen, doch seine Werke sind berühmt: Fritz Baumgarten.
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts illustrierte der 1883 bei Leipzig geborene
Künstler mehrere Hundert Bilderbücher und Postkarten, darüber hinaus
(Advents-)Kalender und Spiele. Seine »Waldschule«, der »Hundezirkus«,
seine zahlreichen Wichtel-, Teddy- und Märchenbücher haben bereits vor dem
Zweiten Weltkrieg sehr hohe Aufl agen erreicht und sind bis zum heutigen Tag
wahre Klassiker. Das Museum Friedberg zeigt vom 18. November bis Ende Februar
2011 eine zauberhafte Auswahl der Bilderbuchillustrationen von Fritz Baumgarten.
Offene Ateliers
![]() 08. November /
Auch im Herbst laden die Künstler im Kulturpark West wieder ein, ihre Ateliers
zu besichtigen, neue Werke aus Malerei, Grafik, Fotografie und Plastik aus
nächster Nähe zu sehen, Gespräche zu führen und die Atmosphäre der Künstlerhäuser
zu atmen.
Offene Ateliers im Kulturpark West, Samstag, 13. November, ab 14 Uhr. www.kulturparkwest.de Herbstglück
Publikum begeistert! Stadttheater präsentiert mit „Orpheus – Saitenschlag“ gelungene Kooperation von Ballett und Musiktheater.
![]() 2. November /
Das fängt ja gut an. Choreograf Leo Mujic startet mit dem Dreiakter „Orpheus – Saitenschlag“ die Ballettsaison der neuen Spielzeit und verzaubert Augsburger Theaterpublikum mit einer zu Herzen gehenden Geschichte über Liebe, Intrige, Tod und Happyend.
Auch die Frage ob es Ballett Direktor Robert Conn schaffen würde, aus seiner Truppe mit gleich acht Neuzugängen rechtzeitig zum Spielzeitstart ein Ensemble zu formen wurde mit der in vieler Hinsicht gelungenen Inszenierung beantwortet. Sowohl die Solisten des Abends, als da wären Lateef Williams als Orpheus und Ami Takazakura als seine Eurydice, sowie Kelly Tipton als ihre Gegenspielerin Orasia konnten, unterstütz vom Rest des Ensembles, das Publikum überzeugen. Den stärksten Eindruck hinterließ jedoch Raphael Saada mit seiner brutalen Eleganz in der Rolle des Pluto, Herrscher der Unterwelt. Musikalisch lieferte die Inszenierung den perfekten Soundtrack zu den strahlenden Herbsttagen die wir Ende Oktober genießen durften. Die Werke des barocken Telemann und seines Kollegen Buxtehude vermittelten dem Premierengast gediegene, rechtschaffene Zurückgenommenheit. Für genügend spannungsvolle Momente aus dem Orchestergraben sorgte Leopold Hurt mit seiner immer wieder weckenden musikalischen Bearbeitung. Schade nur, dass weiten Teilen des Publikums ein genauerer Blick auf die Musiker bei diesem Treiben nicht möglich war. Immerhin durfte mit Lust das klagvolle treiben der Sängerinnen, allesamt in schwarzen Samtanzügen, auf der Bühne verfolgt werden. Neben Cathrin Lange (1. Sopran) wusste der Tenor Richard Resch, Jutta Lehner (Alt) und Susanne Simenec (2. Sopran) stimmlich zu überzeugen. Bassneuzugang Petar Naydenov durfte sogar einen akustischen Hinweis auf Purcells King Frost, eine seiner nächsten Rollen in Augsburg, setzten. Wir freuen uns schon darauf. Das Bühnenbild gelang Thomas Mika elegant, durchdacht und ohne Klimbim. Wo im mittleren Akt ewig lange, sich im Schnürboden verlierende Holzleitern den Weg aus der Unterwelt anzeigen, verweisen in Akt 1 und 3 eine Birke und zwei Ahornbäume in Form gewaltiger Laubsägearbeiten, in die herbstlichen Wälder der Thraker. Als bewegliches Element wählte Mika zwei meterhohe Paravents aus Naturholz und Leinen, die zu sich zu Bögen geformt mit Hilfe der Drehbühne ineinander verschieben ließen und so neue Einblicke gewährten oder verstellten. Die großartige Gesamtleistung des Hauses am Kennedyplatz quittierte das begeisterte Publikum mit lang anhalten Applaus. www.theater-augsburg.de Vereinte Widersprüche für alle Sinne
![]() 8. November /
Technik und Kunst erscheinen auf den ersten Blick als eher unvereinbar. Den Gegenbeweis erbringt das 9. Medienkunstfestival lab.30 im Kulturhaus abraxas. In Ausstellung, Konzerten und Clubnächten wird Kunst auf dem neuesten Stand elektronisch-medialer Möglichkeiten gezeigt. So hinterlässt das skurille Ballet der einhundert Roboterhasen Nabaz´mob, die durch wackelnde Ohren und blinkende Lichter eine komplexe Choreographie präsentieren, beim Publikum ein leises Staunen. Ein Höhepunkt der Konzertnacht am Samstag stellt die isländische Cellistin Hildur Gudnadottir mit ihrem Halldorophon dar. Dabei handelt es sich um ein Instrument, ähnlich einem Cello, das zeitverzögerte, überlappende Klänge entstehen lässt. Mal klingt es wie ein landendes Flugzeug, dass Zuschauer fluchtartig das Theater verlassen lässt, mal wie betörende, glasklare Glockenstimmen, die traditionelles isländisches Liedgut zum Besten geben und mit mächtigem Applaus belohnt werden. Im Wechselspiel zwischen Mensch und Maschine vereinen sich Technik und Kunst zu einer inspirierenden Atmosphäre. www.lab30.de
Lesezeichen
Neue Literaturreihe im Reese Theater
![]() 5. November /
Gleich drei Prominente Gäste der Literatur werden im November und Dezember im Reese Theater aus ihren Werken lesen: Den Anfang macht am 11. November der Österreicher Wolf Haas, der mit seinem Privatdetektiv Brenner eine der nachhaltigsten Krimifiguren der letzten Jahre erschaffen hat. Schrullig, kauzig und auf seine eigene Art bahnbrechend humorvoll.
Eine ganz andere Kategorie von Humor bringen drei ehemaligen Titanic Chefredakteure, vereint als Titanic Boygroup , am 28.11. mit nach Augsburg. Etwa jede 10 Ausgabe des Satiremagazins wird indiziert und kein anderes Blatt geht so gnadenlos mit den Schandtaten ihrer Zeitgenossen um. Sicherlich ein Abend mit ganz eigenem Charme und Humor. Von seinen Schriftstellerkollegen gelobt, von der Kritik gefeiert und Publikum heiß begehrt: Max Goldt kommt nur eine Woche später nach Augsburg. Das literarische Schwergewicht begeistert mit seinen hintergründigen Texten: Hart treffende Aussagen, oft humorvoll verpackt, lassen das Publikum schnell in seinen Bann geraten. Ein Abend zum lachen und nachdenken. Die Termine: Wolf Haas, 11. Nov., Titanic Boygroup 28.11., Max Goldt 05.12. - alle im Reese Theater im Kulturpark West www.lesezeichen-augsburg.de 11 Uhr Erfolgsmodell Klassik
Philharmonische Matineen im Kleinen Goldenen Saal starten mit wunderbar vielseitigem Programm in die neue Spielzeit
![]() 27. Oktober /kaj
Seit 1983 richtet die Theatergemeinde Augsburg viermal jährlich immer Sonntags pünktlich um 11 Uhr die Philharmonischen Matineen aus und präsentiert damit ein für den hiesigen Kulturmarkt fast schon einmaliges Erfolgsmodell aus künstlerischer Schaffenskraft und Nachhaltigkeit.
Sein sie sicher, auch in der Spielzeit 2010/2011 dürfen sich die Besucher auf einfallsreiche Programme, interpretiert von Künstlern die zum Besten in ihrem Fach zählen freuen. Den Anfang macht am 7. November „Der Ausnahmecellist“ Maximilian Hornung mit Werken von Beethoven bis Boulanger. Begleitet wird der in Augsburg geborene Klassikstar vom Pianisten Paul Revinius. Auch wenn Hornung seinen Arbeitsmittelpunkt als 1. Solo-Cellist beim BR Symphonieorchester hat, sind Auftritte in seiner Heimatstadt ein rares Gut, das es wahrzunehmen gilt. Als international gefragter Solist und begehrter Interpret für die Musikverlage zeichnet sich für den erst 25 jährigen Künstler eine schöne Karriere ab. Vor kurzem erschien übrigens seine neuste CD „Jump!“ beim Label Sony Classical. Als zweites Thema hat der Künstlerische Leiter der Matineen Wilhelm Walz für den 23. Januar 2011 „Deutsch-Französische Liaisons“ gewählt und stellt Werke von Debussy, Messiaen und Poulenc denen Beethovens gegenüber. Auch die Solisten folgen diesem Länderkonzept, sie heißen Julien Chappot (Violoncello) und Gottfried Hefele (Klavier). Die gefeierte Sopranistin Sophia Bronner wird mit Liat Himmelheber (Mezzosopran) am 20. März 2011 die „Liebe im Frühling“ mit Werken von Haydn, Mozart, Schubert, Rossini und Hugo Wolf besingen. Einen viel versprechenden Abschluss der Philharmonischen Matineen für diese Spielzeit, setzt die Gastrolle der Konzertreihe am 22. Mai im Rahmen des Deutschen Mozartfests 2011. Unter Mitwirkung des Leipziger Streichquartetts kommt man im Kleien Goldenen Saal dem Festivalmotto „Bach und Bach Söhne“ mit Johann Sebastian und Friedemann näher, denen man Werke von Ludwig van und natürlich Wolfgang Amadeus gegenüber stellt. Karten zwischen 14 und 18 Euro gibt es bei der Theatergemeinde. www.theatergemeinde.org Roboterhasen beim 9. lab.30
![]() 2. November /
Das Augsburger Kunstlabor lädt vom 4. bis zum 6. November Kreative zum
Medienkunst-Festival ins Kulturhaus abraxas. Dort arbeiten diese gemeinsam
an einer temporären Plattform für kreativen Austausch und experimentelle
Kunstprojekte, die mittels digitaler oder analoger Technologien eine künstlerisch-
spielerische Reflexion unserer veränderten Umwelt beinhalten. In einer
Ausstellung, Konzerten, Performances und drei Clubnächten werden gängige
Denkmuster hinterfragt, montiert, umprogrammiert und ihrer Eindimensionalität
enthoben. Zu den Höhepunkten im Konzertprogramm 2010 gehört »nabaz’mob«, eine Oper für 100 intelligente »Nabaztag«-Roboterhasen mit Anklängen an John Cage, Steve Reich und György Ligeti. www.lab30.de
Neun Jahre Tanzen
![]() 2. November /
Zum 9-jährigen Jubiläum der Partyreihe
»auto.matic.music« soll entsprechend gefeiert
werden. Reserviert dafür ist das gesamte
erste Wochenende im November. Für Freitag
haben die Organisatoren Sieber und
Schmid das Techno-Urgestein Sven Väth ins
Kesselhaus eingeladen, am Samstag den frischen
Star des melodiösen Tanzvergnügens,
Marek Hemmann (Bild). Die Jubilare selbst
werden natürlich auch auflegen und zwar
dem Anlass angemessen auf dem Mainfloor.
Das Fest steigt am 5. und 6. November im Kesselhaus.
www.automaticmusic.de Georg Klein
![]() 26. Oktober /
Im Herbst ist die Neuen Stadtbücherei Schauplatz vieler beachtenswerter Veranstaltungen.
Eine der spannendsten davon ist sicher die Lesung von Georg Klein
aus seinem »Roman unserer Kindheit«, in dem der Autor von seiner in der Nachkriegszeit
geprägten Kindheit am Stadtrand von Augsburg erzählt. Klein
schreibt von den 60er-Jahren, Neubaublöcken und amerikanischen Kasernen.
Für das Buch erhielt Klein 2010 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie
Belletristik. Georg Klein ließt aus seinem Roman am 29. Oktober, um 19.30 Uhr in der Neuen Stadtbücherei.
www.stadtbuecherei.augsburg.de Satirisch gut
Hans Well von der Biemösl Blosn und Thomas Gsella
am 4.11. im EUKITEA ![]() 21. Oktober /
Am Donnerstag, 4. November um 20 Uhr sind Thomas Gsella (links, Ex-Chefredakteur des Satiremagazins "Titanic"), und Hans Well (rechts, Biermösl Blosn) zu Gast im Theater EUKITEA. Eine geballte Ladung unterhaltsamer bajuwarischer Musik gekoppelt mit bitter-süßen Satiretexten erwartet die Gäste an diesem Abend im Theaterhaus. Man kann sich auf einen Abend gefasst machen, der einem die Tränen in die Augen treiben wird. Denn zusammen stellen sie ein Programm auf die Beine, das keine Berufsgruppe, kein Kindererziehungsthema und die jeweilige Heimat der beiden auslässt. Vor allem aber politisch geht es zu, denn da kennen sich die beiden aus. Regelrecht anzusehen ist den beiden, dass sie sichtlich Spaß an ihrer Zusammenarbeit haben, denn ihre satirischen, teilweise mit Lokalkolorit gewürzten Texte sind perfekt arrangiert! Thomas Gsella, der mit seiner satirischen Prosa und komischen Gedichten den "Cuxhavener Ringelnatz-Nachwuchspreis für Lyrik" gewann, liest aus seiner Lyrik-Reihe "Gsella lässt lesen" und steht Hans Well in nichts nach. Einen schöneren Kontrast könnte es kaum geben, wenn der "feinsinnige Preuße" und der bodenständige Bayer" aufeinander treffen. Zum schreien komisch, wenn Gsella sich in der bayerischen Mundart, der Mundtrommel und dem Schuhplattln versucht! Unbedingt sehenswert!
Die beiden lassen es so richtig krachen und verbreiten jede Menge Lachsalven. Ein energiegeladener Abend für den trüben Herbst. Eintritt: 20 € / erm. 15 € Heißer Herbst
![]() 26.Oktober /
Das Ostwerk wird in diesem Herbst 20 Jahre alt und hat damit allen Grund zu
feiern. Um das angemessen und nicht alleine tun zu müssen, hat man sich in
den mittlerweile altehrwürdigen Club viele Gäste mit großen Namen geladen:
Neben den Shout Out Louds, den Blood Red Shoes und Frittenbude ist auch
der Wahlhamburger Gisbert zu Knyphausen zu Gast. Der Singer-Songwriter
macht die gehobene Melancholie wieder salonfähig. Er singt über Lethargie
im Angesicht eines Morgen, über die Suche nach Halt oder über das Saufen.
Nie peinlich, oberflächlich oder gespielt, sondern immer ernst und bitter.
Gisbert zu Knyphausen ist natürlich nicht der echte Name des Musikers. Tatsächlich
heißt er Gisbert Wilhelm Enno Freiherr zu Innhausen und Knyphausen.
Geboren ist er im hessischen Rheingau. Das Zaudernde spiegelt sich in
seinem Werdegang: Zuerst wollte er Schauspieler werden, dann Regisseur.
Nach kurzer Zeit am Wiesbadener Staatstheater nichts mehr von alledem. So
hat er angefangen, in Berlin Musikwissenschaft zu studieren, der Stadt und
dem Studium allerdings schon nach dem ersten Semester den Rücken gekehrt.
Zuletzt studierte er in Eindhoven Musiktherapie.
Sein Debütalbum von 2008 erhielt viele positive Kritiken. Gepriesen wurde die sparsame Instrumentierung ebenso wie sein lakonischer und oft spröder Witz. Im Jahr 2010 reist der wechsellaunige Musiker mit seinem zweiten Album »Hurra! Hurra! So nicht.« im Gepäck. Am Mittwoch, den 3. November macht er halt im Ostwerk, und das klingt ungefähr so: »Aus unseren schäbigen Boxen strömen die Lieder aus vielen Jahren direkt in unsere Herzen. Ihre Sänger haben die immer gleiche Losung auf den Lippen: Die Welt ist grässlich und wunderschön.« www.ostwerk.de Zusammenschau
![]() 19. Oktober /
Annette Urban und Wolfgang Reichert präsentieren bis zum 30. Oktober in
und vor den Räumen ihrer Ecke Galerie am Elias Holl Platz das Projekt
»Zusammenschau« der Künstlerinnen ESTHER BALÁZS und SILVIA RIED.
Neben der Schau in den Ecke-Räumen beherbergt der Platz hinter dem
Rathaus während dieser Zeit Ester BALÁZS Installation »Aufforderung zum
Tanz«. Dieser Aufforderung kommt am 24. Oktober die Performance-Künstlerin
Anne Balázs nach. Wir sind gespannt.
www.ecke-galerie.de Synchron
![]() 21.Oktober /
Im Rahmen von »Klanghalle«, der Veranstaltungsreihe für neue Musik im H2, zeigen
Markus Mehr und Stefanie Sixt ihre audiovisuelle Performance »Synchron«. Präsentiert
wird ein einzigartiger Versuch der Kombination aus hörbarer und sichtbarer
Kunst. Während der Klang zwischen elegantem Noise und geschmackvollem Kitsch
tänzeln wird, werden im visuellen Teil der Performance bewegte Bilder abstrahierter
Naturfotografien zu sehen sein. Im Anschluss daran ist die Tanzperformance »The
Visual Rhythm of Dance« von Stefanie Sixt und der Tänzerin und Choreographin
Anina von Molnar angekündigt. »Synchron«, Samstag den 23. Oktober ab 20 Uhr im
H2 im Glaspalast.
www.markusmehr.de www.sixt-sense.de Es lebt!
![]() 22. Oktober /
Donnerstag, 20.10. Im Höhmannhaus feiern junge Kreative aus dem Umfeld der FH Gestaltung eine prickelnde Vernissage zum Kunsthappening VA 300 und verbreiten in unserer alten Stadt Aufbruchsstimmung im allerbesten Sinn.
Bis zum 24. Oktober bietet sich die Gelegenheit an diesem interdisziplinären Ereignis teilzuhaben. Die täglich wechselnden Licht- und Soundperformanceacts laden jeweils bis 23 Uhr in die Räume der Neuen Galerie im Höhmannhaus. Festes Element der Schau ist die Sammlung von 10 Plakaten verschiedener FH-Gestaltung Studenten, die für günstige 300 € als Mappe erworben werden sollte. Der Erfolg VA300 ist ein weiterer Beleg für die Kooperationsbereitschaft und –Fähigkeit alter und neuer Kulturfaktoren. Es lebt also! Partner und Veranstalter sind in diesem Fall die Fakultät für Gestaltung der Hochschule Augsburg und die Kunstsammlungen und Museen Augsburg. Die Fakultät für Gestaltung der heutigen Hochschule wurzelt in der Reichsstädtischen Kunstakademie Augsburg, die vor 300 Jahren, im Jahr 1710, gegründet wurde. Anlässlich dieses Jubiläums haben sich Fakultät und Neue Galerie in diesem temporären Projekt verbunden, das von Michael Titze und Sebastian Onufszak, beide Absolventen der Hochschule Augsburg, konzipiert und von Robert Rose, Professor an der Fakultät für Gestaltung, in Zusammenarbeit mit Thomas Elsen vom H2 kuratiert wird. Der Titel »VA 300« (Visual Artists – Various Artists – Video Audio – visuelles Augsburg) assoziiert dabei ein Konzept, das eine Symbiose aus Aktion und Ausstellung, aus Street-Art, aktuellem Grafikdesign, Video, Lichtinstallation und musikalischer Performance darstellt. www.va300.de Tigerente im Ballonmuseum
![]() 12. Oktober /
Zwischen dem 21. und dem 31. Oktober laufen in Gersthofen die Kinderkulturtage
»Rapunzel« mit Musik, Lesungen und viel Theater. Und gleich zum Auftakt
wird zur Vernissage der Ausstellung »Janosch – Sein phantastisches Universum
« im Ballonmuseum geladen. Neben Tigerente und Co. stattet das
Figurentheater Gingganz mit dem Janosch-Dauerbrenner »Oh, wie schön ist
Panama« dem Festival einen Besuch ab und das Ensemble vom Tearticolo-Theater
erzählt »Die Geschichte vom Tigerschweinchen«.
In einer Theaterrequisitenwerkstatt können die kleinen Gäste lernen, wie man fast echte Spinnweben herstellt oder so richtig den Donner rührt. Ein weiterer Höhepunkt ist das Mitmachkonzert von »Donikkl und die Weißwürschtl«. www.stadthalle-gersthofen.de Filmtage
![]() 05.Oktober /
Im Oktober warten die drei Teile der Filmtage auf Kinder, Kurze und andere Unabhängige. Den Anfang macht
ab 14. Oktober das Kinderfilmfest, bei dem unter anderem Filme aus dem Iran, Israel, Südafrika und Indien gezeigt werden. Weiter geht es ab
19. Oktober mit den Tagen des unabhängigen Films und ab 21. Oktober mit dem Kurzfilmwochenende. Unsere Besondere Empfehlung gilt der Premiere von »Mein Deudshland«, einem Film vom Augsburger Regisseur Martin Pfeil. Erzählt wird eine Geschichte über Liebe und Freundschaft
zwischen den Kulturen. Der Autor Pfeil sieht seine Arbeit als filmisches Plädoyer für gegenseitigen Respekt und Anerkennung. Zu sehen ist der Film zum ersten Mal am 16. Oktober um 20 Uhr in einem Kino des Kinodreiecks.
www.filmtage-augsburg.de Mendelssohn-Benefizkonzert
![]() 08. Oktober /
Mit dem Oratorium »Paulus« von Felix Mendelssohn-Bartholdy lädt der Verein
»Lichtblicke« am 24. Oktober um 18.30 Uhr zu einem der besonderen
Konzerterlebnisse in diesem Herbst in die Kirche St. Peter und Paul nach
Oberhausen. Gegründet wurde »Lichtblicke« von der Elterninitiative krebskranker
Kinder in Augsburg. Neben dem Konzertchor bei St. Peter und Paul
und dem Paulus-Orchestra 2010 konnten Dora Pavlikova, Zuzanna Foremska,
Ulrich Cordes und Wolfgang Wirsching als Solisten für die Mitwirkung gewonnen
werden. Die Leitung obliegt Helmuth August Ott. Der Reinerlös des
Abends kommt Lichtblicke e.V. zugute. Konzertkarten sind im Pfarrbüro St.
Peter und Paul (Tel. 0821 – 24 13 43) erhältlich.
Ein Spenden- und Sponsorenkonto ist eingerichtet: Kirchenstiftung St. Peter und Paul, Kontonummer: 100 18 27 10, BLZ: 750 90 300, Ligabank Regensburg. VA300
ein audiovisuelles Happening
![]() 08. Oktober /
Vom 20. bis zum 24. Oktober veranstalten die Fakultät für Gestaltung der
Hochschule Augsburg und die Kunstsammlungen und Museen Augsburg/
Neue Galerie im Höhmannhaus das Projekt VA 300. Die Fakultät für Gestaltung
der heutigen Hochschule wurzelt in der Reichsstädtischen Kunstakademie
Augsburg, die vor 300 Jahren, im Jahr 1710, gegründet wurde. Anlässlich
dieses Jubiläums haben sich Fakultät und Neue Galerie als
kooperierende Partner in einem temporären Projekt verbunden, das von
Michael Titze und Sebastian Onufszak, beide Absolventen der Hochschule
Augsburg, konzipiert und von Robert Rose, Professor an der Fakultät für
Gestaltung, in Zusammenarbeit mit Thomas Elsen vom H2 kuratiert
wird. Der Titel »VA 300« (Visual Artists – Various Artists – Video Audio – visuelles
Augsburg) assoziiert dabei ein Konzept, das eine Symbiose aus Aktion
und Ausstellung, aus Street-Art, aktuellem Grafikdesign, Video, Lichtinstallation
und musikalischer Performance darstellt. Neben den musikalischen
und audiovisuellen Live-Aufführungen nationaler und internationaler
Künstler stellt der »klassische« Ausstellungsteil ein sukzessive wachsendes
Konvolut von Plakaten vor, die anlässlich des Projekts im unmittelbaren
Kontext der performativen Darbietungen entstehen.
www.VA300.de Lange Nacht der VHS
![]() 08. Oktober /
Die Volkshochschule Augsburg lädt ein zur fröhlichen Nachtschicht. Auf
der Langen Nacht der VHS am 22. Oktober ist von 19 bis 24 Uhr ein vielseitiges
Programm zum Ansehen und Mitmachen geplant. Insgesamt um die
20 verschiedene Workshops und Kurse haben zu später Stunde ihre Türen
geöffnet. Es wird gemalt, gedichtet und experimentiert. Es gibt Einführungen
in die Bearbeitung von Filz, Glas und Draht, außerdem Bier- und
Weinverkostungen, sowie ein großes Buffet.
wwww.vhs-augsburg.de Neues aus dem Studio XVII
![]() 05. Oktober /
Präsentiert vom Klassiklabel »studio XVII« und unter der Leitung von Bernhard Kugler und Roland Götz (Foto)
bringen die Aurelius-Sängerknaben aus Calw zusammen mit Streichern und Trompeten Werke des Barockkomponisten
Meinrad Spieß zur Aufführung. Spieß wurde durch seine Arbeit als Musikdirektor der
Benediktinerabtei Irsee bekannt.
Das Konzert findet statt am Sonntag, den 17. Oktober 2010 ab 17 Uhr in der Evangelischen Kirche St. Ulrich am Ulrichsplatz. www.studio-xvii-augsburg.de Zehn Jahre starke Stimmen
![]() 05. Oktober /
Und noch ein Jubiläum: Im Februar 2000 gründete sich vox female, das heute aus 30 Sängerinnen besteht. Der Chor mit seiner
Leiterin Christiane Steinemann engagiert sich besonders bei der Einstudierung und Aufführung von nicht alltäglicher Chorliteratur. Das bedeutet
vor allem Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, aber auch Originalwerke der Romantik für Frauenchor. »Yo te canto« lautet
der Titel des Konzerts mit südamerikanischen Stücken, das vox female zu seinem Jubiläum am 23. Oktober im Gaswerk präsentiert. Der Eintritt ist
frei.
www.voxfemale.de Großes Jubiläum im TiF
![]() 05. Oktober /
Das Theater in der Frauentorstraße TiF feiert heuer sein 125-jähriges Bestehen.
Anlässlich dieses Jubiläums präsentiert das Theater »Der Trauschein«, eine Komödie
von Ephraim Kishon. Die Premiere zur Jubiläumsinszenierung ist am 17. Oktober
im Kolping-Saal in der Frauentorstraße. Weitere Termine und Informationen
unter: www.tif-augsburg.de
Herbstauktion verspricht
spannende Zuschläge ![]() 01. Oktober /
Das Augsburger Kunstauktionshaus Georg Rehm lädt am 7. und 8. Oktober zu
seiner 236. Kunstauktion. Die hervorragend besetzte Veranstaltung wartet mit
1.800 Exponaten auf. Die Angebote stammen aus dem 17. bis 20. Jahrhundert.
Versteigert werden Schmuckobjekte, Silberarbeiten, darunter auch aus Augsburger
Werkstätten des 18. Jahrhunderts, sowie Teppiche und Möbel. Im Angebot
finden sich Kamin- und Taschenuhren ebenso wie Grafiken von Wunderlich
und Ernst Fuchs, außerdem 70 qualitätvolle Holzskulpturen. Neben rund
200 Porzellan- und Glasangeboten kommen über 300 Gemälde zur Versteigerung.
Eines der Spitzenlose ist hierbei ein Werk von Heinrich Bürkel (Foto). Fein
ausgearbeitet zeigt der Künstler hier einen »Viehabtrieb von der Alm«. Die Taxierung
dieser Arbeit liegt bei 3.500 Euro. Der Katalog mit allen Fotos kann
unter www.auktionshaus-rehm.de eingesehen werden.
Großes Theater mit klapps
![]() 01. Oktober /
Bereits zum achten Mal hebt sich in diesem Jahr in Augsburg der Vorhang zum internationalen Puppenspielfestival
»klapps«! Die Zuschauer sind eingeladen, an zehn Veranstaltungstagen auf eine fantasievolle Reise durch
die Welt des Figurentheaters zu gehen. Der Veranstalter, die Freunde des Augsburger Puppenspiels e. V., freut sich,
auch dieses Jahr wieder künstlerisch anspruchsvolle Figurentheater aus dem
In- und Ausland vom 8. bis zum 17. Oktober im Kulturhaus abraxas präsentieren
zu können. Internationaler Stargast in diesem Jahr ist Hugo Suarez aus Lima.
Suarez, der bereits vor etlichen Jahren Gast in Augsburg war, wird mit seinem
neuen Programm »Short Stories« sicher auch diesmal das Publikum begeistern,
indem er eigentlich ohne (!) Figuren spielt. Neben den Abendveranstaltungen
für Erwachsene werden nachmittags auch wieder Familienprogramme für
Jung und Alt sowie an den Vormittagen Sonderveranstaltungen speziell für
Schulen und Kindergärten präsentiert.
www.klapps.de Mehr Kültür
![]() 01. Oktober /
Zur aktuellen Debatte über Integration und Einwanderung präsentiert der Kültürverein
Augsburg seine deutsch-türkischen Kültürtage 2010. Vom 12. Oktober
bis zum 21. November wird ein buntes Programm deutscher und türkischer
Kultur von Kunst, Lyrik und Theater über Klassik, Rock und Hip-Hop bis zu Film,
Kabarett, Führungen und Lesungen angeboten. Mehr Informationen zu diesem
kulturellen Integrationsprojekt unter: www.kültürtage-augsburg.de
Positionen
![]() 01.Oktober /
15 namhafte Künstler haben sich zu »Positionen«, einer Gruppenausstellung
in der Toskanischen Säulenhalle, zusammengefunden, um gemeinsam
ihre Arbeiten zu präsentieren. Die ausstellenden Künstlerinnen und
Künstler sind: Clemens Brocker, Andreas Decke, Burga Endhardt, Gabriele
Fischer, Ingrid Olga Fischer, Brigitte Heintze, Stephan Juttner (Foto), Georg
Kleber, Friederike Klotz, Anda Manea, Wolfgang Mennel, Bea Schmucker,
Jeannette Scheidle, Jo Thoma, Felix Weinold.
Die Schau läuft von 9. bis 31. Oktober täglich außer montags. C’era una volta … – Es war einmal …
Sonja Fischer erzählt bayerisch-italienische Märchen
![]() 24. September /
Bayerisch-italienische Märchen mit demselben Ursprung erzählt Sonja Fischer
im Maximilianmuseum. Das Märchenzelt ist am 2. Oktober von 16 bis 18 Uhr
dort zu Gast. Kurz vor Ende der dort gezeigten Landesausstellung »Bayern – Italien.
Künstlich auf Welsch und Deutsch« dürfen Kinder und Eltern, Omas und
Opas, kurz: alle, die gern Märchen hören, ins Atelier von da Vinci und Dürer
spitzeln. Oma und la nonna erzählen dort das gleiche Märchen, und doch kennen
wir es hier anders als unsere Nachbarn in Italien. Dazu fi nden eine Eis- und
eine Zwetschgendatschi-Verkostung statt.
www.hdbg.de
Zusammenschau
Ester Balás' Installation "Aufforderung zum Tanz" auf dem Elias-Holl-Platz.
![]() 24. September /
Annette Urban und Wolfgang Reichert präsentieren bis zum 30. Oktober in
und vor den Räumen ihrer Ecke Galerie am Elias Holl Platz das Projekt
»Zusammenschau« der Künstlerinnen ESTHER BALÁZS und SILVIA RIED.
Neben der Schau in den Ecke-Räumen beherbergt der Platz hinter dem
Rathaus während dieser Zeit Ester BALÁZS Installation »Aufforderung zum
Tanz«. Dieser Aufforderung kommt am 24. Oktober die Performance-Künstlerin
Anne Balázs nach. Wir sind gespannt.
www.ecke-galerie.de Tierisches im Eukitea
Theaterhaus in Diedorf startet mit Giraffe in neue Spielzeit
![]() 24. September/
Das Theaterhaus Eukitea in Diedorf startete Ende September mit der poetischen
Tanztheaterinszenierung »GiraffenSicht« (ab 6 Jahre) in die neue Spielzeit. Darin
geht es um eine kleine Giraffe, die ihre Herde verloren hat und sich bei ihrer
Suche quer durch die Savanne mit einem Affen anfreundet, der in einer sonderbaren
Spiel-, Schlaf- und Wohnwelt lebt. Am 28. November kommt mit dem
»Gestiefelten Kater« das nächste tierische Stück zur Premiere. Die frei nach den
Brüdern Grimm erzählte Geschichte ist für Kinder ab 4 Jahren geeignet und
passt besonders gut in die Winter- und Weihnachtszeit.
www.eukitea.de Hereinspaziert
Mit mehr als 20 Premieren und einigen offenen Raumfragen geht das Theater Augsburg 2010/2011 an
seine Grenzen – freuen Sie sich darauf!
24.September/
Die neue Spielzeit beginnt für das Theater Augsburg so, wie sich die letzte verabschiedet hat: mit einem
tollen Programm und vielen offenen Fragen in puncto neue Spielstätte. Hatte Kulturreferent Peter Grab
noch vor Wochen die Eröffnung des Containerbaus als Interimsspielstätte für Anfang 2011 verkündet,
ist die Katze nun aus dem Sack: Die Finanzierung des Projekts ist noch immer nicht gesichert, der Termin
für den Baubeginn steht in den Sternen, und hätten die Verantwortlichen am Kennedyplatz blind
auf die Worte Grabs vertraut, würden 2011 die Vorstellungen gleich reihenweise platzen. Stattdessen
müssen jetzt im Spielplan nur einige Ortsangaben geändert werden, denn das Theater hat die Raumfrage
selbst in die Hand genommen und Ersatzspielstätten gefunden, beispielsweise in den ehemaligen
Fertigungshallen von Dierig im Stadtteil Pfersee. Dort feierte auch schon vor einem Jahr das Erfolgsstück
»Die Weber von Augsburg« Premiere. Allerdings kommen die Ausweichspielstätten das Theater teuer zu
stehen. Geringere Sitzplatzkapazitäten und damit sinkende Einnahmen bei gleichzeitig höheren Personal-
und Produktionskosten durch die weiten Wege zum Stammhaus werden am engen Etat nagen.
![]() Neuzugänge im Ballettensemble: Von links nach rechts: Raphael Saada, Yvonne Compana Martos, Alfonso Linares, Valentin Braun, Kelly Jane Tipton, Riccardo de Nigris, Nathan Griswold und Alisha Coon – Foto: Nik Schölzel Die Folgen können sich bitter auf die Schlagkraft des Hauses auswirken und damit auf die gesamte Region. Das Dreispartenhaus ist nämlich nicht nur eine Institution zur Aufbewahrung und Reproduktion eines wichtigen Teils unseres kulturellen Erbes, es hat sich gleichzeitig als Pulsgeber für neue Strömungen in der Kunst und unersetzlicher Partner für Kreative auch ohne engeren Bezug zu Oper, Ballett oder Schauspiel positioniert. Außerdem erfüllt es heute einen weiteren Auftrag, der zwar nirgendwo formuliert ist und für den es auch keine extra Fördermittel gibt, der aber gerade in Zeiten unsäglicher Sarrazin-Debatten unschätzbar wichtig ist: Das Theater dient als Modell, wie in unserer Gesellschaft Menschen aus allen Teilen dieser Welt friedlich zusammenlebend erfolgreich an einem gemeinsamen Ziel arbeiten können. Dieses Selbstverständnis und das damit verbundene Bekenntnis zur Toleranz hat im Haus am Kennedyplatz Tradition und damit Vorbildcharakter. Ein guter Beleg für diese Weltoffenheit sind die acht Neuverpflichtungen im Ballettensemble. Neben einem Augsburger können wir Künstler aus den USA, Australien, Spanien und Italien in der wohl schönsten, mit Sicherheit jedoch elegantesten Multikulti-Truppe der Region begrüßen. Also sagen wir welcome, bienvenido, benvenuto und hereinspaziert! www.theater.augsburg.de Große Shows auf kleinen Bühnen
Die Stars der Kabarett-Szene geben sich in Augsburg die Klinke
in die Hand ![]() 17. September /
Mit Ausdauer, Engagement und dem richtigen Riecher haben die Geschäftsführer des Kulturhauses Kresslesmühle Augsburg zu einer Topadresse in Sachen Kabarett, Kleinkunst und Comedy gemacht. Beleg dafür ist auch das seit Mitte September laufende und exquisit zusammengestellte Kabarettherbst Programm. Den Besuchern wird hier urbane Kultur vom noch Geheimtipp Nordkvark (Foto) mit ihrem Lappenmusikal, oder dem bis zum Kassenmagneten Luise Kinseher präsentiert. Mehr als 60 Veranstaltungen stehen bis Ende November auf dem Programm, viele davon werden bis auf den letzten Platz ausverkauft sein. Trotzdem oder gerade deswegen beklagen die Programmmacher die schwierige Raumsituation für ihr Genre in der Stadt. Der ersatzlose Ausfall von Komödie und Kongresshalle bedeutet auch für das Kabarett bittere Einschnitte, weil verschiedene Künstler hier zurzeit nur mit Schwierigkeiten präsentiert werden können. Die Mühle ist mit 130 Plätzen für viele Programme eigentlich zu klein. Es fehlt ein Ort mittlerer Kapazität für rund dreihundert Besucher. Noch können große Namen durch die langen und guten Beziehungen der Veranstalter nach Augsburg gelockt werden. Doch je länger das Raumproblem anhält, desto mehr nimmt auch die Kabaretthochburg Augsburg schaden und das will doch nun wirklich keiner.
www.kresslesmuehle.de Pyro-Games
Die Champions League der Feuerwerkskunst zeigt ihr Können auf dem Flughafen
![]() 17. September /
Glück gehabt: Die bundesweite Tournee des Feuerwerksfestivals »Pyro Games« gastiert auch in Augsburg. Die Veranstaltung
will aber nicht nur ein Spektakel für alle Zuschauer bieten, sondern eine
»Champions League des Feuerwerks« begründen. In Qualifikationsrunden, Gruppenphasen und Finaldurchgängen
wird gemeinsam mit dem Publikum ein Sieger gesucht. Es zählen Originalität und Kreativität, zuletzt aber vor allem
die Meinung der Zuschauer, die per Telefonvoting mitbestimmen dürfen. Dazu gibt es als Abschluss und zur Übergabe
des Siegerpokals eine Lasershow.
www.pyrogames.de Kunstpreis Gersthofen geht nach Japan
![]() 17. September/
Am 16. September wurde der vor 25 Jahren ins Leben gerufene Kunstpreis der Stadt Gersthofen an Karen Irmer
für ihre poetisch, zurückgenommenen schwarzweiß Fotos verliehen. Die junge Künstlerin wurde von der
Juryentscheidung während eines Japanaufenthalts überrascht. Das Preisgeld in Höhe von 2.500 Euro stellte
diesem Jahr zum ersten Mal die VR-Bank Lech-Zusam bereit. Auch dieses Jahr konnten Künstler aus
Gersthofen und der benachbarten Region, sowie solche mit besonderem Bezug zu Gersthofen einreichen. Über
70 Künstler kamen dieser Einladung nach. Einer der bekanntesten Preisträger der letzten Jahre heißt übrigens
Peter Grab. Der in Augsburg zunehmend kalt gestellte Kulturreferent war 1990 Preisträger. Als
Gastredner genoss er das Auditorium in der Nachbarstadt und überraschte die zahlreichen Gäste der
Preisverleihung mit Geschichten aus seinem Lebenslauf.
www.gersthofen.de Neuer Mann beim Modular
Modularfestival ändert nach Ärger hinter den Kulissen Strategie und setzt mit Stefan Sieber als neuen Festivalleiter auf neue Kräfte.
![]() 16.September/kaj
Erst zweimal ging das vom SJR ausgerichtete Modular Festival für Pop- und Jugendkultur über die Bühne und schon ist es reif für einen Strategiewechsel. Kritik am Konzept setzte es vor allem von Seiten der Workshopmacher und Teilnehmer. Sie beklagten fehlenden Respekt für ihre Arbeit von Seiten der Veranstalter und belegten ihre Position mit unzureichenden Präsentationsmöglichkeiten im Festivalkontext. Weiteren Grund zum Ärger, diesmal von Seiten der Besucher, brachten zahlreiche unglückliche Programmüberschneidungen. Vor dem Hintergrund dieser Querelen verabschiedete sich die Kulturpark West gGmbH als Juniorpartner des Festivals. Andere Quellen sagen der KPW wurde abserviert. Diesen Part beansprucht nun das Popbüro. Es wird gemeinsam mit dem SJR zentraler Koordinator des Festivals und bescherte Modular auch gleich grundlegende Änderungen im Konzept.
Gegen die einstige Position des Kulturreferenten Peter Grab wird aus Modular nun doch ein Sommerfestival unter Einbeziehung diverser Operair Lokations in der City. 2011 soll es so dem lahmenden Rahmenprogramm zur Frauenfußball WM an einigen Tagen Sexappeal verleihen. Das sich der SJR damit weitgehend an das vom ihm selbst einst kassierte X-Large Konzept wirder annähert wird kaum jemand bedauern, ebenso die Tatsache, dass der Verband die Programmhoheit bei Modular aus den Händen gibt. An dieser Stelle kommt Stefan Sieber ins Spiel. Als erfolgreicher Musiker und Veranstalter ist er eine gute Wahl für die neu geschaffene Position des Festivalleiters. Seit neuen Jahren ist er neben Tobias Schmid Mastermind des Clubkonzepts automatic music und verfügt über exzellente Kontakte, nicht nur in der Elektroszene. Sein zweites Standbein als Kaufmann, in seinem Fall ohne engere Verflechtungen in Sachen Pop, empfiehlt ihn darüber hinaus als weitgehend unabhängigen Denker, der auch kritische Töne gegenüber der hiesigen Kulturverwaltung anzuschlagen weiß. Diese Fähigkeit hat er auch bei den Diskussionsveranstaltungen im Themenkontext „Kreative Stadt“ gezeigt. Sein Ziel als Modular Festivalleiter ist klar. Er möchte in der Stadt einen Event etablieren, der mit seiner Strahlkraft weit über die Grenzen der Region hinaus wirkt und das nicht nur im Rahmenprogramm von Frauenfußball. Smooth Jazz Festival
Festival internationaler Jazz-Größen gastiert in diesem Jahr im schönen Parktheater
![]() 4. September /
Nach Bregenz und München gastiert das Smooth-Jazz-Festival in diesem Jahr
vom 24. bis 26. September im Parktheater. Am ersten Abend des 3-tätigen
Festivals lassen Rick Braun (Bild) und David Benoit von sich hören. Braun,
Trompeter und Produzent aus den USA, führt nicht nur sein eigenes Label,
sondern hat außerdem Auftritte mit Rod Stewart und Tina Turner absolviert.
Der Komponist und Pianist Benoit hat das Los Angeles Philharmonics
und das London Symphony Orchestra dirigiert. Nach mittlerweile fünf
Grammy-Nominierungen und 25 Soloalben, zeigt er im Parktheater, was an
einem Piano möglich ist.
Am Samstag verbinden die »Akusticos« als Vorgruppe mit viel Leidenschaft Jazz mit lateinamerikanischen Rhythmen. Seit über zehn Jahren machen John Odio und Walter Chepe Blanco ihre Musik in Costa Rica und drüber hinaus. Der Londoner »Shilts«, der ebenfalls am Samstag auftritt, zeigt sein Können am Saxophon. Gespielt hat er schon mit David Bowie, Beyonce und Jamiroquai. Der dritte Star am Samstag ist Chuck Loeb, der seit vier Jahrzehnten im Umkreis von Stan Getz, Jim Hall und Pat Metheny musiziert. Zum Abschluss am Sonntag singt und spielt Joyce Cooling. Zusammen mit Norah Jones und Diana Krall gehört sie zu einer neuen Generation junger Jazzmusikerinnen. www.smoothjazzfestival.de Sinfonische Filmmusik
Das Jugendsinfonieorchester spielt zusammen mit der Gewinnerin des Kulturpreises der Stadt Gersthofen
![]() 4. September /
Beim Konzert des Schwäbischen Jugendsinfonieorchesters am 19. September in der Stadthalle Gersthofen
spielt die Gewinnerin des Kulturpreises der Stadt Gersthofen, Sarah Christian, als Solistin. Sie
trägt das zwischen 1937 und 1945 entstandene Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold vor. Hauptwerk
des Konzertprogramms ist die 8. Symphonie von Antonin Dvorák, die durch ihren Reichtum
an Melodien glänzt.
www.sjso.de Vitalisieren und Beruhigen
H2 eröffnet Herbstsaison mit der Schau MDL 25 von Maik und Dirk Löbbert
![]() 10. September/
Die Decke der Kunsthalle H2 im Glaspalast wird von schlanken, weißen Säulen getragen. Sie teilen den Raum in gleichgroße Einheiten. Darin, dazwischen und rund herum präsentiert Hausherr Thomas Elsen seit Jahren zeitgenössische Künstler. Seit dem 10. September stehen die Säulen selber im Fokus des Geschehens. Auf unterschiedliche Höhe mit schwarzer Farbe bemalt vitalisieren und beruhigen sie die ehemalige Fabrikationshalle zu gleichen Teilen. So befindet zumindest Kurator Elsen, wohl ahnend, dass seinem H2 das Gegenstück zur Beruhigung abgeht. Das mit herrlichem Spieltrieb gesegnete Bruderpaar und Künstlerduo Maik und Dirk Löbbert greift in seiner Arbeit auf Gegebenheiten vor Ort oder Fundstücke zurück, so auch im H2. Außer den dunklen Säulenstümpfen bleibt der Raum leer.
Im Kabinett wird es lebendiger. Hier laufen über 18 Projektionseinheiten Filme und Bilder der Löbberts aus 25 Jahren gemeinsamen Schaffens. Einige der neueren Produktionen sind in und um Augsburg entstanden. Durch weglassen oder zufügen einiger Details entstehen Motive mit Witz und Wirkung. So werden dem Hotelturm einige Etagen luftig entzogen und der Königsplatz generiert zum Kreisverkehr. Ob beabsichtigt oder nicht entstand so ein Beitrag zum Stillstand in der Augsburger Stadtplanung. Ergänzt wird die Jubiläumsausstellung MDL 25 durch Fotografischen Arbeiten der Brüder im Foyer der Stadtsparkassenzentrale an der Halderstraße. Das Geldhaus ist auch Sponsor der sehenswerten Schau. MDL 25 ist bis 27. Februar zu sehen. www.h2-glaspalast.de Volle Kraft voraus
Soundtrain begeistert bei seiner Station in Augsburg und startet neue Spielzeit für Zukunftsmusik
![]() 10. September /
Mehr Musik Soundtrain begeistert bei seiner Station in Augsburg Publikum im ausverkauften tim und startet mit furiosen Darbietungen neue Spielzeit für Zukunftsmusik.
Wir erinnern uns: Sounding d ist ein Klangzug der durch Deutschland tourt und als Teil des Musikprojekts Mehr Musik an 15 Haltestellen neue Klänge präsentiert. Besondere Erfolge kann das Projekt in Augsburg verbuchen. Es war wie in richtigen Leben, wer zu spät kommt verpasst den Zug. So widerfuhr es einigen Fans zeitgenössischer Musik, die sich nicht rechtzeitig um ein Sounding d Ticket für die Konzerte im tim bemühten. Und sie haben einiges verpasst. An sechs Klangstationen erwartete die Besucher des Textilmuseums an diesem Abend Aufregendes in Sachen neuer Musik. Höhepunkt war die Performance des shorfilmlivemusikorchesters, das zu Filmsequenzen aus dem Archivbeständen des tim einen Mix mit Fragmenten neuer Komposition und Freestyle lieferte. Neue Musik funktioniert in Augsburg. Das ist unter anderem Ute Legner zu verdanken, sie ist die lokale Projektleiterin des Bundesprojekts Mehr Musik und damit auch wichtige Bezugsperson für die Szene. Zu diesem Kreis gehören auch die Macher des Projekts Zukunftsmusik um Johannes Gutfleisch. Die von der Theatergemeinde Augsburg unterstützten Konzertreihe ist zwar erst seit 2009 aktiv, präsentierte aber in der vergangenen Spielzeit spektakuläre Aufführungen an ungewöhnlichen aber reizvollen Lokations. So wurde der Zusammenschluss diverser Ensembles, Orchestermusiker und Einzelkämpfer schnell zum neuen Kristallisationspunkt einer lebendigen Szene. Am 25. Oktober ist Zukunftsmusik zum ersten Mal in der Spielzeit 2010/2011 mit dem Programm Der Sommer meines Lebens im Rokokosaal der Regierung von Schwaben zu hören. In Kooperation mit dem Tonkünstlerverband erklingen neue Klavierquintette von Adés, Schulzki und Leistner-Mayer. Am 17. November dockt Zukunftsmusik mit dem Projekt Internationale Klangstation in den Fabrikationshallen von MT Arospace an. 12 Cellisten aus aller Welt spielen dort im Rahmen des Festivals der 1000 Töne u. a. eine Uraufführung von Gordon Kampe. www.mehrmusik-augsburg.de www.zukunftsmusik.de Startschwierigkeiten
Die emsig im Aufbau steckenden Veranstaltungsräume im Erdgeschoss der Ballonfabrik haben den geplanten Start verpasst
![]() 10.September/
Eigentlich sollte es Anfang September mit den ersten Konzerten losgehen, auch um finanziell reinzuholen, was für den offiziellen Start im Oktober noch fehlt. Konzipiert und getragen wird die Verwaltung der Räume im Erdgeschoss des Kreativzentrums Ballonfabrik vom Verein Awaka, einem Zusammenschluss ehrenamtlicher Kulturaktivisten zwischen zwischen 18 und 40. Geplant sind am Ende regelmässige Lesungen, Performances und Konzerte aus dem neuen und alten Underground. Auch unbekannte Bands sollen hier kostengünstig vor Publikum spielen.
Als ich die Räume besichtigen darf, ist der Boden noch übersät mit vielen kleinen Häufchen aus Holz oder Metall. Es steht schon die für den kleinen Raum relativ große Bühne, die Wände strahlen in hellem Orange. An der Wand hinter der Bühne prangt das Logo des Veranstaltungsorts. 120 Quadratmeter hat der Verein insgesamt angemietet. Eigentlich wäre der Plan gewesen die ersten Ausgaben von einigen Tausend Euro mit vorgezogenen Konzerten im September zurück zu verdienen. Der Brandschutz aber hat diese Pläne vereitelt. Jetzt hoffen die Organisatoren auf eine Sondergenehmigung. Dafür war einer Pressemitteilung des Vereins nach ein runder Tisch mit den Vermietern, dem Ordnungsamt und dem Popkulturbeauftragten Richard Goerlich in Planung. Nachdem am Freitag vor einer Woche vom Popkulturbeauftragten ein finanzieller Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro zugesagt werden konnte, kann eine Licht- und Tonanlage gekauft werden. Die letzte große Hürde sei nun die sicherheitstechnische Abnahme der Räume, verlautet der Verein. Take the Sound Train Ein Gastbeitrag von Ute Legner
![]() 27.August/
Ute Legner ist die erste Ansprechpartnerin wenn es bei uns ums Thema neue Musik geht. In einem Gastbeitrag für den a-guide erzält sie von Ihrem Projekt
Mehr Musik und macht neugierig auf den Soundtrain.
Im Spätsommer 2010 rollt ein besonderer Zug durch Deutschland: der Klangzug des Netzwerks Neue Musik. In einer großen spiralförmigen Bewegung fährt er durch das ganze Land und hinterlässt seine Klangspuren in jenen 15 Städten, die seit 2008 Fördermittel der Kulturstiftung des Bundes erhalten, um der zeitgenössischen Musik den Boden zu bereiten. Vom 25. August bis zum 12. September entwirft »sounding D«, so der Titel dieses Zugprojekts, ein klingendes Bild der Neuen Musik in Deutschland und vermittelt über zweieinhalb Wochen täglich neu, dass die Kunstmusik der Gegenwart überall und mittendrin ihren Ort hat. Auch in Augsburg. Hier macht der »sounding D«-Zug am 8. September halt. Denn auch Augsburg hat ein Netzwerk-Neue-Musik-Projekt: MEHR MUSIK! Die Ohren vor Ort zu öffnen und ein Publikum für jene Musik aufzuschließen, die oft als sperrig und schwierig eingeordnet wird, das sind die Aufgaben der Städte, die im Netzwerk Neue Musik zusammengeschlossen sind. Wer kürzlich im Bahnpark saß, im Konzert »Different Trains« Dieselgeruch atmete und die Kompositionen von Michael Gordon oder Steve Reich erlebte, hat die Sperren überwunden. Wer kam, ist aufgesprungen auf den Neue-Musik-Zug – begeistert von den Klängen, die über das Publikum geschüttet wurden, mitgerissen von der Atmosphäre, angesteckt vom Elan der Musikerinnen und Musiker. Kühlrippenmessluftschnüffelleuchtstofforgel. Der Klang der Stadt. Vivaldi ge-loop-t. Zündendes Streichorchester. The Sounds of Kulturpark West. HörHülle. Pfeifkonzert. Mehrgangschaltung. Hörspaziergang. Hunderte junger Augsburgerinnen und Augsburger – Schülerinnen und Schüler von der Förderschule bis hin zum Gymnasium, Azubis, Studierende des Leopold-Mozart-Zentrums – sind Neuer und experimenteller Musik in der Zwischenzeit in den Workshops, Klubs und Ensemble-Projekten von MEHR MUSIK! begegnet. Sie haben eigene Stücke komponiert. Sie trafen mit bekannten zeitgenössischen Komponisten wie Gerhard Stäbler oder Juliane Klein zusammen; sie standen in den von MEHR MUSIK! organisierten Konzerten auf der Bühne. Lehrerinnen und Lehrer aus der gesamten Region kommen mittlerweile zu den »Kreativen Klangexperimenten im Klassenzimmer«. Das Staatliche Schulamt und die Regierung von Schwaben unterstützen diese Fortbildungsreihe, in der MEHR MUSIK! den Lehrkräften Ideen anbietet, wie zeitgenössische und/oder experimentelle Musik im Unterricht lebendig vermittelt werden können. International bekannte Ensembles wie das Muziektheater Transparant, das Quartet New Generation oder der via-nova-chor waren auf Einladung von MEHR MUSIK! in Augsburg zu Gast, um mit jungen Menschen zu arbeiten, zu musizieren, zu konzertieren. Im April 2010 stemmten knapp 180 Kinder und Jugendliche zusammen mit MEHR MUSIK! vor einem verblüfften und staunenden Publikum das Opernprojekt »Die Abenteuer von Tom Dumm«. Eine Uraufführung dreier junger Komponisten an drei so unterschiedlichen Orten wie der Disco Kantine, dem ehemaligen Armeekino Reese-Theater und der Kradhalle im Kulturpark West – ein solches Projekt hat es in Augsburg und auch sonst wo nie zuvor gegeben. Als das kleine MEHR MUSIK!-Büro vor etwa zwei Jahren seine Arbeit im Kulturpark West aufnahm, hätte niemand gedacht, dass sich all dies aus dieser kleinen Neue-Musik-Keimzelle entwickeln würde. Intendantin Juliane Votteler hatte zu Beginn ihrer Zeit in Augsburg die Bewerbung um die Bundesgelder initiiert und die Stadt, allen voran die damalige Kulturreferentin Leipprand, ebenso wie die Stadtsparkasse Augsburg davon überzeugt, dass das Augsburger Kulturleben durch ein Engagement für die Neue Musik eine neue, spannende Facette dazugewinnen würde. Stadt und Stadtsparkasse zogen mit, die Freude war groß, als die Kulturstiftung des Bundes Augsburg den Zuschlag gab. Die Skepsis innerhalb der Augsburger Kulturlandschaft war jedoch umso größer. Augsburg und Neue Musik? Warum? Warum Geld für »so was«? Und das in diesen Zeiten! Diese Fragen stellt heute niemand mehr. Neue Musik gehört dazu. Sie irritiert und begeistert – wie das MEHR MUSIK!-Ensemble, das inmitten des Noise-Festivals auf dem diesjährigen Modularfestival urplötzlich leise, unverstärkte Töne auf Orchesterinstrumenten anschlug. Oder das Shortfilmlivemusicorchestra, das zusammen mit der Uni-Big Band Augsburg bei Brecht 2010 live improvisierte Filmmusik zu Kurzfilmen bot – ein Projekt übrigens, das MEHR MUSIK! zusammen mit dem Büro für Popkultur realisierte. Das Popbüro ist einer der mittlerweile 16 regionalen Netzwerkpartner von MEHR MUSIK!. Denn genauso, wie MEHR MUSIK! mit den anderen 14 Städten des Netzwerks Neue Musik verbunden ist, hat sich auch hier in der Stadt ein Netzwerk gebildet, in dem so unterschiedliche Partner wie der Tonkünstlerverband Augsburg-Schwaben e.V. und die echokammer, die Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg und das lab.30, das tim, das Festival der 1000 Töne oder die Augsburger Schulen zusammenwirken. Der Offenheit und Experimentierfreude einiger Augsburger Lehrkräfte und Schulleitungen, dem positiven Klima, das das Theater Augsburg mit Juliane Votteler, Ralf Waldschmidt und Dirk Kaftan der Neuen Musik bereitet, und dem Mut und Willen einer kleinen Gruppe Augsburger Musikerinnen und Musiker, den »Zukunft(s)musikern«, ist es zuzuschreiben, dass die Keimzelle MEHR MUSIK! so viele experimentelle Blüten treiben konnte. Erste Sponsoren – neben der Stadtsparkasse sind dies die LEW und die Schwaba – unterstützen mit ihren Mitteln diesen Nährboden und die Entwicklungen lassen darauf hoffen, das Augsburg auch nach 2011, wenn die Bundesförderung ausläuft, die Neue Musik in der Kulturlandschaft nicht verdorren lässt. Und die Hoffnung scheint berechtigt. Kulturreferent Peter Grab begleitet das Projekt von Anbeginn und zeigte sich mehrfach über Arbeit und Ergebnisse von MEHR MUSIK! begeistert. Seinen Zielen der Jugendkulturarbeit und vor allem seinem Credo »Kultur für alle« wird dieses Projekt mehr als gerecht. Der New Music Train in Augsburg hat auf jeden Fall volle Fahrt aufgenommen. MEHR MUSIK! wird gefördert durch das Netzwerk Neue Musik, ein Förderprojekt der Kulturstiftung des Bundes, die Stadt Augsburg & die Stadtsparkasse Augsburg. MEHR MUSIK! ist ein Projekt des Theaters Augsburg. Tief im Süden
Eine alpine Wanderung im Allgäu mit unserem Naturfreund und Bergredakteur Holger Kannler
![]() 06. August /
Im Allgäu einen richtig hohen Berg zu finden, auf den ein schöner Wanderweg führt, ist in etwa so schwer, wie in einer Stadt den nächsten Friseur ausfindig
zu machen. Die Frage, die sich in beiden Fällen bei der Auswahl stellt, ist jedoch ungefähr dieselbe: Welcher passt zu mir und meinen Erwartungen?
Zumindest bei den Bergen kann man einmal davon ausgehen, dass viele Ziele die Anstrengungen lohnen und ein tolles Naturerlebnis nebst grandioser Aussicht bieten. Wir haben nach einem einzigartigen Kriterium gesucht und deshalb unter den Bergen des Allgäus den südlichsten Gipfel im Hauptkamm ausgewählt: den Biberkopf. Über seine Höhe variieren die Angaben: 2.599 m in der Karte des Deutschen Alpenvereins, bei den österreichischen Kollegen werden die 2.600 voll. So oder so, es reicht allemal zu Platz zehn in der Gipfeltabelle. Nur 58 Höhenmeter beträgt der Rückstand auf den Großen Krottenkopf, den »absoluten« Berg in den Allgäuer Alpen. Anders als ein Gang zum Friseur, um beim Vergleich zu bleiben, bedarf ein »Gipfelsturm« einiger Vorbereitung. Kernpunkt dabei ist die Frage: Wie gut bin ich konditionell in Schuss und wie weit reichen Schwindelfreiheit und Trittsicherheit? Wir haben eine Tour ausgesucht, die über fest angelegte und gut markierte Wege führt und an den kritischen Stellen über Seilsicherungen verfügt. Der Biberkopf ist keine Kletterpartie, verlangt aber auch bei guten Verhältnissen einen sicheren Tritt und Schwindelfreiheit. Ansonsten genügt die übliche Ausrüstung für Wanderungen im Hochgebirge. Den Biberkopf als Eintagestour zu machen, ist für konditionsstarke und ambitionierte Sportler durchaus möglich. Zumal man einen Teil gut mit dem Rad absolvieren kann. Allerdings versäumt man dann auf der Gipfelhatz wohl vieles von der schönen Natur und der Reiz, sich einem Berg langsam zu nähern, ihn Schritt für Schritt kennenzulernen, bleibt dabei weitgehend auf der Strecke. Eine Übernachtung auf der Rappenseehütte bietet sich an, denn so kann man die Tour genießen und auch als Runde anlegen. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann natürlich noch die anderen Gipfel in der Umgebung der Hütte erkunden und für den gehobenen Anspruch gibt es noch den bekannten und beliebten Heilbronner Weg. Man wird also wohl nicht alleine sein auf seinem Weg. Der beginnt in Oberstdorf/Faistenoy am Parkplatz der Fellhornbahn. Ein breiter Fahrweg, der sanft ansteigt, bringt uns, vorbei an wunderschönen Wiesen und einigen einladenden Gastgärten, über Birgsau nach Einödsbach. Hier sind die ersten eineinhalb Stunden bereits vergangen und hinter dem Gasthof zweigt der eigentliche Anstieg zur Rappenseehütte ab, der gleich mit einer schönen Bachüberquerung beginnt. Über Wiesen und Almengelände gewinnt man sanft, aber stetig an Höhe. Spätestens hier findet man seinen Tritt und das passende Tempo. Das Gute an dieser Aufstiegsvariante ist die Drittelung des Weges durch angenehme Rastmöglichkeiten. Die Petersalpe wird nach gut einer Stunde erreicht und ist die ideale Station für eine erste Pause. Auch wenn niemand da ist, gibt es kalte Getränke: Sie liegen im Brunnen vor der Alm, man vertraut hier auf ehrliche Bezahlung. Ein Stück heile Bergwelt? Nicht jeder Wanderer ist Purist Unser Weg führt uns weiter bergan durch relativ einfaches Gelände, nicht zu steil und mit einem herrlichen Ausblick auf die gegenüberliegenden Schafalpenköpfe. Man kann den bekannten Mindelheimer Klettersteig über diese Gipfel fast erahnen. Nach guten 1,5 Stunden kündigen Weidezäune die Enzianhütte an. Auf den ersten Blick noch ganz Hütte, erwartet uns Ungewöhnliches für diese Höhe: Ein Wellnessbereich mit Whirlpool samt Bergpanorama, ein Restaurant und moderne Tagungsräume passen eher zu einem Hotel als zu einer Hütte. Vergangenes Jahr schaffte es die Enzianhütte sogar in den »Feinschmecker«. Nicht jeder Wanderer ist Purist. Wir ziehen weiter und erreichen schon nach einer die Rappenseehütte. Aufgrund ihrer Beliebtheit ist sie sehr geräumig gehalten und weil es nicht so voll ist, haben wir bei der abendlichen Lagervergabe sogar die Wahl zwischen Wand- oder Fensterplatz. Die Organisation passt, die Einrichtung (Dusche, Betten, Trockenraum) lässt für den Wanderer kaum Wünsche offen und die Leute sind trotz des großen Andrangs angenehm freundlich. Was man nicht von allen populären Hütten behaupten kann. Auf den Tisch kommen verstärkt Produkte aus der Region (»So schmecken die Berge«) und der Koch versteht sein Handwerk. Es lohnt sich, hier Station zu machen und die Nacht zu verbringen. Gleich hinter der Hütte treffen wir auf Murmeltiere, die sich offensichtlich schon an die Besucher gewöhnt haben und den »Sicherheitsabstand« gering halten. Auf unserem Weg zum Biberkopf zeigt sich im Rappenseekar (2.320 m) zum ersten Mal das fantastische Panorama der Zentralalpen mit den Lechtaler Alpen im Vordergrund. Auch der Biberkopf selbst ist nun zu sehen und begleitet uns auf dem schönen Weg den Grat entlang. Mit einem kurzen Abstieg verabschieden wir uns von diesem Panorama und der Anstieg zu unserem Gipfel beginnt. Allerdings müssen wir den gesamten Berg mit nur wenig Höhengewinn »umrunden«, um zum finalen, seilgesicherten Anstieg und schließlich zum Gipfelkreuz zu gelangen. Ein grandioser Blick nach allen Seiten macht die Anstrengungen vergessen. Auf unserem Weg zurück zur Hütte lassen uns ein paar junge Steinböcke ziemlich nahe kommen, ehe sie weitersteigen. Mit dem Hochrappenkopf (2.423 m) und dem Rappenseekopf (2.467 m) kann man übrigens mit wenig Anstrengung sein Gipfelbuch weiter füllen. Für den endgültigen Abstieg ins Tal empfiehlt sich dann die Alternativroute über die Schwarze Hütte. Wer die Wahl hat, sollte die Tour unter der Woche planen. So kann man die Ruhe der Bergwelt ganz im Süden noch besser genießen als an den Wochenenden, gerade auch wenn diese in die Ferienzeit fallen. Die Route in Stichpunkten: Parkplatz Faistenoy – Birgsau – Einödsbach – Petersalpe – Enzianhütte – Rappenseehütte – Biberkopf – Abstieg über Schwarze Hütte – Rappenalpenbachtal – Birgsau www.rappenseehuette.de www.enzianhuette-oberstdorf.de www.einoedsbach.de www.natur-schutz-stiftung.de Die Milch macht’s – aber nicht mehr lange
Allgäuer Bergbauernkultur im Wandel
Eine Nahaufnahme von Holger Kannler 06. August /
Bergbauer: laut Brüsseler Definition ein Betrieb, der in »Berggebieten« mindestens
drei Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftet.
Grüne Wiesen, auf denen sich Kräuter und Wildblumen sanft im Wind wiegen. Zufriedene Kühe, die sich genussvoll an diesem Naturkraftfutter bedienen und von einem älteren Herrn mit Rauschebart, wettergegerbtem Gesicht und Filzhut liebevoll gekrault werden. Idylle pur. Solche oder ähnliche Klischees stellen sich wohl ein, wenn man an die Arbeit eines Bergbauern denkt. Da mischen sich die Bilder aus der Werbung mit der heilen Fernsehwelt der Hansi-Hinterseer-Fraktion und den eigenen Eindrücken von der letzten Wandertour. Die Realität sieht anders aus, auch auf den Alpen bei den Allgäuer Bergbauern (der Allgäuer sagt »Alp« – »Alm« ist hier eher ein Schimpfwort). Die Politik der Brüsseler Bauernbürokraten und die knallharte Kalkulation der Großkonzerne setzen ihnen die Daumenschrauben an. Vielerorts dient die Alpwirtschaft mehr der Landschaftspflege als dem Broterwerb. Um leben zu können, sind viele Bauern auf Einnahmen aus Tourismus oder Gastronomie angewiesen. Da helfen dann doch wieder die romantischen Bilder von einer heilen Bergwelt samt glücklichen Kühen und grüner Alpwirtschaft. Die Land- und Milchwirtschaft ernährt immer weniger Menschen, und dabei war sie einst verantwortlich für den wirtschaftlichen Aufstieg eines verarmten Allgäus. Vom »blauen« zum »grünen Allgäu« Noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war das Allgäu ein großer Produzent von Flachs, dem Rohstoff für die damalige Textilindustrie (natürlich auch für die Fabriken in Augsburg). Das Blau der Flachsblüten war die dominierende Farbe auf den Feldern im Allgäu. Die Milchwirtschaft gab es nur im Kleinen und die Bauern verarbeiteten ihre Milch zu Käse, überwiegend für den Eigenbedarf. Doch mit der stetig wachsenden Einfuhr von Baumwolle, vor allem aus Amerika, verlor der Flachs zunehmend an Bedeutung und den Bauern im Allgäu schwand ihre wichtigste Einnahmequelle und Existenzgrundlage. Man war also gezwungen, neue Wege zu gehen, wollte man nicht verhungern. Die Rettung kam aus der Schweiz. Dort war es gelungen, große, haltbare und somit auch sehr gut handelbare Käselaibe zu produzieren. Die Allgäuer versuchten zunächst die eidgenössischen Erfolge zu kopieren, allerdings mit nur mäßigem Erfolg, und so holte man Senner aus der Schweiz, die um 1820 herum begannen, im Allgäu ihren Käse Emmentaler Art herzustellen. Aus dem anfänglichen Exotentum (einige Bauern präsentierten ihre Käselaibe sogar gegen Eintritt) erwuchs rasch eine neue, florierende Einnahmequelle. Diese neue Käseproduktion wurde konsequent ausgebaut (aus Holland warb man Senner an, die ihren Romadur und Limburger »mitbrachten«) und die dafür benötigten großen Milchmengen führten dazu, dass nicht mehr jeder Bauer selbst Käse produzieren konnte. In den Dörfern entstanden genossenschaftliche Sennereien, die Eisenbahn sorgte für den Transport in die rasant wachsenden Städte und aus dem ärmlichen Landstrich wurde eine wirtschaftlich gestärkte Gegend. Das »blaue Allgäu« des Flachses wurde zum »grünen Allgäu« der Milchwirtschaft. Noch heute kommen rund 70 % der deutschen Emmentalerproduktion aus dem Allgäu. Berggebiet: laut Brüsseler Definition ein Gebiet, das über 800 m über NN liegt oder dessen Wirtschaftsfläche zu mindestens 50 % bei einer Mindesthangneigung von 18 % zwischen 600 und 800 m Höhe liegt Die meisten Alpen wurden damals wie heute als »Galtalpen« genutzt, auf denen überwiegend Jungvieh (allgäuerisch: »Schumpen«), das keine oder nur wenig Milch produziert, für den Sommer untergebracht wird. Auch wenn man heute über geländegängige Fahrzeuge und ein Netz gut ausgebauter Forstwege verfügt, rechnet sich die Milchwirtschaft an abgelegenen Orten kaum. Meist sind die Kosten für Transport, Logistik und Maschinenpark für eine marktfähige Milch- und Käseproduktion zu hoch. Dass heute in jedem Supermarkt original Bergbauernmilch und Bergbauernbutter zu haben sind, liegt an der Brüsseler Agrarpolitik. Betriebe über 800 m über NN arbeiten im »Berggebiet« (zum Vergleich: Füssen liegt knapp darunter, Marktoberdorf auf 758 m und Oberstdorf auf 815 m). Im gesamten Alpenraum gibt es etwa 500.000 Kleinbetriebe, die dieses Kriterium erfüllen, die Hälfte davon in Italien. Dieser Zustand erklärt auch die vielen Milchtransporte auf der Brennerautobahn. Es rentiert sich, die gute Bergbauernmilch auch über weitere Strecken zu transportieren. Die Bauern im Gebirge haben davon am wenigsten. Trotz der Subventionen aus Brüssel, die einen Ausgleich für die erschwerte Arbeit in Höhen- und Hanglagen sein sollen, kommen immer weniger Bergbauern über die Runden. Die CIPRA, eine Art internationale Alpenschutzkommission, warnt deshalb vor einem Aussterben der Bergbauern. Schon heute sind zwei von drei Betrieben keine Vollerwerbslandwirtschaften mehr und sind dringend auf Nebeneinkünfte angewiesen. Jährlich schließen 1,5 % der Höfe und europaweit sind in den Alpen zwei Drittel der Bauern älter als 45 Jahre. Die Nachfolge ist oftmals nicht gesichert, weil dem Nachwuchs die wirtschaftliche Perspektive fehlt. In Italien und Frankreich gibt es bereits Bergtäler, die nahezu unbewohnt sind. Dieser Verlust an Kultur und Kulturlandschaften lässt sich nicht in Euro ausdrücken. Wege aus der Sackgasse In einem globalisierten und immer stärker durchrationalisierten Agrarmarkt kann die teure und aufwendige Milchproduktion in Steil- und Hochlagen nur in Nischen bestehen. Um erfolgreich zu wirtschaften, müssen die Bergbauern noch viel stärker auf Qualität, Spezialisierung und den direkten Bezug zu ihrer Region setzen: regional produzieren, regional veredeln, regional verkaufen. Es gibt bereits Initiativen, die diesen Weg unterstützen, wie etwa »So schmecken die Berge«, bei der rund 75 Hütten im Alpenraum ihre Gäste so weit wie möglich mit regionalen Produkten bewirten. Am Ende wird aber die Politik entscheiden müssen, ob sie gewillt ist, sich für den Erhalt von wertvollen Kulturlandschaften mit ihrer heutigen Artenvielfalt von Flora und Fauna einzusetzen. Ohne Bergbauern wird es die Berglandschaften, wie wir sie heute kennen und lieben, mit grünen Wiesen und zufriedenen Kühen irgendwann einfach nicht mehr geben. Die natürliche Verbindungsader
zwischen Allgäu und Augsburg
Ein Flussporträt von Jochen Mack
06. August /
Die erste Begegnung des Autors mit dem Lech war wenig erhebend. Beim ersten Halbmarathon einer Sportwarenkette war die Strecke vom Kuhsee zur
MAN-Brücke zurückzulegen. Diese fünf Kilometer zogen sich wie Kaugummi entlang eines monotonen Flussbands, das den Osten Augsburgs in zwei Teile
trennt. Dabei ist der Lech hauptverantwortlich für den wirtschaftlichen und ökologischen Reichtum Augsburgs. Nichts hat die Stadt so geprägt wie dieser
Fluss und gleichzeitig gibt es nur wenige Städte, die ein so liebloses Verhältnis zu »ihrem« Gewässer pflegen wie die Fuggerstädter. Um das Potenzial und die
Bedeutung des Lechs für Augsburg zu erkennen, lohnt ein Blick in die Geschichte.
Wirtschaftliche Bedeutung Zunächst war der Lech die wichtigste Verbindung zwischen Augsburg und dem Allgäu bzw. den Alpen. Bis ins 19. Jahrhundert wurden Holz und andere Güter per Floß von Füssen über Landsberg nach Augsburg und teilweise weiter zur Donau transportiert. Doch das Wasser des Lechs war auch für die aufkommende Textilindustrie Augsburgs enorm wichtig. Vor allem für die Gerbereien und die Färbereien waren die zahlreichen Lechkanäle, die das Alpenwasser in die Stadt brachten, von elementarer Bedeutung. Sehr früh wurde die Wasserkraft auch in elektrische Energie umgewandelt. Die Wasserkraftwerke aus dem frühen 19. Jahrhundert sind zum großen Teil noch in Betrieb und nicht selten Perlen der Industriekultur (siehe auch den Bericht über das Lechmuseum auf Seite 15). Die Lechkanäle im Stadtgebiet haben eine Gesamtlänge von 77,7 Kilometern und Experten streiten sich darüber, ob es in Venedig oder Augsburg mehr Brücken gibt. Kulturhistorische Bedeutung Der Lech prägte durch seinen Lauf und durch seine Dynamik das ganze Tal – er war bis ca. 1900 vor den diversen Begradigungen und Einzwängungen bis zu vier Kilometer breit und bestand aus zahlreichen Rinnsalen, Nebenflüsschen, »Gumpen« (Strudellöchern) sowie Kies- und Sandbänken. Die Lechheiden waren bis 1950 eines der wichtigsten Gebiete für die Wanderschäfer, die bis von der Schwäbischen Alb kamen, um ihre Tiere vor den Toren Augsburgs zu weiden. Ackerbau lohnte sich bis dahin nicht auf dem kiesigen Untergrund. Nicolas Liebig vom Landschaftspflegeverband nennt für 1863 beeindrukkende Zahlen: In diesem Jahr wurden 110 Tonnen Schafwolle auf dem Wollmarkt in Augsburg umgeschlagen. Dafür muss man ca. 55.000 Schafe scheren. Damit trugen die Lechheiden einen großen Teil zur aufblühenden Textilindustrie in Augsburg bei. Nicht nur die Textilindustrie ist in Augsburg fast komplett weggebrochen, auch die Wanderschäfer waren verschwunden. Durch große Anstrengungen des Landschaftspflegeverbands konnten wieder zwei Wanderschäfer gewonnen werden, die mit ihren Schafen die restlichen Lechheiden beweiden. Dafür bekam Augsburg im Jahr 2005 immerhin den Deutschen Landschaftspflegepreis. Ökologische Bedeutung Die Schafbeweidung hat bis heute eine wichtige Funktion für die Erhaltung des Artenreichtums in den Lechauen (übrigens das drittgrößte bayerische Naturschutzgebiet). Zum einen hat sie verhindert, dass Bäume und größere Sträucher wuchsen, zum anderen haben die Schafe aus Geschmacksgründen bestimmte, wertvolle Arten verschmäht. Sie ließen Pflanzen wie den Klebrigen Lein oder den Schwalbenwurzenzian verächtlich stehen, weshalb sich diese gut weiterentwickeln konnten und bis heute existieren. Gerade von diesen Pflanzen sind die weltweit größten Vorkommen im Augsburger Stadtwald zu finden! Überhaupt gilt das Gebiet im Augsburger Stadtwald als eines der artenreichsten Gebiete Mitteleuropas. Nach Ansicht von Herrn Dr. Pfeuffer vom Naturwissenschaftlichen Verein für Schwaben war der Lech auch eine Hauptverkehrsader für Pflanzen und Tiere, die die Alpen und den Jura (also die Schwäbische und die Fränkische Alb) miteinander verband. Bestimmte Pflanzen und Tiere kommen in den Alpen, im Jura und entlang des Lechs vor. Auch hier hat Nicolas Liebig beeindruckende Zahlen parat: Zum Beispiel werden auf der Königsbrunner Heide auf fünf Hektar allein über 500 Pflanzenarten gezählt, darunter sensationelle Raritäten wie etwa die Sumpfgladiole oder der Deutsche Enzian. Um sich eine Vorstellung zu machen: Eine vergleichbare Fläche gilt schon ab 25 bis 30 verschiedenen Pflanzen als »artenreich«. Ökologischer Reichtum in Gefahr Auch ohne aktuelle Pläne für Kraftwerksbauten ist dieser Reichtum schon schwer geschädigt: Die diversen Begradigungen führten zu einer höheren Fließgeschwindigkeit des Flusses, die eine teils dramatische Eintiefung des Lechs zur Folge hatte. Durch ökologisch fragwürdige Bauten wie Sohlschwellen wurde dieser Effekt zwar teilweise verlangsamt, aber beispielsweise auf Kosten einer Durchlässigkeit für Fische. Dazu kamen die zahlreichen Staustufen, bis Augsburg verkraftet der Lech 20 davon, die ihm völlig die Dynamik rauben und die Gefahr der Eintiefung weiter verschärfen, da der Kies als natürliche »Bremse« des Flusses an den Staustufen aufgehalten wird und für teures Geld regelmäßig ausgehoben werden muss. Durch die Eintiefung des Lechs senkt sich parallel der Grundwasserspiegel, was jetzt schon einigen Tier- und Pflanzenarten den Garaus gemacht hat. Ohnehin ist die Heidelandschaft schon dramatisch reduziert – von der einstigen Fläche ist gerade ein Prozent übrig geblieben. Mit der massenhaften Verwendung von Kunstdünger wurde die Bewirtschaftung von Flächen rentabel, die bisher höchstens durch die erwähnten Wanderschäfer genutzt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein großer Teil der Heide zu Ackerflächen oder zu Bauland umgewandelt – auch das nahm dem Lech einen großen Teil seiner Entfaltungsfläche. E.ON lässt nicht locker Vor diesem Hintergrund erscheint es fast schon obszön, dass E.ON tatsächlich ein Wasserkraftwerk mitten im Naturschutzgebiet und mitten in einen Flussabschnitt bauen will, in dem der Lech noch relativ frei fließen kann. Dabei müsste es nach Dr. Pfeuffer, der (natürlich) Mitglied in der Lechallianz ist, gerade in die andere Richtung gehen: »Wir brauchen weniger Querbauwerke und mehr Durchlässigkeit. Wenn E.ON mehr Energie aus Wasserkraft gewinnen will, sollen sie zuerst die restlichen Kraftwerke am Lech optimieren, die teilweise einen verbesserungswürdigen Wirkungsgrad haben. Damit ist mehr zu gewinnen als mit einem vergleichsweise kleinen Werk mitten im Naturschutzgebiet. Ein solches würde aber immensen Schaden anrichten.« Die Naturschützer befürchten eine weitere Eintiefung der Flusssohle und ein damit verbundenes weiteres Artensterben im Augsburger Stadtwald. Das sieht E.ON erwartungsgemäß völlig anders. Der Pressesprecher von E.ON-Wasserkraft, Christian Orschler, hält die Eingriffe in den Lech für vertretbar, da sich an der Stelle, an der das Kraftwerk geplant ist, sowieso schon eine Sohlschwelle mit Stützmauern von knapp sieben Metern Höhe befindet. Der jetzt bereits vorhandene Staueffekt würde für die Gewinnung von Strom für 8.000 Haushalte genutzt (E.ON rechnet mit einem Ertrag von 28 Millionen Kilowattstunden pro Jahr). Dazu müsste lediglich ein kleines Gebäude und keine zusätzliche Querverbauung errichtet werden. E.ON erhofft sich von einem zu erstellenden Umgehungsbach sogar positive Effekte für den Artenschutz, da ein solcher derzeit nicht vorhanden ist. Einer Renaturierung des Lechs steht das Wasserkraftwerk aus Sicht von E.ON nicht entgegen. Ein ausführliches Interview mit Herrn Orschler findet sich übrigens auf www.a-guide.de. Riesiges Potenzial Immerhin hat die Diskussion um das Wasserkraftwerk dazu geführt, dass sich die Bürger ein wenig dessen bewusst wurden, welch großen Schatz sie eigentlich vor der Haustüre haben. Diesen Prozess könnte die Politik noch beschleunigen, wenn sie mehr Möglichkeiten schaffen würde, den Lech erlebbar zu machen. Dabei wird immer wieder auf das in großen Teilen erfolgreiche Projekt »Wertach vital« verwiesen, mit dem es gelungen ist, diesen Fluss wieder zu einem Erlebnisort zu machen. Das schwebt vielen mit der Forderung nach »Lech vital« vor. Schließlich wäre es ja schön, wenn unser Lech eines Tages genauso selbstverständlich integraler Bestandteil des Stadtlebens wäre wie die Donau in Ulm oder die Isar in München. Bis dahin wird aber wohl noch viel Alpenwasser durch Augsburg in die Donau fließen. Lechmuseum Bayern im Wasserkraftwerk Langweid
Ein Museumsführer von Florian Pittroff
![]() 27. August/pif
Ort: Initiator und Betreiber des Lechmuseums Bayern in Langweid – übrigens
ein wunderschöner Klinkerbau – ist die Lechwerke AG (LEW). Seit 1903
sind die Lechwerke als Energieversorgungsunternehmen in Bayern engagiert
und mit der Region tief verbunden. Heute zählen sie zu den bedeutenden
Stromdienstleistungsunternehmen im Süden Deutschlands. Nachdem
die Lechwerke vor einigen Jahren die Turbinen im Maschinenraum
erneuert und Modelle mit höherer Effizienz eingebaut hatten, war Platz
gewonnen und das Unternehmen richtete daraufhin im und um das Kraftwerk
das Lechmuseum ein, das sich mittlerweile großer Beliebtheit erfreut.
Insgesamt 300.000 Euro investierte man in die Realisierung des Projekts.
Vita: Die schnell wachsende Industrie im 19. Jahrhundert verlangte immer mehr Strom für ihre Anlagen. Im Kaiserreich stieg die Zahl der elektrifizierten Betriebe zwischen 1895 und 1907 von 2.000 auf über 70.000. Die Fertigstellung des Kraftwerks fällt ebenfalls auf das Jahr 1907. Und auch ein Jahrhundert später speist es mit neuen Maschinensätzen jährlich 50 Millionen Kilowattstunden in das Versorgungsnetz der Lechwerke ein. Das Wasserkraftwerk Langweid wird von der Bayerischen Elektrizitätswerke GmbH (BEW) betrieben, die ein 100-prozentiges Tochterunternehmen der Augsburger Lechwerke AG ist. Konzept: Auf drei Ebenen des Wasserkraftwerks und im Außenbereich werden der Lech und das Lechtal den Besuchern aus verschiedenen Blickwinkeln nähergebracht. Das Museum ist in vier Hauptbereiche gegliedert. Der Kraftwerkslehrpfad erklärt das Kraftwerk und sein Umfeld an acht Stationen. Im Maschinenraum im Erdgeschoss startet der Turbinenlehrpfad um die begehbare Schauturbine aus dem Jahr 1904. Im ersten Obergeschoss wird der Lech als Naturraum, Wirtschaftsfaktor und Geschichtsschauplatz beschrieben, das Dachgeschoss befasst sich mit den Themen LEW, Wasserkraft, elektrische Energie und alternative Energieformen. Ein 25-minütiger Dokumentarfilm stellt den Lech vom Quellgebiet bis zur Mündung dar – geografisch wie geschichtlich. Service: Besondere Attraktionen sind die trocken gelegte historische Schauturbine, die in zwei Ebenen begehbar ist, und der Nachbau eines historischen Lechfloßes. Darüber hinaus kommen Kinder in den zum Mitmachen animierenden Ausstellungsbereichen voll auf ihre Kosten: Wissensvermittlung mal nicht schulmeisterlich-ernst, sondern spielerisch-interessant! Geöffnet: Jeden ersten Sonntag im Monat von 10 bis 18 Uhr oder im Rahmen von angemeldeten Führungen. Adresse: Wasserkraftwerk Langweid, Lechwerkstraße 19, 86462 Langweid E-Mail lechmuseum@lew.de, Tel. 0821 328-16 58 Der Lech
Ein Flussporträt und zwei kontroverse Interviews zum geplanten Wasserkraftwerk im Stadtwald
![]() 18. August/mak
Die erste Begegnung des Autors mit dem Lech war wenig erhebend. Beim ersten Halbmarathon einer Sportwarenkette war die Strecke vom Kuhsee zur
MAN-Brücke zurückzulegen. Diese fünf Kilometer zogen sich wie Kaugummi entlang eines monotonen Flussbands, das den Osten Augsburgs in zwei Teile
trennt. Dabei ist der Lech hauptverantwortlich für den wirtschaftlichen und ökologischen Reichtum Augsburgs. Nichts hat die Stadt so geprägt wie dieser
Fluss und gleichzeitig gibt es nur wenige Städte, die ein so liebloses Verhältnis zu »ihrem« Gewässer pflegen wie die Fuggerstädter. Um das Potenzial und die
Bedeutung des Lechs für Augsburg zu erkennen, lohnt ein Blick in die Geschichte.
Wirtschaftliche Bedeutung Zunächst war der Lech die wichtigste Verbindung zwischen Augsburg und dem Allgäu bzw. den Alpen. Bis ins 19. Jahrhundert wurden Holz und andere Güter per Floß von Füssen über Landsberg nach Augsburg und teilweise weiter zur Donau transportiert. Doch das Wasser des Lechs war auch für die aufkommende Textilindustrie Augsburgs enorm wichtig. Vor allem für die Gerbereien und die Färbereien waren die zahlreichen Lechkanäle, die das Alpenwasser in die Stadt brachten, von elementarer Bedeutung. Sehr früh wurde die Wasserkraft auch in elektrische Energie umgewandelt. Die Wasserkraftwerke aus dem frühen 19. Jahrhundert sind zum großen Teil noch in Betrieb und nicht selten Perlen der Industriekultur (siehe auch den Bericht über das Lechmuseum auf Seite 15). Die Lechkanäle im Stadtgebiet haben eine Gesamtlänge von 77,7 Kilometern und Experten streiten sich darüber, ob es in Venedig oder Augsburg mehr Brücken gibt. Kulturhistorische Bedeutung Der Lech prägte durch seinen Lauf und durch seine Dynamik das ganze Tal – er war bis ca. 1900 vor den diversen Begradigungen und Einzwängungen bis zu vier Kilometer breit und bestand aus zahlreichen Rinnsalen, Nebenflüsschen, »Gumpen« (Strudellöchern) sowie Kies- und Sandbänken. Die Lechheiden waren bis 1950 eines der wichtigsten Gebiete für die Wanderschäfer, die bis von der Schwäbischen Alb kamen, um ihre Tiere vor den Toren Augsburgs zu weiden. Ackerbau lohnte sich bis dahin nicht auf dem kiesigen Untergrund. Nicolas Liebig vom Landschaftspflegeverband nennt für 1863 beeindrukkende Zahlen: In diesem Jahr wurden 110 Tonnen Schafwolle auf dem Wollmarkt in Augsburg umgeschlagen. Dafür muss man ca. 55.000 Schafe scheren. Damit trugen die Lechheiden einen großen Teil zur aufblühenden Textilindustrie in Augsburg bei. Nicht nur die Textilindustrie ist in Augsburg fast komplett weggebrochen, auch die Wanderschäfer waren verschwunden. Durch große Anstrengungen des Landschaftspflegeverbands konnten wieder zwei Wanderschäfer gewonnen werden, die mit ihren Schafen die restlichen Lechheiden beweiden. Dafür bekam Augsburg im Jahr 2005 immerhin den Deutschen Landschaftspflegepreis. Ökologische Bedeutung Die Schafbeweidung hat bis heute eine wichtige Funktion für die Erhaltung des Artenreichtums in den Lechauen (übrigens das drittgrößte bayerische Naturschutzgebiet). Zum einen hat sie verhindert, dass Bäume und größere Sträucher wuchsen, zum anderen haben die Schafe aus Geschmacksgründen bestimmte, wertvolle Arten verschmäht. Sie ließen Pflanzen wie den Klebrigen Lein oder den Schwalbenwurzenzian verächtlich stehen, weshalb sich diese gut weiterentwickeln konnten und bis heute existieren. Gerade von diesen Pflanzen sind die weltweit größten Vorkommen im Augsburger Stadtwald zu finden! Überhaupt gilt das Gebiet im Augsburger Stadtwald als eines der artenreichsten Gebiete Mitteleuropas. Nach Ansicht von Herrn Dr. Pfeuffer vom Naturwissenschaftlichen Verein für Schwaben war der Lech auch eine Hauptverkehrsader für Pflanzen und Tiere, die die Alpen und den Jura (also die Schwäbische und die Fränkische Alb) miteinander verband. Bestimmte Pflanzen und Tiere kommen in den Alpen, im Jura und entlang des Lechs vor. Auch hier hat Nicolas Liebig beeindruckende Zahlen parat: Zum Beispiel werden auf der Königsbrunner Heide auf fünf Hektar allein über 500 Pflanzenarten gezählt, darunter sensationelle Raritäten wie etwa die Sumpfgladiole oder der Deutsche Enzian. Um sich eine Vorstellung zu machen: Eine vergleichbare Fläche gilt schon ab 25 bis 30 verschiedenen Pflanzen als »artenreich«. Ökologischer Reichtum in Gefahr Auch ohne aktuelle Pläne für Kraftwerksbauten ist dieser Reichtum schon schwer geschädigt: Die diversen Begradigungen führten zu einer höheren Fließgeschwindigkeit des Flusses, die eine teils dramatische Eintiefung des Lechs zur Folge hatte. Durch ökologisch fragwürdige Bauten wie Sohlschwellen wurde dieser Effekt zwar teilweise verlangsamt, aber beispielsweise auf Kosten einer Durchlässigkeit für Fische. Dazu kamen die zahlreichen Staustufen, bis Augsburg verkraftet der Lech 20 davon, die ihm völlig die Dynamik rauben und die Gefahr der Eintiefung weiter verschärfen, da der Kies als natürliche »Bremse« des Flusses an den Staustufen aufgehalten wird und für teures Geld regelmäßig ausgehoben werden muss. Durch die Eintiefung des Lechs senkt sich parallel der Grundwasserspiegel, was jetzt schon einigen Tier- und Pflanzenarten den Garaus gemacht hat. Ohnehin ist die Heidelandschaft schon dramatisch reduziert – von der einstigen Fläche ist gerade ein Prozent übrig geblieben. Mit der massenhaften Verwendung von Kunstdünger wurde die Bewirtschaftung von Flächen rentabel, die bisher höchstens durch die erwähnten Wanderschäfer genutzt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein großer Teil der Heide zu Ackerflächen oder zu Bauland umgewandelt – auch das nahm dem Lech einen großen Teil seiner Entfaltungsfläche. E.ON lässt nicht locker Vor diesem Hintergrund erscheint es fast schon obszön, dass E.ON tatsächlich ein Wasserkraftwerk mitten im Naturschutzgebiet und mitten in einen Flussabschnitt bauen will, in dem der Lech noch relativ frei fließen kann. Dabei müsste es nach Dr. Pfeuffer, der (natürlich) Mitglied in der Lechallianz ist, gerade in die andere Richtung gehen: »Wir brauchen weniger Querbauwerke und mehr Durchlässigkeit. Wenn E.ON mehr Energie aus Wasserkraft gewinnen will, sollen sie zuerst die restlichen Kraftwerke am Lech optimieren, die teilweise einen verbesserungswürdigen Wirkungsgrad haben. Damit ist mehr zu gewinnen als mit einem vergleichsweise kleinen Werk mitten im Naturschutzgebiet. Ein solches würde aber immensen Schaden anrichten.« Die Naturschützer befürchten eine weitere Eintiefung der Flusssohle und ein damit verbundenes weiteres Artensterben im Augsburger Stadtwald. Das sieht E.ON erwartungsgemäß völlig anders. Der Pressesprecher von E.ON-Wasserkraft, Christian Orschler, hält die Eingriffe in den Lech für vertretbar, da sich an der Stelle, an der das Kraftwerk geplant ist, sowieso schon eine Sohlschwelle mit Stützmauern von knapp sieben Metern Höhe befindet. Der jetzt bereits vorhandene Staueffekt würde für die Gewinnung von Strom für 8.000 Haushalte genutzt (E.ON rechnet mit einem Ertrag von 28 Millionen Kilowattstunden pro Jahr). Dazu müsste lediglich ein kleines Gebäude und keine zusätzliche Querverbauung errichtet werden. E.ON erhofft sich von einem zu erstellenden Umgehungsbach sogar positive Effekte für den Artenschutz, da ein solcher derzeit nicht vorhanden ist. Einer Renaturierung des Lechs steht das Wasserkraftwerk aus Sicht von E.ON nicht entgegen. Ein ausführliches Interview mit Herrn Orschler findet sich übrigens auf www.a-guide.de. Riesiges Potenzial Immerhin hat die Diskussion um das Wasserkraftwerk dazu geführt, dass sich die Bürger ein wenig dessen bewusst wurden, welch großen Schatz sie eigentlich vor der Haustüre haben. Diesen Prozess könnte die Politik noch beschleunigen, wenn sie mehr Möglichkeiten schaffen würde, den Lech erlebbar zu machen. Dabei wird immer wieder auf das in großen Teilen erfolgreiche Projekt »Wertach vital« verwiesen, mit dem es gelungen ist, diesen Fluss wieder zu einem Erlebnisort zu machen. Das schwebt vielen mit der Forderung nach »Lech vital« vor. Schließlich wäre es ja schön, wenn unser Lech eines Tages genauso selbstverständlich integraler Bestandteil des Stadtlebens wäre wie die Donau in Ulm oder die Isar in München. Bis dahin wird aber wohl noch viel Alpenwasser durch Augsburg in die Donau fließen. Schwäbische Spannungen
Rachel Rogers und Lars Vogt (Bild) spielen im Rahmen der Mozartiade
![]() 27. August /
In einer Zeit, in der Unerhörtes und neue Instrumente vorrangig im Bereich
elektronischer Musik zu finden sind, geht Wolfgang Lackerschmid einen anderen
Weg hin zu archaischen Klängen und Instrumenten aus Stein. Mit der
Komposition »Steinklang (einer 2000-jährigen Stadt)« schrieb Lackerschmid
für das Instrumentarium Steingong, Steinharfe und Gramorimba eine
musikalische Visitenkarte für Augsburg: eingespielt von Studenten des
Leopold-Mozart-Zentrums, zu hören in den beeindruckenden Räumen des
Römischen Museums, gefördert von der Regio und »Mehr Musik!«. Täglich
um 16 Uhr, außer montags.
www.mehrmusik-augsburg.de Kalle & Co.
Das Museum der Puppenkiste zeigt das unterirdisches Reich von Kalle Wirsch und Monty Spinnerratz
![]() 18. August
Der kleine König Kalle Wirsch, Monty Spinnerratz, der kleine Maulwurf
und andere Bekannte aus der Augsburger Puppenkiste laden in ihre unterirdische
Welt ein. Erdmännchenburgen, rätselhafte Höhlenmalereien von
Steinzeitkindern und Tropfsteine warten darauf, erforscht zu werden. Von
der Entdeckung der Schatzkammer Aladins bis zur Hügellandschaft des
kleinen Maulwurfs wird eine Menge geboten: Archäologie, unterirdische
Höhlen sowie zahlreiche Lebewesen unter der Erde. Noch bis 14. November
im Museum »die Kiste«.
www.augsburger-puppenkiste.de Familienfest
Hüpfburgen, Ponys und die Killerpilze live auf dem Gelände rund ums Gaswerk
![]() 13. August /
Das Gelände des Gaswerks wird am
28. August ab 11 Uhr zum Schauplatz
des Familienfestes »Du bist
uns wichtig!«. Während sich die
Jungen auf einer Hüpfburg austoben
und Ponys reiten, können es sich
die Älteren im idyllischen Biergarten
gemütlich machen. Musikalisches
Highlight für alle Semester sind
die Konzerte der Killerpilze (Bild)
und der Newcomer-Band Sternblut.
www.gaswerk-augsburg.de Plärrertaler
Das brandneue Zahlungsmittel für Schwabens größtes Volksfest
![]() 13. August /
Der Plärrer, das größte Volksfest in Schwaben, zieht mit seinen Attraktionen für die
ganze Familie Besucher aus nah und fern nach Augsburg. Der diesjährige
Sommerplärrer, vom 27. August bis zum 12. September, kann
mit einer ganz besonderen Neuigkeit aufwarten, denn
dort kommt zum ersten Mal der »Karocard-Plärrertaler«
zum Einsatz. Entwickelt wurde der Taler vom Karocard-
Team der Stadtwerke Augsburg gemeinsam mit den Schaustellern des Volks fests, und zwar exklusiv
für die Besitzer der Karocard-Kundenkarte. Diese können im Kundencenter
der Stadtwerke Augsburg – und wirklich nur dort – ihre Plärrertaler
im Wert von jeweils einem Euro zum Preis von jeweils nur 80 Cent
erwerben und sparen so mit jedem Taler 20 Cent bei ihrem Plärrerausfl ug.
Die Taler werden gestaffelt in Mengen von mindestes zehn bis maximal
50 Stück pro Karocard-Kunde abgegeben, solange der Vorrat reicht. Der
Taler wird natürlich von allen Schaustellern und Wirten auf dem Plärrer
akzeptiert. Darüber hinaus gibt es auch wieder zusätzliche Mehrwerte bei
einzelnen Partnern direkt vor Ort. Einfach die Karocard beim Plärrerbummel
dabeihaben und auf die Vorteilsschilder achten.
www.karocard.de Ab in die Bäume
Seltsame Behausungen für Verlorene und Verliebte im Garten des Architekturmuseums
![]() 13. August
In Zusammenarbeit mit dem Architekturmuseum
Schwaben und der Arno-Buchegger-Stiftung veranstaltet
die Künstlervereinigung »Die
Ecke« im Buchegger-Garten hinter
dem Museum die Schau »Ab in die
Bäume«. Noch bis 17. Oktober gibt es
dort Arbeiten des Friedberger Künstlers
Petrus zu sehen: »ver-rückte«
Behausungen für Verlorene und
Verliebte, für Lebende und Tote,
für Vögel und anderes Getier – ungeniert
gezimmert, gehäkelt, geschweißt
und bemalt.
www.architekturmuseum.de/augsburg Versuchsballon Kreativquartier Peter Bommas über Umwidmung der ehemaligen Ballonfabrik in ein neues Kreativzentrum
![]() 13. August
Mit der Umwidmung der ehemaligen Ballonfabrik in ein Kreativzentrum schreiben die Kulturpark-West-Macher Thomas Lindner und Peter Bommas ein neues
und spannendes Kapitel zum Thema »kreative Stadt«
»Creative industries«, »Kreativwirtschaft« und »kreative Klasse« sind gerade in aller Munde, wenn es um Zukunftsperspektiven für Stadtentwicklung und nachhaltige Kulturarbeit geht. Kreative Milieus werden für die lokale Ökonomie, das städtische Image und die Diskussion um zukunftsfähige Potenziale zunehmend interessant, Marketingfachleute sprechen von »sexy«. Und nicht zufällig sind diese Orte der Kreativität bzw. der »Kreativen« städtische Räume, die über Jahrzehnte von der Stadtentwicklung ausgeblendet wurden. Orte der urbanen Brache, von Zwischennutzungsoptionen, von Bauten, die nicht ins Raster der Immobilienverwertung passen. Weitgehend unbemerkt von diesem Diskurs wird in Augsburg nun ein kleiner Schritt in diese Zukunft getan. Ein Industriedenkmal der Vorkriegszeit wird zum Kreativzentrum auf Zeit, weil die Besitzerfamilie und die neuen Pächter mit kreativer Fantasie, viel Goodwill und Engagement, angereichert mit ein bisschen Abenteuerlust, hier ein für Augsburg einmaliges Projekt entwickeln, wohlwollend begleitet von der Verwaltung und der Politik, wie immer in Augsburg kritisch beäugt von Teilen der Szene. Das Produktionsgebäude der ehemaligen Ballonfabrik, gelegen zwischen Wertach und Riedingergelände am Eingang zur Wolfzahnau, wird gerade von der gemeinnützigen Kulturpark West GmbH saniert und zur Nutzung für Kreativbüros, Ateliers, Werkstätten etc. umgebaut. Die mehrstöckige Produktionshalle wird ab Oktober Heimat für Bildhauer, Silberschmiede, Töpferinnen, Maler, Philosophen, Grafiker, Kunstpädagoginnen, Journalisten und andere Kunst- und Kulturakteure. Es entsteht ein selbst verwaltetes soziokulturelles Veranstaltungszentrum, konzipiert und getragen von Awaka e.V., einem Zusammenschluss von studentischen und szenekulturellen Aktivisten und Aktivistinnen mit dem Schwerpunkt auf Lesungen, Performances und Konzerten aus den Bereichen des neuen und des alten Underground. Ein Stockwerk höher ein Kontrastprogramm: die reale Vision eines kreativwirtschaftlichen Pilotprojekts als Kooperation mit dem Popkulturbeauftragten und dem Wirtschaftsreferat. Über eine Ausschreibung mit Jurierung wird eine kreativwirtschaftliche Spielwiese für Start-ups ausgewiesen. Noch eine Etage weiter residieren die Junge Presse Bayern und die Agentur studio a (u.a. Herausgeber des Kulturmagazins a-guide) mit neuen Medienprojekten, ein Tanzstudio und ein Airbrushatelier. Insgesamt knapp 2.000 qm Kreativfläche, die Dinge möglich macht, welche auf den 6.000 qm des ehemaligen Kasernenareals im Kulturpark West wegen baulicher und rechtlicher Einschränkungen nicht realisierbar wären. München kündigt gerade großsprecherisch die beabsichtigte Entwicklung von »10.000 Quadratmetern für die Kunst« als Kreativquartier an. Augsburg hat diese Quartiere schon. Im Fall der Ballonfabrik großflächige, hohe und mit einem Lastenaufzug versehene Arbeitsräume, die Loftatmosphäre in einer »dead end street« bieten, im Blick aus den Fenstern das Naturbiotop Wolfzahnau vor Augen und im Rücken ein volles Haus mit kreativem Milieu. Die an der Austraße im Augsburger Norden entstehende Mischung aus innovativen Ideen, kreativen Nerds, erfahrenen Kunstfreaks, kulturwirtschaftlichen Existenzgründern und soziokultureller Boheme könnte eine weitere kleine Erfolgsgeschichte im Diskurs um die »kreative Stadt« werden. Ein Modell für partizipatives, bürgerschaftliches Engagement und zum wiederholten Mal die ganz praktische Antwort auf die politisch-akademisch gern gestellte Frage: »Wem gehört die Stadt?« Der aktuelle Wasserstand von Roman Fischer, ehemals Augsburger, heute Berliner: am 23. Juli Veröffentlichung seines dritten, selbstbetitelten Albums,
erstmals bei einer großen Plattenfirma (Universal), erstmals mit dem schwedischen Produzenten Patrick Berger, erstmals im ganz großen Pop-Breitwandformat.
Das Video zur Vorabsingle »Into Your Head« hat Kim Frank (Ex-Echt) produziert, Rock am Ring/Rock im Park wurden bespielt und zurzeit heißt die
Hauptbeschäftigung: Interviews geben, im Akkord – zum Beispiel dem a-guide. Wir wollten wissen:
Wie fühlt sich das denn bitte alles an? ![]() 6. August
Ist das nicht ein schwieriger Spagat – Musik machen und dauernd darüber reden?
Als ich vor drei Jahren mit dem Album angefangen habe, dachte ich nicht, dass mal so viele Fragen dazu gestellt werden. Ich hatte nichts zu verlieren, deshalb sind sehr innige Lieder entstanden. Und diese Innigkeit wird nun dutzendfach öffentlich kommentiert. Dem bin ich natürlich ausgesetzt. Ich versuche innerlich immer wieder einen ruhigen Ort anzusteuern, an dem zwar Selbst-Reue herrscht, aber auch Selbst-Verzeihung. Es gibt immer Dinge, die man hätte besser machen können, und man muss verhindern, dass man deswegen emotional durchdreht. Komplett ausblenden lässt sich das aber nicht. Schon mal in einem nervigen Interview patzig geworden? Umso länger man das alles macht, desto mehr Momente gibt es natürlich, wo man sich denkt: Es gibt doch Wichtigeres auf der Welt. Aber solange ich sehe, dass es zu etwas führt, was ich befürworten kann, ist das schon okay. Das ist ja eine Voraussetzung dafür, immer ausgeglichen und präsent zu sein, auch wenn das Gegenteil ab und zu nur menschlich wäre. Ist dir bewusst, dass jedes Interview sehr bald Schnee von gestern ist? (lacht) Das ist das Beruhigende in dieser schnelllebigen Zeit, dass auch Wunden schneller heilen. Der Fokus kann sich so schnell von einem Thema auf das nächste richten. Manchmal ist das ganz gut. Hebst du Zeugnisse deines Musikerlebens auf? Ich sammle eigentlich nicht, außer ich entdecke mal etwas durch Zufall. Was ich habe, versuche ich zu behalten, aber insgesamt bin ich eher so »Let it go«-mäßig … (lacht – so heißt ein Song des Albums) Wie gehst du mit Ratschlägen um, die permanent an dich herangetragen werden? Naja, jeder hat so seine Meinung, oder? (lacht) Die Meinung deines Produzenten hat offenbar gezählt. Weil er sich als der Mensch, der er ist, einen Platz bei mir gesichert hat. Da war schon am ersten Tag so ein Gespür. Pflegst du noch jugendliche Popstarträume? Ich habe viele Träume und versuche auch, sie bewusst zu visualisieren. Dann passieren Dinge wie die schöne Erfahrung bei Rock im Park – und da meine ich die Stimmung an diesem Tag, nicht nur die Zuschauerzahl. Bekommst du auch die hässlichen Seiten des Musikbusiness zu spüren? Alles in allem ist es ein sehr angenehmes Business. Es gibt unangenehme Seiten, aber die gibt es in jeder anderen Branche auch. Dein Videoregisseur Kim Frank könnte sicher mehr über solche Erfahrungen berichten. Ich habe mit ihm nie über die Zeiten gesprochen, als Echt erfolgreich waren. Man lernt sich ja kennen, um zusammen zu arbeiten. Wenn du dich mit »dummen« Leuten auseinandersetzen musst, die gedanklich auf einer ganz anderen Schiene unterwegs sind als du – wie gehst du damit um? Falls eine Aggression aufkommt, versuche ich aus der Anspannung herauszufinden und danach zu visualisieren, was schlecht gelaufen ist. Oft hat es mehr mit der eigenen »Beschränktheit« zu tun. Man kann sich eben schwer vorstellen: In welcher Situation steckt dieser Mensch, was hat er erlebt? Den Begriff »dumm« hätte ich früher vielleicht verwendet. Heute achte ich darauf, ob jemand ein Herz hat und wie groß es ist. Nichtsdestotrotz ist das Herz auch manchmal reserviert. (lacht) Wie schaffst du es, dich immer wieder deinem eigenen Image zu entziehen? Ich habe kein Problem damit, unterschätzt zu werden, und ich habe oft das Gefühl, dass mir Leute wenig zutrauen. Das finde ich reizend, weil es mich innerlich antreibt. Ich bin teilweise anders, als ich mich selbst platziere und auch platziert werde. Ich habe recht spät realisiert, dass es im Musikerleben diesen befreienden Konsens gibt, etwas sein zu dürfen, was man nicht ist. Denkst du viel darüber nach, wer du hinter diesem Image bist? Ich beschäftige mich immer auch mit der Welt abseits der Musik, um eine Relation zu meinem Leben zu finden. Manchmal sind dann plötzlich alle Probleme lächerlich. Aber es gibt diese Ängste, diese Selbstreflexion, diese Gedanken, auch weil die Gesellschaft viele unnötige Ängste streut. In meiner Musik steckt durchaus viel Verzweiflung und ich versuche Leute anzusprechen, die diese Verzweiflung kennen. In einer Firma arbeiten, als eine Nummer unter vielen – kannst du dir das noch vorstellen? Das könnte passieren und ich hoffe, es stimmt, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist. Ich mache ja teilweise nebenher andere Jobs und finde das auch gut. Ich möchte mich in diese Gesellschaft und dieses System so weit wie möglich integrieren, aber ohne mich von ihm versklaven zu lassen. Divine Connections
Eine Ausstellung 16 internationaler Künstler zur Zukunft der Spiritualität
![]() 6. August
Seit 30. Juli und noch bis zum 30. September präsentiert das Kulturamt im
Rahmen des Hohen Friedensfestes die Gruppenausstellung »Divine Connections
«, die zeitgenössische Positionen zur Glaubensvielfalt durchspielt. Im
Fokus stehen das Verhältnis einer globalen Gesellschaft zur Religion und die
Zukunft der Spiritualität. 16 international agierende Künstler und Künstlerinnen
zeigen in ihren Werken persönliche Perspektiven auf verschiedene
Religionen und hinterfragen deren Symbole, Rituale und Figuren.
www.augsburg.de ABBA-Night
![]() 06. August /
Die Freilichtbühne im Herzen der Stadt wird diesen Sommer Heimat
für mehr als nur ein Highlight sein. Einer dieser
schönen Termine ist der von der Coverband
»Waterloo« gestaltete Abend im Zeichen der
Musiklegende Abba. Mit einem reichen Schatz an
Kostümen, Choreografien und Hits sind die Besucher
eingeladen in die Zeit der Plateausohlen
und Glitzeroveralls.
www.kulturgipfel.de La Strada
Das farbenfrohe Fest der Straßenkünstler
aus aller Welt in der Altstadt ![]() 19. juli
Farbenfrohe Abende in der Altstadt
beschert uns auch in diesem Jahr das
Fest der Straßenkünstler La Strada.
Aufgefordert wurden Artisten aus der
ganzen Welt, auf Straßen und Plätzen
ihr unterhaltsames Handwerk zu zeigen.
Besonders ist vor allem die ungezwungene
Atmosphäre des Fests:
kaum eine Darbietung, bei der nicht
ein Zuschauer als Hochradhalter, Fackelzuwerfer
oder Tanzpartner mit
auf die Bühne darf.
23. bis 25. Juli / Altstadt Augsburg www.lastrada-augsburg.de Heldenspektakel
6 Konzerte mit Musikern von internationalem Rang und das vor malerischer Kulisse ![]() 19. juli
Seit nunmehr zwölf Jahren veranstaltet
die Theatergemeinde Augsburg die Open-
Air-Konzerte im Fronhof der Regierung
von Schwaben. Musiker von internationalem
Rang präsentieren vor malerischer
Kulisse im Rahmen von sechs Konzerten
als Schwerpunkt Ouvertüren, Arien und
Sinfonien von Wolfgang Amadeus Mozart.
Auch in diesem Jahr liegt die künstlerische
Leitung beim Ersten Geiger der
Augsburger Philharmoniker Wilhelm F.
Walz. Seit Jahren prägt der beliebte Künstler
die Fronhof-Konzerte und gilt zu Recht
als konstante Größe der erfolgreichen Reihe.
Unter seiner Leitung wird die SUKSymphony
Prag dem Publikum beim Galaabend
am 24. Juli u.a. die Ouvertüre zu
"Don Giovanni" präsentieren.
23. bis 25. Juli / Fronhof Augsburg www.konzerte-im-fronhof.de abraxas-Sommerfest
Sommerlich-fröhlicher Aktionstag zum Saisonabschluss
für die kleinen und noch kleineren Besucher ![]() 14. Juni
Einen sommerlich-fröhlichen Aktionstag zum Saisonabschluss, der die kleinen
und noch kleineren Besucher mit attraktiven Workshops, Kreativwerkstätten
und Spielstationen lockt, versprechen die Verantwortlichen des abraxas. Das
bunte Programm reicht vom Mitmach-Mini-Theaterstück über das Mitgestalten
eines Konzerts bis zum Märchenerzählen in gemütlicher Runde ums knisternde
Feuer. Derweil sind die Großen beim traditionellen Fußballturnier gefragt, können
sich die Ergebnisse des Drucksymposions in der BBK-Galerie anschauen oder
ganz entspannt den Sonnenuntergang genießen. Der Eintritt ist frei.
18. Juli, 13 Uhr / abraxas www.abraxas.augsburg.de Festival der Kulturen
Eine Einladung zu einer interkulturellen Reise
durch die Augsburger Innenstadt ![]() 14. juli -
Inspiriert von den Ideen des Hohen Friedensfests, lädt auch das Festival der Kulturen
zu einer interkulturellen Reise durch die Augsburger Innenstadt ein. Zum
zweiten Mal wird das Festival 2010 als Zusammenarbeit von Migrantenvereinen,
der Werkstatt Solidarische Welt und dem Integrationsbeauftragten der Stadt organisiert.
Angefangen mit dem Karneval der Welten, ist ein breites Angebot zu erwarten:
Neben musikalischen Schwerpunkten wird es Lesungen, Tanz- und Theateraufführungen
geben. Gute Kunst, die die vielkulturelle Wirklichkeit der
Friedensstadt erfahrbar macht. Ein Höhepunkt ist der Auftritt des türkischen
Künstlers Zülfi Livaneli und seiner 15-köpfigen Band am 18. Juli auf dem Rathausplatz.
17. und 18. Juli / Rathausplatz Augsburg www.augsburg.de Jazzsommer
Die 18. Auflage des sommerlichen Jazzvestfivals mit vielen internationalen Größen ![]() 12. juli -
Was Sommerlichkeit und Naturnähe angeht, bietet der
Botanische Garten einen der schönsten Veranstaltungsorte
Augsburgs. Wenn dazu noch wirkliche Größen des
internationalen Jazz-Circus zu Gast sind, bekommt
man es schnell mit einem Sommertraum zu tun. Der
wird im Juli zum 18. Mal wahr, in diesem Jahr u.a. mit
dem in Japan geborenen Fusion-Jazz-Trompeter Tiger
Okoshi, der bulgarischen Violinistin Biliana Voutchkova
und dem Augsburger Vibrafonisten Wolfgang Lackerschmid.
14. Juli bis 15. August / Botanischer Garten www.augsburger-jazzsommer.de A5
"Umbruch.Abbruch.Aufbruch." So lautet das Motto der diesjährigen fünften Architekturwoche ![]() 12. juli
"Umbruch.Abbruch.Aufbruch." - so lautet
das Motto der diesjährigen Architekturwoche
in Augsburg vom 17. bis 23 Juli. Im Fokus
der A5 stehen das Textilviertel und die
Innenstadt, die beide tiefgreifenden Veränderungsprozessen
unterliegen. Diskussionen,
Installationen, Rundgänge, Musik,
Theater und Kunst drehen sich um die Fragen:
Wie gehen wir mit unserer (städte)baulichen Vergangenheit um? Welchen
Weg in die Zukunft wählen wir? Zentraler Veranstaltungsort ist die alte Schlosserei
auf dem Gelände der AKS. Dort wird die Architekturwoche am Samstag, 17. Juli
um 20 Uhr mit der Verleihung des thomaswechspreis 2010 eröffnet. Das vollständige
Programm steht ab Mitte Juni auf der Website der A5. Ein Programmheft ist
in der Ecke-Galerie und vielen Buchhandlungen erhältlich. Veranstalter der Architekturwoche
ist der Bund Deutscher Architekten, Kreisverband Augsburg-Schwaben.
17. bis 23. Juli - Augsburg, Schwerpunkte Textilviertel & Innenstadt www.architekturwoche.org www.a5-augsburg.blogspot.com Heldenspektakel
Uraufführung unter freiem Himmel ![]() 12. juli
Zum dritten Mal schickt Autor und
S'ensemble-Theater-Chef Sebastian Seidl
Theo und Bernhard in den Einsatz.
Nach ihren Erfolgen mit "Der Messias"
und "Hamlet for You" knöpfen sich die
beiden nun die Helden der Literaturund
Filmgeschichte vor. Während Theo
gewissenhaft der Frage nachgeht, ob Siegfried oder Faust wirklich Helden gewesen
waren, interessiert sich Bernhard mehr für Superman, Batman oder Conan,
den Barbaren. Das S'ensemble Theater präsentiert die neue Produktion als Auswärtsspiel
unter freiem Himmel in der Anlage am Jakoberwallturm.
Uraufführung, 17. Juli, 20:30 Uhr, Jakoberwallturm www.sensemble.de Friedberger Zeit
Zehn Tage lang zurück in die goldene Epoche des 18. Jahrhundert ![]() 05. juli
In diesem Sommer findet in der Friedberger
Altstadt bereits zum achten Mal
das Stadtfest "Friedberger Zeit" statt.
Zehn Tage lang versetzen die Bürgerinnen
und Bürger ihre altbairische
Kleinstadt zurück in die goldene Epoche
des 18. Jahrhunderts und hüllen sich in
historische Gewänder. Lassen Sie sich in
die Blütezeit der ehemaligen Uhrmacherstadt
entführen und treffen Sie auf
Handwerker, Soldaten und prachtvoll
gekleidete Bürgerinnen. Es erwartet Sie
ein umfangreiches Angebot an altertümlichen
Waren und zeitgemäße, deftige
Kost. Das abwechslungsreiche Festprogramm
gibt Einblicke in die
Aktivitäten der ehemaligen Handwerkszünfte
und lässt alte Traditionen und
Bräuche erneut aufleben. Bei den Besuchern
besonders beliebt ist die berüchtigte
Bäckertaufe, vollführt von der erbarmungslosen
Stadtwache, bei der die
Angeklagten so lange in eiskaltes Wasser
getaucht werden, bis sie schließlich ihre
Schandtaten gestehen. 9. bis 18. Juli / Altstadt Friedberg www.friedberg.de Schöner Kitsch
Rund 1000 Exponate aus fast 80 deutschen Porzellan-Manunfakturen aus dem 17. und 18 Jhd. ![]() 05. juli
Ein sympathisches Tier: Er ist kompakt, hat kleine Ohren und eine flache
Schnauze - der Mops. Zu Recht wurde er zum Wappentier des Museums Deutscher
Fayencen in Schloss Höchstädt an der Donau, denn so wie der Mops aus
China nach Bayern kam, sind auch die hier gezeigten Fayencen von der chinesischen
Art der Porzellanfertigung inspiriert. Auf der im Frühjahr eröffneten
Dauerausstellung auf Schloss Höchstädt sind rund 1.000 Exponate aus fast 80
deutschen Manufakturen zu sehen. Ergänzend
zu diesem umfangreichen Einblick
in die Keramikkunst des 17. und 18.
Jahrhunderts kommen auch die Fayenciers
selbst zu Wort und berichten über
die Herstellung von Alltagsgeschirr sowie
über die Geschichte kostbarer
Prunkstücke. Außerdem wird am 20.
Juni im Schloss die Ausstellung "Engelskinder
in Schwaben - Die Welt der Putten
" eröffnet, die somit einen weiteren
Einblick in die regionale Keramikkunst
bietet. seit 29. April Museum Deutscher Fayencen / Schloss Höchstädt www.schloss-hoechstaedt.de AfroSommer
Afrikanische Musik und Kultur auf dem Freigelände des Kulturhauses abraxas ![]() 05. juli -
Tauchen Sie ein in die Welt afrikanischer Musik und Kultur.
Auf dem Freigelände des Kulturhauses abraxas findet
auch dieses Jahr wieder das Afrikafestival "Afrosommer"
statt und gewährt spannende Einblicke in die reiche und
exotische Kultur des Kontinents, der in diesem Jahr zum
ersten Mal Gastgeber der Fußball-WM ist. Neben Konzerten
und akrobatischen Tanzvorstellungen bieten afrikanische
Künstler Trommel- und Tanzworkshops für alle
Altersgruppen an. Zusätzlich lädt ein aufgebauter Basar
mit Kunsthandwerk, Schmuck und exotischen Spezialitäten
zum Flanieren und Entdecken ein. 9. bis 11. Juli, 12 Uhr / abraxas www.afrosommer.de Der Vogelhändler
Eine Operette beim Festspielsommer auf
der imposanten Freilichtbühne in Altursried ![]() 05. juli -
Im Rahmen des Operettensommer am
Festspielort Altusried wird auf der imposanten
Freilichtbühne in diesem Sommer
der "Vogelhändler" von Carl Zeller
gezeigt. Gespickt mit allseits bekannten
Melodien, zählt dieses Stück zu den Klassikern
der Operettengeschichte. Die
Handlung ist die einer raffinierten Liebeskomödie: Der Vogelhändler Adam verliebt
sich in die Christel von der Post und sie sich in ihn - und doch geht alles
schief und durcheinander, falsche Grafen und echte Kurfürstinnen inklusive. 16. bis 31. Juli / Freilichtbühne Altusried www.freilichtbuehne-altusried.dee Karl-May-Festspiele
Winnetou und Old Surehand reiten und
kämpfen wieder Recht & Gerechtigkeit ![]() 28. Juni
Erleben Sie, wie Winnetou und Old Surehand bei den Karl-
May-Festspielen in Dasing für Frieden und Gerechtigkeit im
Wilden Westen sorgen. Dieses Jahr wird der Hauptcharakter
Old Surehand von Intendant Fred Rai gespielt, der, nachdem
er in den vergangenen Jahren immer die Rolle des Gegners
verkörperte, nun erstmals in der Rolle des Guten zu sehen ist.
Vorführungen finden jeweils samstags und sonntags statt. 3. Juli bis 19. September / Western-City Dasing www.karlmay-festspiele.de Comedian Harmonists
Nach einem knappen Jahr steht die "erste Boygroup der Welt" wieder auf der Freilichtbühne ![]() 28. Juni
Nur ein knappes Jahr hat es gedauert, nun stehen die Comedian Harmonists nach ihrem großen Erfolg im letzten
Sommer wieder singend und swingend auf der Augsburger Freilichtbühne. Die Inszenierung um die erste
"Boygroup" der Welt begeisterte bereits 2009 viele Tausend Zuschauer. Hits wie "Wochenend und Sonnenschein",
"Veronika, der Lenz ist da!" oder "Ein Freund, ein guter Freund" eroberten Ende der 20er-Jahre die Herzen des
Publikums in ganz Europa. Doch ab 1935 durften die Musiker, die drei "Nichtarier" in ihren Reihen hatten, in
Deutschland nicht mehr auftreten, sie trennten sich. Geblieben sind ihre unsterblichen Lieder, geblieben ist der
Mythos, geblieben ist ihre Geschichte, die auf der Freilichtbühne dank der großartigen Inszenierung des Theaters
Augsburg wieder lebendig wird!
Wiederaufnahme 3. Juli, 20:30 Uhr / Freilichtbühne Augsburg www.theater.augsburg.de Different Trains
Ein Fest der Neuen Musik und gleichzeitig Höhepunkt der innovativen Konzertreihe ![]() 22. Juni
Ein Fest der Neuen Musik und gleichzeitig Höhepunkt der innovativen Konzertreihe
"Zukunft(s)musik" wird dieser besondere Abend in der Dampflokhalle auf
dem Bahnpark. Solisten und Ensembles aus Reihen des Philharmonischen Orchesters
werden verstärkt durch hervorragende Kollegen und wagen sich an höchst
unterschiedliche Beiträge zum Thema "Trains": Michael Gordons "Industry" für
elektrisch verstärktes und verzerrtes Solo-Cello, "Railroad Turnbridge" von Jörg-
Peter Mittmann mit dem gleichnamigen Film von Richard Serra, eine Uraufführung
von Stefan Schulzki sowie den modernen Klassiker "Different Trains" von
Steve Reich. Aber damit nicht genug: Bataillon Modern und Kayfidelity versprechen
einen Jazzbeitrag vom Allerfeinsten zu liefern.
5. Juli, 20 Uhr / Bahnpark www.zukunft-musik.de Aichacher Kulturtage
Drei Tagen Open-Air-Festival "Kultur am Schloss"
im Sisi-Schloss in Unterwittelsbach ![]() 22. Juni
An drei Tagen veranstaltet die Aichacher Kulturszene im Sisi-Schloss in Unterwittelsbach
das Open-Air-Festival "Kultur am Schloss". Ein breit gefächertes Angebot
vereint unterschiedlichste Genres, wie Rock, Klassik und bayerische Blasmusik.
Neben jungen Bands, wie der Münchner Hip-Hop-Formation "Flüsterton", performen
auch einige viel versprechende Nachwuchskünstler aus der Region.
25. bis 27. Juni / Sisi-Schloss Unterwittelsbach www.aichach.de max10
Zwischen Ulrich- und Moritzplatz wird auch dieses Jahr mit viel lebhaftem Partyvolk gefeiert ![]() 22. Juni -
Schwabens größtes Open-Air-Festival
"max10" wird auch in diesem Jahr die
Augsburger Innenstadt zwischen Ulrichs-
und Moritzplatz mit lebhaftem
Partyvolk füllen. Schon in den vergangenen
Jahren begeisterte das Festival
die Besuchermassen aus der gesamten
Region mit seinen Angeboten
an Essen und Trinken sowie diversen
Live-Acts und Shows. Zahlreiche Gastrostände
und mehrere Live-Bühnen
verwandeln die Maxstraße drei Nächte
lang in eine riesige Partymeile und
schaffen ein Event, das viele so schnell
nicht vergessen werden.
24. bis 26. Juni / Augsburg www.cia-augsburg.de Ballett (and more)
Das Parktheater in Göggingen lädt am letzten
Juli-Wochenende zu zwei Familiennachmittagen ![]() 22. Juni -
Ballett (and more) im Park
Das Parktheater in Göggingen lädt am letzten Juli-Wochenende zu zwei Familiennachmittagen
unter dem Motto "Ballett (and more) im Park" ein. Geboten wird ein
abwechslungsreiches Open-Air-Programm mit Vorstellungen des Zirkus Pantomimi,
mehreren Tanzworkshops (Anmeldung vorab im DanceCenter No1) und gastronomischer
Betreuung. Um 18 Uhr führen die Schüler der Tanzschule DanceCenter
No1 die Sommerinszenierung "BallettSommerNachtstraum" auf, die Kinderballett,
Jazz, Musical und Hip-Hop-Elemente verbindet.
24. und 25. Juli, 13:30 Uhr / Parktheater www.parktheater.de Turandot
Premiere von Giacomo Puccinis Meisterwerk auf der Freilichtbühne - Wir verlosen Karten! ![]() 22. Juni
Ende Juni feiert Giacomo Puccinis Meisterwerk von 1926 "Turandot" Premiere
unter freiem Himmel. Drei Rätsel auf Leben und Tod sind zu lösen. Die schöne
und eiskalte Turandot, eine chinesische Prinzessin, stellt alle, die es wagen, um
ihre Hand anzuhalten, vor diese tödlich Prüfung. Prinz Calaf, unsterblich in sie
verliebt, nimmt die lebensgefährliche Herausforderung an - und gewinnt. Er löst
nicht nur tapfer alle ihm aufgegebenen Rätsel, sondern versucht außerdem das
Herz der verbitterten Prinzesin zu erobern und Turandots Hass in Liebe zu verwandeln.
Da Calaf die Liebe Turandots nicht erzwingen will, gibt er ihr selbst ein
Rätsel auf. Er riskiert alles und legt sein Leben in die Hand seiner Angebeteten -
unter der Bedingung, dass sie seinen wahren Namen nennen kann. Eine Geschichte,
wie sie einer Oper angemessen ist: Es geht um nichts weniger als die
Liebe und den Tod, inszeniert mit mächtigen Chorgesängen und Arien. Puccini
zeigt mit diesem seinem letzten Werk, dass er zeitlebens offen und empfänglich
geblieben ist für neuere, moderne Strömungen der klassischen Musik. Seit mehr
als zwei Jahrzehnten war "Turandot" in Augsburg nicht mehr zu hören. Wer will
bei diesem Spektakel noch einmal 20 Jahre warten?
Aber damit nicht genug Freilichtbühne: Das diesjährige Galakonzert wartet mit
einem ganz besonderen Gast auf: Musicalstar Anna Maria Kaufmann, die vor
allem in den Hauptpartien von "Das Phantom der Oper" und "Evita" europaweit
glänzende Erfolge feierte. Gemeinsam mit Solisten des Opernensembles des Theaters
Augsburg wie Seung-Gi Jung, Kerstin Descher und Jan Friedrich Eggers wird
sie Highlights aus der Operngeschichte und dem Musical präsentieren. Unter der
musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Dirk Kaftan wird dieser Konzertabend
am 17. Juli in eine unvergessliche Sommernacht verwandelt!
ab 26. Juni, 20:30 Uhr / Freilichtbühne www.theater.augsburg.de Theaterfestival
Das S'ensemble Theater feiert 10 jähriges Bestehen. Unter anderem mit einem Theaterfestival im Martini Park ![]() 22. Juni
Sein zehnjähriges Bestehen darf das S'ensemble Theater in diesem Jahr feiern.
Eine schöne Möglichkeit, eben dies gemeinsam mit den Theatermachern zu begehen,
bietet das dreitägige Theaterfestival im Martini-Park. Der erste Tag wird vor
allem im Zeichen der "Lieder vom Leben" stehen, einem Chansonabend mit der
Stimme Daniela Nerings und dem Akkordeon Frank Aumanns. Gesungen wird
über eine individuelle Sicht auf die Welt, oft hintergründig und makaber, aber
ebenso witzig und skurril. Am Tag darauf, einen Freitag, steht ein Marathon des Improvisationstheaters auf dem Plan. Fünf Spieler, ein Musiker und dreieinhalb Stunden Zeit sind alles, was nötig ist für unzählige absurde Szenen und Geschichten, die nicht selten auf die schiefe Bahn geraten können. Am dritten Tag, einem hoffentlich sonnigen Samstag, ist als krönender Abschluss des Geburtstagsmonats und des Festivals im Martini-Park die große Theaternacht geplant. Von 17 Uhr an und bis weit in die Nacht hinein wird der Park zur Freilichtbühne: "Die Stelzer" machen Theater auf mannshohen Stelzen, Jakob Fugger besucht zusammen mit der S'ensemble-WG das Gelände und eine Late-Night-Version von Eric Zwang Erikssons Reihe "Multisensual" steht auf dem Programm. 24. bis 26. Juni, 20:30 Uhr / Martini-Park www.sensemble.de Theaternacht Altomünster
4 Theaterstücke gleichzeitig an vier verschiedenen Orten - das verspricht ein interessantes Experiment ![]() 16. Juni -
Im Juni heißt es in Altomünster wieder
Theater pur. Dann steigt dort die 2. Open-
Air-Theaternacht. Klassiker, modernes
Sprechtheater, bayerische Dramatik und
eine Uraufführung versprechen die Veranstalter
von der Theatergruppe Altomünster
e.V. Mit Einbruch der Dunkelheit kommen
vier Stücke gleichzeitig zur
Aufführung. Die Dauer ist auf jeweils 30 Minuten begrenzt. Die Spielorte sind dabei
so abwechslungsreich wie die aufgeführten Werke vor imposanter, historischer Kulisse.
Thematisch lassen sie sich auf den Nenner "Macht & Mobbing, List & Lüge"
bringen. Die Stückauswahl setzt auf eine Kombination aus Klassik und Moderne
und bietet packende Dramatik für Jung und Alt.
19. Juni, 22 Uhr / Altomünster Wettertelefon: 0151 - 206 208 35 Lange Kunstnacht
Augsburg öffnet die Türen und feiert
eine italienische Nacht der Kunst ![]() 16. Juni -
Zur Langen Nacht der Kunst, die in
diesem Jahr anlässlich der Landesausstellung
"Bayern - Italien" als
lange italienische Nacht stattfindet,
öffnet Augsburg bis tief in die
Nacht alle Bühnen, Museen, Kirchen
und Konzertsäle, Hinterhöfe
und Cafés, Straßen und Plätze, um
die schönen Künste zu feiern.
Künstler aus Augsburg und dem
Rest der Welt sind geladen, um ein
musikalisches und literarisches
Programm vom Orchesterkonzert
bis zur großen Open-Air-Performance
auf die Beine zu stellen. Tickets
kosten 10 Euro im Vorverkauf.
Zum Start um 19 Uhr gibt es
Opernarien von Mozart und Rossini
im Goldenen Saal des Rathauses. 19. Juni, ab 19 Uhr - in ganz Augsburg www.langekunstnacht.de Saxophone and voice
Der Spitzensaxophonist Hans-Christian Dellinger
mit neuen Programm in der Kirche St. Anton ![]() 16.Juni -
Hans-Christian Dellinger gilt als einer
der vielseitigsten und virtuosesten Instrumentalisten
neuer und alter Musiker
in der gesamten Region. Im Juni
präsentiert der Spitzensaxofonist in
der Kirche St. Anton das Programm
"The Spirit of Saxophone and Voice".
19. Juni - 20 Uhr / Kirche St. Anton Augsburg www.hans-christian-dellinger.de Lava
Markus Mehr präsentiert sein neues Album im H2 im Glaspalast
![]() 13. Juni -
Nicht nur als Booker des beliebten Ostwerks macht sich Markus
Mehr verdient, auch als Musiker hat er einiges hinter sich und
noch vor. Am 15. Juni erscheint sein neuestes Album "Lava", es ist
das erste unter eigenem Namen. Seine Musik bewegt sich bedächtig
und wabernd zwischen Ambient und Drones. Grenzen gibt es
keine, gerade live: Zum Einsatz kommen Rechner, Effektpedale
und Gitarre, aber auch Rasierapparat, Zahnbürste und Handventilator.
Die beste Möglichkeit, diese Performace zu erleben, gibt es
diesen Herbst im H2 im Glaspalst. 15. Juni Release / 23. Oktober live im H2 www.markusmehr.de Mozartiade
Die 5. Ausgabe feiert den Komponisten mit Highlights in ganz Schwaben
![]() 13. Juni-
Mozart wird in diesem Sommer wieder
in ganz Schwaben gefeiert: Im
Rahmen der Mozartiade, die heuer
zum fünften Mal stattfindet, wird es
ab Mai und bis in die Weihnachtszeit
hinein Konzerte an den unterschiedlichsten
Orten der Region zu hören
geben. Wo heute Konzerte der Mozartiade
stattfinden, waren auch die Wurzeln
der Mozarts, denn der Name Mozart
ist im Augsburger Land seit dem
Jahr 1331 bekannt. In über 30 Orten
konnten Mozarts belegt werden, so
auch in Fischach und Aretsried, Diedorf
und Leitershofen. Die Konzertreihe
überzeugt sowohl durch ein spannendes
Repertoire als auch ein
freundliches Ambiente. In diesem Jahr
konzertieren u.a. die Geigerinnen Julia
Fischer und Alina Ibragimova (Foto),
die von 16. bis 18. Juli mit Werken von
Bach über Smetana bis zu Kodaly auftreten
wird. 9. Mai bis 17. Dezember - Bayerisch Schwaben www.mozartia.de Trommelkinder
Nach den Plattenaufnahmen folgen nun zwei Konzerte im Abraxas
![]() 13.Juni -
Kinder trommeln gerne, nur Eltern lassen sie nicht immer. An diesem Wochenende
ist das anders. Unter der Leitung von Heiko Tuch laden die Trommelkinder
- nach den Aufnahmen für ihr Album - zu zwei Konzerten ins Kulturhaus abraxas
ein. Auf donnernde Trommelgewitter folgen lyrische Minimal-Musik-Improvisationen,
die an Steve Reich und Philip Glass erinnern. 19. und 20. Juni / abraxas www.trommelkinder.de www.theater.augsburg.de Schatzinsel des Wissens
40 Jahre Universität
![]() 13. Juni
Die Augsburger Uni wird 40 und alle sollen dabei sein: Anlässlich des Jubiläums öffnen sich die sieben Fakultäten,
viele Institute, Labors, Forschungs- und Studienprojekte sowie zahlreiche Lehrveranstaltungen für Interessierte -
Erwachsene wie Kinder. Unter dem Motto "Schatzinsel des Wissens" will die Uni mit einem zugleich interaktiven wie informativen Programm zeigen, dass sie nicht nur für Studenten gut, sondern ebenso ein lebendiger Bestandteil der Stadt ist. Angeboten werden Konzerte, Ausstellungen, Diskussionen, Führungen und Sportangebote: Der aus dem Bayerischen Rundfunk bekannte und unterhaltsamste aller Fernsehphysiker Harald Lesch fragt, ob es in der Welt mit rechten Dingen zugeht. Eine der vielen Ausstellungen zeigt, wie schön Mathematik sein kann, wenn sie geschickt visualisiert wird. Wirtschaftswissenschaftler und Ethiker diskutieren die brennende Frage, welche Wirtschaft wir wollen und brauchen. Und der herausfordernde Parcours des Hochseilgartens steht allen offen, die mutig genug sind, an ihre Grenzen zu gehen. Natürlich darf auch die Musik nicht fehlen: Auftakt der Feierlichkeiten wird eine von den Musikern des Leopold-Mozart-Zentrums begleitete Begrüßung sein. Ein Konzert der Uni-Bigband soll den vielfältigen Tag beschließen. 15. Juli / Universität Augsburg www.uni-augsburg.de Schwabentag
Die Stadt am Lech bietet zum Schwabentag
ein umfangreiches Kulturprogramm ![]() 10. Juni-
Die Stadt Füssen will als Veranstalter des diesjährigen
Schwabentags Offenheit für Neues und Innovationen
als Merkmal der schwäbischen Mentalität
insbesondere an der zeitgenössischen Kunst
verdeutlichen. So sind u.a. eine Ausstellung der beiden
schwäbischen Verbände bildender Künstler
im Festspielhaus geplant, Sonderführungen durch
die bayerische Landesausstellung und Stadtführungen
in Füssen sowie Hohenschwangau auf den
Spuren italienischer Einflüsse, Exkursionen entlang
der Via Claudia, Konzerte und eine Präsentation
der zahlreichen schwäbischen Städte und Gemeinden,
die Partnerschaften mit italienischen
Kommunen pflegen
13. Juni / Füssen www.bezirk-schwaben.de www.füssen.de WM im Park
Alles im grünen Bereich - WM Feeling beim Public Viewing im Parkbiergarten ![]() 09. Juni -
Zum großen Fußballfest im Grünen lädt zum fünften Mal in Folge das Team
um Parkbiergarten-Wirt Torsten Schiemann in den Wittelsbacher Park. Auf
einer Großbildleinwand im See werden in den vier heißen WM-Wochen alle
Spiele aus Südafrika live übertragen. Um dem Ansturm der Fans auch in
diesem Jahr gerecht zu werden, verstärkt und erweitert der beliebte Biergarten
unter dem Hotelturm für die Spitzenbegegnungen sein Angebot. Neben
Fußball, Bier und Bratwurst wird es auch ein kulturelles Rahmenprogramm
für Groß und Klein geben. Informationen und Reservierungen im Internet.
11. Juni bis 11. Juli www.parkbiergarten.de JuFinale
Das Finale des Bayerischen Jugendfilmfestivals findet heuer in Augsburg statt
![]() 09. Juni -
Auch im Sommer darf man mal was drinnen im Dunkeln machen: Eine Möglichkeit
böte das Bayerische Jugendfilmfestival JuFinale. In allen sieben Regierungsbezirken
und München finden Nominierungsfestivals statt, bis alle bei
den Bezirks-JuFinalen gekürten Preisträger gefunden sind, die beim bayernweiten
Finale antreten dürfen. Dieses findet alle zwei Jahre in einer anderen
Stadt statt und beglückt in diesem Jahr Augsburg. Neben den Finalistenfilmen
gibt es während der drei Tage außerdem Workshops und Kurse für junge
Filmbegeisterte zu besuchen.
11. bis 13. Juni / CinemaxX Augsburg www.jufinale.de Architektur und Musik
Ausstellung mit Zeichnungen und Partituren von
Iannis Xenakis - Architekt und Komponist ![]() 09.Juni -
Die Mitarbeit im Büro von Le Corbusier
verhalf Iannis Xenakis zu beruflicher
Reputation; international bekannt
wurde der Architekt und
Komponist durch seine Klangkunst. In
der Symbiose von Architektur und
Musik, die beide auf mathematischen
Gesetzen beruhen, fand seine Vision
einer multimedialen Kunst ihren Ausdruck.
Die Ausstellung der Bayerischen
Architektenkammer zeigt
Zeichnungen und Partituren von Iannis
Xenakis wie auch das Modell des
1958 für die Weltausstellung in Brüssel
entworfenen Philips-Pavillons.
ab 10. Juni Architekturmuseum Schwaben www.architekturmuseum.de Tanzen in der Sonne
auto.matic.open am 12. Juni rund um das Kesselhaus. Ein feines line-up lädt zum Tanzen ein - und das mit einem gutem Plan für schlechtes Wetter! ![]() 09. Juni
Tanzen in der Sonne - vielleicht das Sommerlichste, was man tun kann. Beste
Voraussetzungen dafür bietet das Open Air der Jungs von auto.matic.music.
Alleine aber wollen und können sie dieses Ding nicht durchziehen. Feinste
Verstärkung aus Augsburg und weit darüber hinaus haben sie eingeladen, um
das Kesselhaus und die nähere Umgebung in einen elektronischen Sommernachmittagstraum
zu verwandeln. Weit mehr als ein Dutzend Techno-, Houseund
Minimal-Plattenexperten geben sich an diesem langen Abend den Tonarm
in die Hand.
Tanzen in der Sonne - vielleicht das Sommerlichste, was man tun kann. Beste
Voraussetzungen dafür bietet das Open Air der Jungs von auto.matic.music.
Alleine aber wollen und können sie dieses Ding nicht durchziehen. Feinste
Verstärkung aus Augsburg und weit darüber hinaus haben sie eingeladen, um
das Kesselhaus und die nähere Umgebung in einen elektronischen Sommernachmittagstraum
zu verwandeln. Weit mehr als ein Dutzend Techno-, Houseund
Minimal-Plattenexperten geben sich an diesem langen Abend den Tonarm
in die Hand. Ein eindeutiger Headliner lässt sich ob der Qualität der Gäste nicht ausmachen: Neben Klassikern aus der Hauptstadt der geraden Bassdrum wie Sascha Funke aus Berlin haben die Veranstalter ebenso wenig den poppigen Sound Kölns vergessen: Der weibliche DJ Ada (Bild) verspricht gar eine Liveshow. Wer es ein wenig abstruser, wenn auch nicht weniger treibend mag, verpasst besser nicht Robag Wruhme, der als Ex-Wighnomy-Bother zum Besten gehört, was Techno an Spaßbomben zu bieten hat. Den vollendeten Sommertanzspaß gibt es dann spätestens mit Wruhmes Labelkollegen Marek Hemmann und seinem jazzig-akustischen Flussufer-House. Eine Schande, dass der Mensch nur zwei Arme zum In-die-Luft-Werfen hat. 12. Juni, ab 14 Uhr / Kesselhaus www.automaticmusic.de Sommerkonzert des Tonkünstlerverbands
![]() 02. Juni -
Beim Sommerkonzert des Tonkünstlerverbands
Augsburg-Schwaben in
der Barfüßerkirche am Perlachberg
präsentieren der Trompeter Thomas
Seitz und der Organist Federico Del
Sordo sowohl eigene Werke als auch
Arbeiten anderer zeitgenössischer
Komponisten wie Guy Bovet oder Peter
Planyaky.
10. Juni / Barfüßerkirche www.tkva.de Künstler helfen Obdachlosen
Ein Benifizkonzert zu Gunsten der Obdachlosenhilfe
![]() 02. Juni -
Nach einer Verkaufsausstellung im
Mai zugunsten der Wohnungslosenhilfe
des SKM unter Beteiligung von
65 bildenden Künstlern äußert sich
der gute Zweck im Juni musikalisch.
Jürgen Frantz vom Kunstverein Augsburg
hat zahlreiche Künstler wie
Fred Brunner, Daniel Mark Eberhard,
Bernd Haselmann, Stephanie
Knauer, Tom Gratza, Sabine Süß-Seiffert,
Ute Sagawa, Geoffrey Abbott,
Isabell Münsch, Franz Schlecht und
die Band Nice Blue Swing sowie die
Theatergruppe Panoptikum mit
dem Stück "Die Zoogeschichte" von
Edward Albee für einen Auftritt im
Annahof gewinnen können. 9. Juni, 18 Uhr / Annahof www.annahof-evangelisch.de 175 Jahre deutsche Eisenbahnen
Großformatige Schwarz-Weiß-Fotografien von Burkhard Wollny
![]() 02. Juni -
Anlässlich des großen Jubiläums
"175 Jahre deutsche Eisenbahnen"
hat sich der Bahnpark Augsburg etwas
Besonderes einfallen lassen. Im
Juni zieht die große Zeit der Dampflokomotiven
in die Toskanische Säulenhalle
ein. Erstmals werden großformatige
Schwarz-Weiß-Fotografien
von Burkhard Wollny - dem Meister
der Eisenbahnfotografie - gezeigt. Zu
bestimmten Terminen wird der Fotograf
persönlich durch die Ausstellung
führen. Im Ausstellungsshop laden
die schönsten Bücher und
Kalender über die Dampflokära zum
Schmökern ein
ab 1. Juni / Zeughaus www.bahnpark-augsburg.de Rap4Peace #3
Ein Tanz-Theater-Projekt und kreativer
Kunstrozess mit mehr als 50 Beteiligten ![]() 21. Mai /
Am 7. Juni gehört die große Bühne im Stadttheater für eine Nacht den Künstlern
von Rap4Peace. Das Tanz-Theater-Projekt der Augsburger Hip-Hop-Szene
entstand aus einem kollektiven Kreativitätsprozess, an dem über 50 Tänzer,
Sänger, Beatboxer und Sprayer aus verschiedenen Jugendvereinen mitwirken.
Hauptthema bei Rap4Peace ist in diesem Jahr die Frage, ob Hip-Hop als Lebenseinstellung
die eigene Jugend bis ins Erwachsenenalter überdauern kann.
Das Projekt ist eine Kooperation des Theaters Augsburg mit dem Stadtjugendring,
dem Kulturhaus Kresslesmühle und dem Bundesprojekt "Mehr Musik!".
7. Juni, 19:30 Uhr / Theater Augsburg www.theater.augsburg.de Park-Novellen
Willi Weiners Skulpturen aus rostigem Cortenstahl im Park des ehemaligen hessingschen Kurhauses ![]() 19.Mai -
Willi Weiners Skulpturen aus rostigem Cortenstahl könnten sich an keinem
besseren Ort präsentieren als dem zurzeit in frischem Grün aufblühenden
Park des ehemaligen hessingschen Kurhauses. Die Plastiken, für Parklandschaften
und Gärten geschaffen, entfalten ihre Poesie und ihr ambivalentes
Spiel zur Freude der Betrachter. Beispielhaft sei genannt: "Ich liebe alles Spekulative
", ein vierteiliges Werk (Ohr, Herz, Seele, Träne), das trotz seiner Ausmaße
intim bleibt und die musischen Sinne anspricht. Die von der
Ecke -Galerie organisierte Schau zeigt Werke aus den Jahren 1994 bis 2010.
Seit 15. Mai / Park des Kurhauses www.ecke-galerie.de 3 Nächte Salsa
Das Tanzfieber wird wieder enfacht
Salsafestival mit Workshops & Party ![]() 27. Mai
Natürlich entfacht das Salsafestival in
der Stadthalle Gersthofen auch dieses
Jahr wieder das Tanzfeuer in der Region
a3. Zahlreiche namhafte Tänzer
und Choreografen aus aller Welt bieten
Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene
an und liefern an drei
durchtanzbaren Nächten atemberaubende
Shows. Lassen auch Sie sich
vom Salsafieber mitreißen!
4. bis 6. Juni / Stadthalle Gersthofen www.salsafestival-augsburg.de Grätscher, Terrier, Wasserträger
oder: Wer hat in der Bundesliga
die meisten Gelben Karten gesammelt? ![]() 21. Mai /
Stefan Mayr, Ex-FCA-Jugendspieler, hat
zusammen mit seinem Kollegen Dominik
Prantl von der Süddeutschen Zeitung sein
neuestes Fußball-Werk herausgebracht.
Es ist betitelt mit "Grätscher, Terrier, Wasserträger
" und besingt die "wahren Helden
der Fußarbeit", die Vorstopper, Manndecker,
Treter, Tackler und Dauerläufer.
Während alles in der Welt von den Künstlern
wie Messi, Robben oder Ribéry
schwärmt, beleuchten die beiden Autoren
die stummen Diener ihrer Mannschaften,
die nur selten im Mittelpunkt
der Medien stehen und niemals die Wertschätzung
erfahren, die ihren stürmenden Kollegen zuteil wird. In dem
illustren Werk findet man z.B. die Defensivformationen aller Weltmeistermannschaften,
bekommt die elf schlimmsten Fouls geschildert und erfährt
charmante Details über die weltbesten Defensivarbeiter wie z.B. Roy Keane,
Claudio Gentile oder Karl-Heinz Förster. Es ist kein Buch zum einmaligen
Durchlesen, sondern eher eine amüsante Sammlung von Anekdoten, Daten
und Fakten, zu der man immer wieder gerne greift, um über die nächste
Halbzeitpause zu kommen, und die mit Sicherheit elfmal spannender ist als
Günter Netzers Analysen. Der war ja auch so ein offensiver Schönspieler. Die Antwort auf unsere Frage im Titel lautet übrigens: Stefan Effenberg "Grätscher, Terrier, Wasserträger" von Stefan Mayr und Dominik Prantl, Eichborn Verlag, 12,95 Euro www.eichborn.de Ein originelles Spektakel
Hanna Buchert besuchte für uns
den vierten Augsburger Philosophy-Slam ![]() 21. Mai /
Veranstalter Dr. Gerhard Hofweber hat allen Grund zur Zufriedenheit: Zahlreiche Denkwillige haben sich am 9. Mai 2010 zum vierten Augsburger Philosophy-Slam im tim versammelt. Zehn Minuten stehen jedem der fünf angetretenen Slamer zur Verfügung. Zwischen Scharfsinn und Schabernack entfaltet sich ein Panorama bestaunenswerter Denkprozesse. „Die Leute vögeln heute weniger als zu Zeiten, in denen die religiös-konservative Moral noch intakt war.“ Gianluca Crepaldi analysiert die Tendenz unserer Gesellschaft, eine Spezies selbstverliebter und asexueller „Neo-Menschen“ hervorzubringen. Seine düstere, gleichwohl aber unterhaltsam vorgetragene Zukunftsvision begeistert nicht nur das Publikum. Auch die Jury lässt sich von Gianluca Crepaldis Vortrag überzeugen und so kann der Philosoph und
Politologe aus Innsbruck gleich zwei „Schierlingsbecher“ als Preise mit nach Hause nehmen. Einen offenen und inspirierenden Raum finden die Philosophen im Foyer des historischen Industriegebäudes. Im Hintergrund drehen sich überlebensgroße Frauengestalten, auf die ein Beamer wechselnde Stoffmuster aus der Sammlung der Neuen Augsburger Kattunfabrik projiziert. „Philosophie im Neuen Gewand“, so lautet der Titel des „öffentlichen Ringes um Wahrheit“. Einen thematischen„roten Faden“ sucht man im Programm der Slambeiträge jedoch vergebens. Den Auftakt gestaltet Dr. Karl Borromäus Murr, Leiter des Textil- und Industriemuseums. Als Historiker beschäftigt er sich mit vertrauter Materie: der Vergangenheit. Augenzwinkernd zitiert er Donald Rumsfeld, „einen bedeutenden Philosophen unserer Zeit“, mit den Worten „Die Vergangenheit war nicht vorhersehbar, als sie begann“. Die Zukunft sei jedoch vorhersehbar, wenn sie in der Vergangenheit liege. Als Ausweg aus dem „Dilemma Zeit“ empfiehlt Dr. Murr die Geschichte als Fundament der Zukunft und den eifrigen Gebrauch des niederbayerischen Konjunktivs. Mit diesem könne man – frei nach dem Motto: „I wär dann do“ – einer eindeutigen Zuordnung zu Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft entgehen. Die Jury, bestehend aus dem Philosophen Dr. Gerhard Hofweber, der Theologin Dr. Birte Platow und dem Philosophen Prof. Dr. Helmut Pape, übt im Anschluss an jeden Vortrag fachliche Kritik. Die Band Bataillon Modern untermalt die Pausen mit Tuba (Josef Reiter), Saxophon (Johannes Liepold) und Drumset (Harry Alt). Der Augsburger Philosophiestudent Florian Hieber versucht sich an einer Abhandlung über die Liebe aus der Sicht eines Biergartens, die jedoch eher in ein Lamento über einen lausigen Studentenjob umschlägt, als zu philosophischen Einsichten zu führen. Dr. Werner Hanselitsch, Philosoph aus Innsbruck und Gründer des Vereins „Rationalpark“ liefert einen Vortrag über den Tod und dessen Sinn für das menschliche Leben. Der Tod, so Hanselitsch, sei die Grundvoraussetzung für jegliche Entscheidungsfähigkeit. Ein Referat über die Liebe hält der Dillinger Landwirt Bernhard Sailer und geht dabei von der Frage aus, was denn die Liebe bringe, wenn der Mensch sie durchdenke. Nach zahlreichen Zitaten aus Bibel und Gedichten kommt er zu dem Ergebnis: „Der Glaube ist die Steigerung der Liebe.“ Moderatorin Izabela Zerebjatjew misst für jeden Slamer die Dezibelzahl des Applauses und als am Ende des Abends von Jury und Publikum jeweils ein Preis vergeben wird, entscheiden philosophische Qualität und Spaß-Faktor gleichermaßen. Insgesamt: ein originelles Spektakel! Wir sind gespannt auf den fünften Philosophy-Slam. www.philosophy-slam.com Kleider machen Mode
Entdecken Sie den extravaganten Stil der
österreichischen Kaiserin Sissi ![]() 19. Mai
Tauchen Sie ein in die prunkvolle
Zeit des 19. Jahrhunderts und entdecken
Sie den extravaganten Stil
der österreichischen Kaiserin Elisabeth,
die mit ihren pompösen Kleidern
nachhaltig die Mode ihrer Zeit
prägte. Bis 1. November zeigt das
Museum im Unterwittelsbacher
Schloss bei Aichach die Sonderausstellung
"Kaiserin Sisi - ihre Kleider
machen Mode". In stilgerechter Kulisse
präsentiert diese originalgetreu
nachgearbeitete Roben, exklusiven
Schmuck und Porzellan der
modebewussten Monarchin. 14. Mai bis 1. November im Sisi-Schloss Unterwittelsbach www.aichach.de Rosa Loy
Das Auge sieht mit
Bis 4. Juli in der Galerie Noah im Glaspalast ![]() 19.Mai -
Die Galerie Noah im Glaspalast präsentiert bis zum 4. Juli die Ausstellung "Rosa
Loy - Das Auge sieht mit". Die in Kaseintechnik gemalten Werke zeigen größtenteils
weibliche Wesen in farbenfrohen mystischen Traumräumen und Realwelten.
Ihre Arbeiten rechnet die Malerin der Leipziger Schule zu. Dort hat auch ihr malender
Ehemann sein künstlerisches Zuhause. Sein Name ist Neo Rauch.
www.galerienoah.com Amerikanische Meister
Meister amerikanischer Landschafts- und
Architekturfotografie im Kunsthaus Kaufbeuren ![]() 14. Mai /
Das Kunsthaus Kaufbeuren versammelt zahlreiche
Meister amerikanischer Landschafts und
Architekturfotografie. Zehn Künstler preisen
in siebzig Werken in Schwarzweiß die
einzigartige Schönheit der Natur Amerikas
ebenso wie die Atmosphäre der pulsierenden
Metropole New York. Im Zeitalter der digitalen
Fotografie gewinnen diese Arbeiten zusätzlich
an Reiz, indem sie von den Anfängen und der
Durchsetzungskraft des Mediums als eigene
Kunstform berichten.
www.kunsthaus-kaufbeuren.de Beats von den Bergen
Die Band um Rainer von Vielen vereint scheinbare Widersprüche -
am 21. Mai in der Kantine ![]() 14. Mai /
Die vierköpfige Band um Rainer von
Vielen hämmert zusammen, was zusammengehört,
aber nicht immer
zusammen will: Hip Hop, Dancehall
und elektronischen Rock mit Heimat
und Haltung. Der Blick schweift vom
Allgäu aus in die Welt und vereint
scheinbare Widersprüche. Auf der
einen Seite sind es Tuba und Quetschkommode,
auf der anderen tibetanischer
Obertongesang und Clubbeats.
Rainer von Vielen am 21. Mai
in der Kantine.
www.musikkantine.de Gitarren in Gut
Neuer Augsburger Exportschlager?
Dear John Letter gehen mit neuem Album auf Tour ![]() 11.Mai / fap
Was mir aber gut gefällt, als Augsburger Band gezählt werden darf und sich noch mehr als bisher schon zum Exportschlager auswachsen könnte, ist die fünfköpfige Band "Dear John Letter". Die kommt in den nächsten Monaten gut rum zur Vorstellung ihres nächsten Album: Luzern, München, Hamburg und Braunschweig sind nur einige ihrer Anlaufstellen. Beginnen soll aber alles - wie auch die Bandgeschichte - hier in Augsburg: Erster Termin der Tour ist am 12. Mai die Albumrelease-Party der Band im Theater des abraxas. Als Support sind Kitty Empire und Tapso gemeldet, außerdem gibt es bandeigene Visuals zu den meandernden Gitarrenflächen der Headliner. Also gleich am Mittwoch in Augsburg sehen und hören oder später in einer Stadt der Wahl. Wenn es am Ende nichts wird mit dem neuen Augsburger Exportschalger, dann nur weil die Band vor dem ganz großen Erfolg nach Berlin oder Brooklyn geht. An der Musik wird es nicht scheitern.
www.dearjohnletter.de Digital Cosmetic
Gerd Meissner präsentiert in der
Cosmetic Gallery seine Ausstellung "Digital Art" ![]() 11. Mai
Die "Cosmetic Gallery" in Augsburgs Altstadt präsentiert noch bis 15. Mai die Ausstellung ‚‚Digital Art'' des Mediendesigners Gerd Meissner.
Der Begriff ‚Digital Art' beschreibt eine relativ junge Form der darstellenden Kunst, die erst durch die private Nutzung des Computers und der Lancierung des Internets möglich wurde. Sie zählt sich zu dem Bereich der Medienkunst und verarbeitet vormals analoge Kunst, wie Fotographie oder Malerei in der digitalen Ebene weiter. Der Computer als künstlerisches Mittel erlaubt, u.a. auf Basis des Internets, eine immense Vielfalt an Gestaltungs- und Visualisierungseffekten und erhöht somit die künstlerischen Möglichkeiten enorm. Der gebürtige Augsburger Mediendesigner Gerd Meissner beschäftigt sich seit 2006 mit der Kunstform ‚‚Digital Art''. Nach seinem Diplomabschluss im Fachbereich Illustration arbeitete er u.a. als Art-Direktor bei diversen Werbeagenturen um sich dann 1998 mit der Gründung der Firma ‚‚Meissners Com Office'' in die Selbstständigkeit zu begeben. Seine Bilder, hochwertige Digitaldrucke auf Leinwand, wurden schon mehrfach in Augsburg und in Diessen am Ammersee ausgestellt und widmen sich verschiedensten Themen: Zwischen Kaleidoskopartigen, bunten Musterflächen und digital veränderten Fotos, die mithilfe der Ebenentechnik verschiedene Bilder ineinander greifen lassen, zeigt der Künstler eine enorme Bandbreite an gestalterischen Möglichkeiten. Die zum Dr. Grandel Unternehmen gehörende Cosmetic Gallery befindet sich in der Weißen Gasse 11 in Augsburg und ist dienstags bis freitags jeweils von 09.30 bis 18.30 Uhr und samstags von 09.30 bis 16.00 Uhr geöffnet. Die MitarbeiterInnen freuen sich über Ihren Besuch. www.cosmetic-gallery.de www.www.meissnerscomoffice.com Empfindungen vom Körper
Maria Lassnig zeigt Werke der letzten
10 Jahre im Münchner Lenbachhaus ![]() 07. Mai /
Die 1919 in Kärnten geborene Künstlerin
Maria Lassnig nannte schon ihre in den 40er-
Jahren entstandenen Werke "Körperbewusstseins-
Zeichnungen" und setzt sich nunmehr
seit über sechs Jahrzehnten in Malerei und
Zeichnung mit der Wahrnehmung und Darstellung
von inneren Körperempfindungen
auseinander. Die von der Künstlerin mitgestaltete
Schau im Lenbachhaus in München gibt
einen Überblick über Lassnigs Arbeit der letzten
zehn Jahre. Unter den mehr als vierzig,
teilweise großformatigen Bildern befinden
sich auch noch nie gezeigte Werke. Außerdem
sind in der Ausstellung sämtliche filmischen
Arbeiten Lassnigs zu bestaunen, das Ganze
noch bis bis 30 Mai.
www.lenbachhaus.de Fragen über Fragen
Wo fängt Wahnsinn an und wo hört Normalität auf?
Eine Eigenproduktion des Jugendclub des Jungen Theater Augsburg ![]() 07. Mai /
Wo fängt Wahnsinn an und wo hört Normalität auf? Nach welchen Richtlinien
kann man das beurteilen? Sind wir nicht alle ein bisschen meschugge, nicht ganz
dicht, haben ein Rad ab oder nicht alle Tassen im Schrank? Der Jugendclub des
Jungen Theaters Ausgburg begibt sich in seiner Eigenproduktion in irrsinnige
Sphären und hat einen wahnsinnigen Spaß dabei. Erleben kann man alles das
am 14. und 15. Mai um jeweils 19 Uhr im Jungen Theater Ausgburg beim abraxas.
www.www.jt-augsburg.de Klassisches Auswärtsspiel
Stadthalle Gersthofen: Alice im Wunderland und
das Philharmonische Orchester Augsburg zu Gast ![]() 04. Mai
Das Philharmonische Orchester Augsburg spielt am 10. und 11. Mai seine ersten
Konzerte in der Stadthalle Gersthofen. Die marode Kongresshalle macht den
Umzug nötig. Neben diesem Klassiker hat Kulturamtschef Helmut Gieber ein
Programm getreu dem Motto "Kultur für alle" auf die Beine gestellt. Bekannte
Akteure wie Hagen Rether, Ludwig Hirsch oder eine Adaption von "Alice im
Wunderland" finden sich ebenso darunter wie Künstler, Stücke oder Vorträge,
deren Besuch sich auch ohne prominente Namen lohnt.
www.stadthalle-gersthofen.de Sake statt Bier
Deutsch-Japanisches Frühlingsfest
am 9. Mai im Botanischen Garten ![]()
Ob OB Gribl am 9. Mai, also am Muttertag, beim Aufschlagen eines original
japanischen Sakefasses "Ozapft is!" rufen wird, ist noch unbekannt, aber
dieses uns Bayern vertraute Ritual bildet den Auftakt zum Japanischen Frühlingsfest
im Botanischen Garten. Danach können die Besucher japanische Kultur
in Form von Tanzvorführungen, Ikebana, Teezeremonie, Origami, Shijatsu,
Taiko-Trommelkonzert, Kimonopräsentation, Manga und japanischer
Küche kennenlernen. Das Japanische Frühlingsfest beginnt um 10 Uhr
und wird gemeinsam veranstaltet von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft
Augsburg und Schwaben e.V. sowie dem Japanischen Generalkonsulat München.
Bereits ab 1. Mai kann man im Botanischen Garten die Ausstellung "Kreatives
Japan" mit historischen Farbholzschnitten, zeitgenössischen Keramiken
und Arbeiten aus Schilf besuchen.
www.djg-augsburg.de Wer ist Jean Stein?
Neuer Veranstaltungsort für Kunst und Popkultur in der Kapuzinergasse
![]() 30. April
Neu-Augsburger soll man freundlich begrüßen - erst recht, wenn sie der Stadt so Vieles zu geben haben wie Jean Stein. Er verspricht einiges, er ist ein Idealist. Doch wer ist dieser Jean Stein? Woher kommt er? Wo lebt er? Und nicht zuletzt: Was will er von uns? Jean Stein ist das brandneue, temporäre Projekt ein Gruppe kreativer Augsburger. Der innere Kreis besteht aus Daja Zachow, Georg Heber, Manfred Hörr und Ivo Mannheim, doch Beteiligte und Helfer gibt es viele mehr. Sie haben sich zum Ziel gesetzt einen offenen und freien Raum im Herzen der Stadt zu betreiben. Dessen Namen, eben Jean Stein, ist inspirieret von dem Schornstein, der das Gelände des Veranstaltungsorts ziert. Georg Heber war auch schon an der Durchführung der Galerie Muhackl oder Blutwurst beteiligt, deren kurzes Leben nichts anderes als ein Gewinn war, mindestens für den Kalender der Augsburger. Jean Stein sieht sich also durchaus von den Erfahrungen mit der Galerie Muhackl oder Blutwurst inspiriert und will doch einiges anders machen. Jedenfalls wollen und können die Organisatoren das Projekt nicht alleine stemmen: In Aufrufen über Facebook und die eigene Internetseite wurden seit dem 1. April Künstler, Musiker, Erzähler, Köche, Handwerker, Maler und Tüfftler - kurzum alle Interessierten gebeten, sich am Aufbau des gemeinsamen Raums zu beteiligen. Und auch die Eröffnung am Samstag, den 1. Mai soll ein solches Gemeinschaftsding werden: Wer Lust hat an diesem ersten Abend dabei zu sein, braucht nichts anderes als einen Stuhl. Damit bewaffnet trifft man sich auf dem Rathausplatz und geht gemeinsam im Rahmen dieses "Ersten Augsburger Stuhlgangs" zu den Räumen des Jean Stein in der Kapuzinergasse. Für unterwegs sind improvisierte Kultureinlagen nicht auszuschließen, die mitgebrachten Stühle finden am Ziel angekommen im Jean Stein ihr neues Zuhause. Die zweieinhalb Monate, die das Jean Stein geöffnet haben will, sehen schon jetzt rosig aus: Die Theorie ist, als möglichst offene Plattform für jede Form von Kreativität - von Kochen bis Singen - den passenden Ort zu bieten. In der Praxis finden sich Konzerte, Lesungen und kulinarische Experimente - sogar ein Ausflug zu einem Konzert in die Kradhalle ist geplant. www.jean-stein.de ![]() 30.April
1933 wurden im nationalsozialistischen Deutschland in über siebzig deutschen
Städten Bücherverbrennungen inszeniert. Augsburg steht nicht auf dieser Liste.
Viele der damals verfemten Autoren sind seither nahezu unbekannt. Ein Vortrag
des Aktionskünstlers Wolfram P. Kastner aus München versucht, kein Gras
über die Geschichte wachsen zu lassen und die verfemte Literatur zurückzugewinnen.
Wolfram P. Kastner macht Kunst, die stört und sich einmischt; Kunst,
die sichtbar macht, was sonst nicht zu sehen ist. Seine Kunst provoziert zum
Nachdenken und Diskutieren, mitunter sogar Widerspruch, Verbote und Strafanzeigen.
Der Vortrag "Die Spur der verbrannten Bücher" ist zu hören am 5. Mai
ab 19 Uhr im Jüdischen Kulturmuseum an der Halderstraße.
www.jkmas.de Holz vor der Hütt´n
Olli Marschalls Gartenatelier-Ausstellung - Gesamtwerk mit über 100 Holzobjekten
![]() 30. April
Auf der Gartenatelier-Ausstellung von Olli Marschall ist sein Gesamtwerk von
über 100 Holzobjekten in einer Größe zwischen 2 und 400 cm zu sehen. Neben
den neuen Werken legt Olli Marschall diesmal vor allem Wert auf den Bereich
Schmuck und seine im Wachsen begriffenen neuen Skulpturenpfad. Musikalische
Überraschungen und Kaffee sind bei der Ausstellung ebenso selbstverständlich
wie spontane Bildhauervorführungen. Das Gartenatelier liegt in Vogelsang
bei Diedorf und ist ab 30. April jeden Sonntag von 15-20 Uhr geöffnet.
www.marsart.de VW unterstützt Zukunft(s)musik
Gute Nachrichten in Zeiten enger Etats: Im zurzeit recht umtriebigen Bereich
der Neuen Musik gibt es eine erste größere Sponsoringvereinbarung zu vermelden ![]() 25. März/pif
Die VW-Niederlassungen Volkswagenzentrum, Schweizer und Wagner
unterstützen das Projekt "Zukunft(s)musik" ab sofort mit einem großzügigen
Kultursponsoring und sicherten sich gleichzeitig eine Option für die kommende
Spielzeit. "Zukunft(s)musik", eine Veranstaltungsreihe der Theatergemeinde
Augsburg in Zusammenarbeit mit dem bundesweiten Projekt "Mehr Musik!
", finanziert mit dem Etatgewinn Marketingkampagnen der laufenden
Saison und Mehraufwendungen, die aus dem aktuellen Programm entstehen.
Sowohl der künstlerische Leiter der Reihe Johannes Gutfleisch vom Philharmonischen
Orchester Augsburg als auch der Geschäftsführer der Theatergemeinde
Augsburg Edward Wolf freuen sich über die neuen Partner und fühlen sich
in Ihrer Arbeit bestätigt. In der Region ist es für VW das erste Engagement im
Bereich Musik der Gegenwart. Geplant wurde diese neue Verbindung von der
Kulturmarketingagentur studio a. Drei Veranstaltungen des Projekts
"Zukunft(s)musik" stehen in dieser Saison noch aus: Am 6. Mai im MAN-Museum
"Von Kurtag bis Ligiti" mit dem Philharmonischen Bläserquintett, am 15.
Mai in der Goldschmiedekapelle von St. Anna ein Streichquartett von Lang,
Terry und Oettl und am 5. Juli im Bahnpark Augsburg ein Konzert des Philharmonischen
Orchesters u.a. mit Werken von Steve Reich bis Stefan Schulzki.
www.zukunft-musik.de Dummer Junge
"Die Abenteuer von Tom Dumm"
Ein einzigartiges Musikprojekt Augsburger Schüler ![]()
Dummer Junge
Seit Herbst letzten Jahres beschäftigen sich Augsburger Schülerinnen und Schüler
mit Neuer Musik - sie alle sind Mitwirkende in "Die Abenteuer von Tom
Dumm", einem einzigartigen Musiktheaterprojekt. Drei deutsche Komponisten -
Gordon Kampe, Juliane Klein und Fredrik Zeller - haben im Auftrag von "Mehr
Musik!" ein Werk geschrieben, das auf den Texten der Schüler/-innen basiert und
an drei Orten im Kulturpark West aufgeführt wird.
www.mehrmusik-augsburg.de Django Reinhardt Memorial
Zum 100. Geburtstag der Gypsy Legende mit besonderem Programm
![]() 19. April
Seine Musik hat nichts von ihrer Magie verloren.
Im Gegenteil: Alljährlich wächst die Begeisterung
für den Gipsy-Swing. Seinen Teil
dazu beigetragen hat das mit großem Aufwand
und prominenten Gruppen in rundum
legerer Clubatmosphäre gefeierte "Django
Memorial Festival" im Parktheater. Wer einmal
zu Gast bei dem großartigen 3-Tage-Festival
war, weiß, dass diese Maitage (30. April - 2.
Mai) jetzt schon rot im Kalender angestrichen werden müssen. Workshops, die Ausstellung
der Gitarrenbauer sowie das Konzertprogramm, das Routiniers perfekt mit
Newcomern kombiniert, decken alle Wünsche der Jazzfans ab. Zum 100. Geburtstag
der Gypsy-Legende kann man dieses Jahr ganz besondere Künstler erleben.
www.parktheater.de Ballett für Alle
Ballettmeister Daniel Otevrel hat das
Tanzstudio seiner Eltern übernommen ![]() 12.Apr/hol
Daniel Otevrel übernahm am 01. März zusammen mit seinem Partner Oscar Cordoba das namhafte Augsburger Ballett- und Tanzzentrum seiner Eltern, das sich seit 1967 um den Nachwuchs kümmert und für seine Arbeit mehrfach prämiert wurde. Seine jahrelange Erfahrung bei weltweiten Engagements, z.B. beim Englischen Nationalballett und an der "Met" in New York, wird Otevrel sicher in seine neue Aufgabe einfließen lassen. Der ehemalige 1. Ballettmeister der Oper Leipzig möchte in Augsburg "Ballett für Alle" anbieten. Es gibt Kurse für Hobby- und Freizeittänzer, aber auch eine eigene Ausbildung mit individueller Förderung für eine professionelle Karriere. Neben klassischem Ballett setzt man auf moderne und zeitgenössische Tänze, Charaktertanz oder auch Spielarten wie Yoga oder Gyrokinesis. Das Alter spielt dabei keine Rolle: ob Kind oder Greis, es gibt für alle Altersstufen passende Angebote. Bei der Schul-Gala "Talente im Tanz" am 23. Mai im Theater Augsburg zeigt der Nachwuchs sein Können. Neben anderen Augsburger Ballettschulen wirken auch Schüler der Akademie Otevrel bei der Aufführung unter Leitung von Ballettdirektor Robert Conn mit. www.otevrelschule.de Roll and Walk to Mozart in Love
Menschen mit Handycap zeigen hochkarätiges Klassikprogramm
![]()
Das "Roll and Walk" Projekt wurde
im Jahr 2007 ins Leben gerufen
und feierte im April desselben Jahres
mit seinem Mozartprogramm
im Kleinen Goldenen Saal unter
der Leitung des in Wien diplomierten
Dirigenten Benedikt Lika
seinen ersten Erfolg. Zwei Aspekte
zeichnen das Projekt "Roll and
Walk to Mozart in Love" aus: zum
einen das hohe künstlerische Niveau
der Mitwirkenden jungen
Musiker, die allesamt deutschsprachige
Musikhochschulen besuchen.
Zum anderen ist es für Benedikt
Lika, der selbst Rollstuhlfahrer
ist, ein besonderes Anliegen, die
Augsburger Kulturwelt für behinderte
Mitmenschen zu öffnen. Die Konzerte finden an behindertengerechten
Orten statt und bieten einen Eintrittsrabatt für Behinderte. www.rollandwalk.de Perspektive Landschaft
12 Künstler - drei Generationen
![]() 09. April/fap
Vom 28. März bis zum 9. Mai
zeigt der Kunstverein Augbsburg
in der Toskanischen Säulenhalle
im Zeughaus unter dem Titel
"Perspektive Landschaft" Arbeiten
von zwölf Künstlern aus drei
Generationen.
www.kunstverein-augsburg.de 72 gesunde Rezepte
Die Augsburger Ayurveda-Köchin Gudrun Glock hat ihr erstes Kochbuch veröffentlicht
![]() 09. April/fap
Die Augsburger Ayurveda-Köchin Gudrun Glock hat ein Buch geschrieben. "Nachdem
ich so oft gefragt wurde, ob es ein Kochbuch mit meinen eigenen Rezepten
gäbe, habe ich nun der Nachfrage Rechnung getragen", sagt Gudrun Glock. Ayurveda
ist die altindische Lehre vom physisch und psychisch gesunden Leben.
Falsche Ernährung und schlechte Verdauung werden dort als Hauptursache für
Krankheit erachtet. Dieses Ratgeberkochbuch für Einsteiger erklärt die Grundlagen
der ayurvedischen Gesundheitslehre. Der Leser bestimmt zunächst seine individuelle
Konstitution, zu der er dann konkrete Tipps und Hinweise für eine seinem
Typ entsprechende Ernährung erhält. Dazu gibt es erprobte Rezepte aus der
Küche der Ayurveda-Expertin, die leicht nachzukochen sind. Gudrun Glocks
"Sanft heilen mit Ayurveda" ist im März erschienen. www.ayurveda-augsburg.de Alltag in Schwarzweiß
![]() 25. März/fap
Die Fotografin Erika Groth-Schmachtenberger ist bekannt
für ihre Schwarzweiß-Aufnahmen des ländlichen
Lebens in all seinen Facetten: Landschaft, Architektur,
Arbeitsalltag, Feste, Bräuche und Trachten. Aus
ihrer langen Tätigkeit erwuchs ein umfangreiches Bildarchiv,
das heute einmalige Einblicke in das ländliche
Alltagsleben seit den 1930er-Jahren gewährt. Ein Grund
mehr für einen Ausflug ins Rieser Bauernmuseum in
Maihingen. www.rieser-bauernmuseum.de Maler des Lichts
Johann Evangelist Holzer - im Diözesanmuseum St. Afra
und im Schaezlerpalais ![]() 25. März/pif
Johann Evangelist Holzer gehört zu den Meistern des 18. Jahrhunderts. Er schuf
großformatige Altarblätter, sakrale Gemälde, Porträts und grafische Blätter, aber
auch lichtdurchflutete Fresken in süddeutschen und österreichischen Kirchen
sowie Fassadenmalereien. Ihm ist die Ausstellung vom 28. März bis 20. Juni "Ein
Maler des Lichts - zweimal Johann Evangelist Holzer in zwei Museen" gewidmet.
Holzer, der schon zu seinen Lebzeiten berühmte Barockkünstler, wird erstmals
in diesem Umfang mit über 150 Exponaten gewürdigt. Im Schaezlerpalais zeigt
die Ausstellung "Maler des Lichts" den Freskanten Holzer. Seine Entwürfe zu Fresken
an Bürgerhäusern in Augsburg belegen die vergangene Fassadenpracht. Zudem
wird er als Meister des Porträts vorgestellt. Im Diözesanmuseum St. Afra sind
Holzers großformatige Altarblätter und spektakuläre Thesenblätter zu sehen.
www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de Extreme Landschaften
![]() 30. März/
Hartmut Pfeuffer aus Höchstädt, ein über Schwaben hinaus bekannter Künstler,
arbeitet seit 20 Jahren in der Wüste, von Algerien über Marokko bis in den
Tschad. Dort entstanden Zeichnungen und großformatige Ölbilder von Urlandschaften
und unbekannten Gegenden. Diesen Werken zur Seite stehen
die Arbeiten Gerhard Rießbecks, der als Expeditionsmaler auf dem Schiff
"Polarstern " eine Antarktisexpedition begleitete. Die Ausstellung zeigt einen
Dialog zweier künstlerischer Handschriften und Themenbereiche, zu sehen
im Schloss Höchstädt im Landkreis Dillingen.
www.bezirk-schwaben.de Es nützt nichts
Das Architekturmuseum zeigt neue Nutzungsmöglichkeiten für alte
Industriebauten in Augsburg und Deutschland ![]() 25. März/fap
Nicht nur die brandneue Ausgabe des a-guide widmet sich dem Thema "Industriekultur" und der Neugestaltung alter Industriebauten: Auch das im schönen Thelottviertel gelegene Architekturmuseum Schwaben befasst sich mit dieser urbanen Realität. In ganz Deutschland bemühen sich die Denkmalpfleger um den Erhalt und kreative Nutzungskonzepte hochrangiger Industriearchitektur. Das Architekturmuseum präsentiert nun im Rahmen seiner Ausstellung "Neuer Nutzen in alten Industriebauten" geglückte Umnutzungen und zeigt so eindrucksvoll, wie solche Gebäude für Investoren attraktiv und für Städte zu neuen Bereicherungen werden können. Dieser Wandel im Umgang mit Industriedenkmälern wird auch an Beispielen aus Augsburg erkennbar.. 25. März bis 16. Mai / Architekturmuseum Schwaben www.architekturmuseum.de/augsburg Flüssiges Brot
![]() 28. März/fap
Das Schwäbische Volkskundemuseum
Oberschönenfeld widmet dem
Bier in Bayerisch-Schwaben eine umfangreiche
Sonderausstellung. Nicht
nur weil Bayern Bierland ist, sondern
weil trotzdem die schwäbische Kulturgeschichte
des Biers als weitgehend
unerforscht gelten kann. Einzigartige
Objekte wie etwa ein prunkvoller
Silberpokal der Augsburger
Brauer erzählen von der Zunft der
Bierbrauer, originale Gerätschaften
und historische Fotografien veranschaulichen
den Brauprozess. Die
Ausstellung läuft seit 21. März.
www.schwaebisches-volkskundemuseum.de MISS PLATNUM
Pop von seiner besten Seite
![]() 25. März/fap
Miss Platnum kombiniert spielerisch den
Hochglanz-R'n'B-Sound der Beyoncés und
Rihannas dieser Welt mit der Kantigkeit
der Klassiker von Chaka Khan bis Aretha
Franklin. Die in Siebenbürgen geborene
Sängerin mixt charakteristischen Balkan-
Folk mit Hip-Hop und Dancehall und singt
mit Temperament und falschem rumänischem
Akzent gegen Schlankheitswahn
und andere Klischees an. Die tanzbare
Weltverbesserung des Monats gibt es am 8.
April im Ostwerk zu sehen.
www.ostwerk.de 50 Jahre Pop-Art
![]() 25. März/
Gleich zwei Jubiläen sind Anlass für diese Ausstellung: der 75. Geburtstag
Mel Ramos‘ sowie das mehr als 50-jährige Bestehen der Pop-Art-Bewegung,
zu deren Hauptvertretern er zählt. Der repräsentative Querschnitt
durch sein von der Aktmalerei geprägtes Lebenswerk umfasst hauptsächlich
Gemälde, aber auch Entwurfsskizzen und Skulpturen. Dabei sind
alle Phasen von den späten 1950ern bis zur Gegenwart mit Hauptwerken
vertreten, in besonderer Breite aber die »Commercial Pin-ups«, mit denen
Ramos Ende der 60er-Jahre berühmt wurde. Noch bis 25. April in der
Kunsthalle Tübingen.
www.
www.kunsthalle-tuebingen.de.de Die 2. Staffel der 50 Jahre Kunstförderpreisausstellung läuft
Protest Augsburger Künstler organisiert sich weiter - nun auch als Blog ![]() 17. März/kaj
Anlässlich der Eröffnung "50. Kunstförderpreis" äußerten Künstler Protest an der Augsburger Kulturpolitik. Die erste Forderung der Künstler - den diesjährigen Kunstförderpreis nicht wie geplant auszusetzen - wurde erfüllt. Darüber sind wir dem Kulturreferenten dankbar und sehen dies als klaren Erfolg. Zwei weitere Punkte bleiben indes bestehen: 1. Das H2-Zentrum für Gegenwartskunst, wie auch das Höhmannhaus, wurden unverhältnismäßig in seinem Ausstellungsetat gekürzt! Wir bleiben daher bei der&xnbsp; Forderung dies zurückzunehmen! Gerade aufgrund seiner eigenen Vita als Bildender Künstler müsste Bürgermeister Peter Grab die Sorgen und den daraus resultierenden Unmut verstehen. 2. Das Projekt Kuspo ist sofort zu stoppen. Unsere Forderungen zielen inhaltlich auf grundlegende und langfristige Entscheidungen für diese Stadt. Herr Grab sieht die einzig zulässige Erklärung für Zweifel an seiner Kulturpolitik in Unwissenheit und Unaufgeklärtheit begründet. So zum Beispiel, indem er uns Protestierende vom Kollegen Mardaus parteipolitisch "angestachelt" sieht. Es ist geradezu entlarvend, wie der Kulturreferent versucht, den Protest in eine partei-politische Auseinandersetzung zu drängen. Unter diesen Umständen betrachten wir Peter Grabs Angebot eines Dialoges als sehr schwierig. Wir fordern Taten anstatt politischer Ablenkungsmanöver! Um einen noch größeren Kreis an Künstlern und Interessierten zu erreichen, stellen wir diesen Dienstag auf der Vernissage der zweiten Staffel der Kunstförderpreisträger im H2 eine digitale Plattform vor, welche zur Diskussion auffordert und neben den etablierten Möglichkeiten von Institutionen und Vereinen interessante Informationen liefert. Alle sind dann herzlich eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.
Anja Güthoff, Christopher Kochs, Frank Mardaus, Karen Irmer und Achim Stiermann. www.Kunstleute.Wordpress.com 50 Jahre Kunstförderpreis im H2
Ein Museumsführer von Florian Pittroff
![]() 9. März/pif
Anlässlich des 50. Kunstförderpreises der Stadt Augsburg im Jahr 2009 präsentiert das H2 - Zentrum für Gegenwartskunst in Kooperation mit dem Kulturamt noch bis 16. Mai Arbeiten der bisherigen Preisträger aus den Sparten Architektur, Ballett, Bildende Kunst, Literatur sowie Musik.
Der a-guide stellt das H2 Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast etwas genauer vor. Ort: Der Glaspalast in Augsburg, nach Plänen des Stuttgarter Architekten Philipp Jakob Manz erbaut, war das Werk IV (Aumühle) der Mechanischen Baumwollspinnerei und Weberei Augsburg (SWA) und wurde 1910 in Betrieb genommen. Die Produktion endete 1988 mit dem Konkurs der Firma. Der "Glaspalast" ist ein früher deutscher Stahlskelett-Großbau. Der Bau erhebt sich in fünf Geschossen mit je 13 Fensterachsen. Diese großflächig und vor allem allseitig durchfensterte Fassade gab der Spinnerei ihren Namen. Manz verwirklichte hierbei das Prinzip der Tageslichtfabrik im Geschossbau. Umfangreiche Berechnungen des Architekten zu Lichteinfall und Lichtstreuung gingen dem Entwurf voraus, immerhin sollten Raumtiefen von 45 Metern ausgeleuchtet werden Vita: Viele der auf höchstem architektonischen Niveau errichteten Anlagen, die Wohlstand und Stolz der prosperierenden Industriemetropole Augsburg symbolisierten, galten nach dem Niedergang der Textilindustrie als "schwierige Immobilien". So auch der Glaspalast. Mehr als zehn Jahre stand der Industriebau leer, bis ihn Professor Ignaz Walter im Jahr 2000 erwarb und auf eigene Kosten für kulturelle und gewerbliche Nutzung renovieren ließ. Das H2 - Zentrum für Gegenwartskunst wurde am 23. Mai 2006 im Glaspalast Augsburg eröffnet Konzept: Hier gibt es nicht nur wechselnde Ausstellungen, sondern auch den Bestand der Augsburger Kunstsammlungen und Museen zu besichtigen. Um jedoch die neue Raumsituation im H2 so spannungs- und abwechslungsreich wie möglich zu machen, folgen in regelmäßigen Abständen auf Präsentationen der eigenen Bestände spektakulären Sonderausstellungen. Die angegliederte Staatsgalerie Moderne Kunst, eine Filialgalerie der Pinakothek der Moderne München, zeigt Highlights aus dem Bestand der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen nach 1950. Service: Zeitgenössische Kunst für die eigenen vier Wände - das macht u.a. die Gesellschaft für Gegenwartskunst mit Sitz in Augsburg möglich. Der Verein bietet jedem Kunstinteressierten mit Wohnsitz in Augsburg und Umgebung die Gelegenheit, sich zeitgenössische Kunst auszuleihen. Die Bibliothek des H2 ist eine öffentlich zugängliche Spezialbibliothek zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie steht Museumsbesuchern sowie interessierten Bürgern bei freiem Eintritt zur Verfügung. Geöffnet: Dienstag 10.00 - 20.00 Uhr, Mittwoch - Sonntag: 10.00 - 17.00 Uhr Adresse: H2 - Zentrum für Gegenwartskunst im Glaspalast, Kunstsammlungen und Museen Augsburg, Beim Glaspalast 1 / Amagasakiallee 86153 Augsburg, Tel: +49 (0) 821 324-4102, Mail: kunstsammlungen.stadt@augsburg.de, www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de Geld für Moderne
VW unterstützt Zukunftsmusik.
Gute Nachrichten in Zeiten enger Etats ![]() 16. März/kaj
Im momentan recht umtriebigen Bereich der neuer Musik gibt es eine erste größere Sponsoringvereinbarung zu vermelden. Die VW Niederlassungen Volkswagenzentrum, Schweizer und Wager unterstützen das Projekt Zukunftsmusik ab sofort mit einem großzügigen Kultursponsoring und sicherten sich gleichzeitig eine Option für die kommende Spielzeit. Zukunftsmusik, eine Veranstaltungsreihe der Theatergemeinde Augsburg in Zusammenarbeit mit dem bundesweiten Projekt Mehr Musik, finanziert mit dem Etatgewinn Marketingkampagnen der laufenden Saison und Mehraufwendungen, die aus dem aktuellen Programm entstehen. Sowohl der Künstlerische Leiter der Reihe Johannes Gutfleisch vom Philharmonischen Orchester Augsburg als auch der Geschäftsführer der Theatergemeinde Augsburg Edward Wolf freuen sich über die neuen Partner und fühlen sich Ihrer Arbeit bestätigt. Für VW ist es das erste Engagement im Bereich Musik der Gegenwart in der Region. Geplant wurde diese neue Verbindung von der Kulturmarketingagentur studio a.
An drei Terminen kann in dieser Saison Zukunftsmusik noch erleben werden: 6. Mai, MAN Museum, von Kurtag bis Ligiti mit dem Philharmonischen Bläserquintett 15. Mai, St. Anna/Goldschmiedekapelle, Streichquartette von Lang, Terry und Oettl 5. Juli, Bahnpark Augsburg, Musiker des Philharmonischen Orchesters u.v.a. mit Werken von Steve Reich bis Stefan Schulzki www.zukunft-musik.de Mufuti Twins zu Mufuti Four
![]() 4. März
Angefangen hat alles mit Noten und einem Tonband, gefunden in einem Haufen
Sperrmüll. Die Mufuti Twins Christofer Kochs und Markus Mehr haben diese
Fundstücke betextet, re-arrangiert und ergänzt. Raffiniert rettet der Mufuti-
Sound die Swingsongs vom Gestern ins Heute. Live verdoppeln sich die Mufuti
Twins zu den Mufuti Four, um ihre »Sperrmüll Tapes« vorzuführen.
Zu hören, zu sehen und zu bejubeln sind die vier am 12. März im Popklub des Jungen Theaters im Kulturhaus abraxas. www.myspace.com/mufutitwins WM Kick Off
Der Dia-Vortrag von Dirk Bleyer in höchster digitaler Qualität ist ein guter Einstieg in das WM-Jahr
![]() 4. März/fap
"Südafrika" ist ein beeindruckender Vortrag von Dirk Bleyer in neuer, höchster digitaler Qualität, ergänzt durch Filmsequenzen, witzige Originaltöne und eigens zur Schau komponierte Musik. Verborgene Elefantenpfade führen den Fotografen aus Kapstadt hinaus zu der unwiderstehlichen Schönheit der landschaftlich grandiosen Gartenroute bis in den wildreichen Krüger-Nationalpark hinein. Bleyers erfrischende Vorführung überrascht mit skurrilen Beziehungen zwischen Mensch und Vierbeiner, die Fragen aufwerfen wie "Was haben Erdmännchen gegen neue Autos?" oder "Sollten Nilpferde fernsehen oder nicht?". Dieser Abend ist ein guter Einstieg in das WM-Jahr 2010, gespickt mit Insiderinformationen und wertvollen Reisetipps. Travelogue Südafrika, Augustanasaal, 22. März, 20 Uhr www.dirk-bleyer.de Beweglich bleiben
Das Theater Mobilé im Parktheater
![]() 4. März/
Das Programm »BeWeGung« des Theaters Mobilé zeigt am 11. März die Evolution
der Bewegung von den ersten Anfängen bis in die Moderen. Dabei werden alle
Register gezogen: Die fünf »Ganzkörpersprecher« präsentieren Tanz, Skulpturen,
Akrobatik und Pantomime – alles zusammen in einer Inszenierung, die zugleich
unterhalten und rühren soll. Ein interessantes Experiment zwischen den Stühlen.
www.parktheater.de Brüderlichkeit 2010
![]() 4. März/
Der Deutsche Koordinierungsrat der
Gesellschaften für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit hat für die Woche
der Brüderlichkeit 2010 das Motto »Verlorene
Maßstäbe« ausgegeben. Bundesweit
geht man in Theatern, Konzerten,
Ausstellungen und Vorträgen der Frage
nach, welche Maßstäbe für ein
gleichberechtigtes Miteinander gelten
müssen. In diesem Jahr wird Augsburg
eine besondere Ehre zuteil: In der Friedensstadt
findet die zentrale Eröffnungsfeier mit Verleihung der Buber-Rosenzweig-
Medaille an den Architekten Daniel Libeskind statt. Woche der Brüderlichkeit, von 7. bis 14. März www.gcjz-augsburg.de Was noch fehlt
![]() 4. März/fap
Endlich, endlich hat Augsburg seine neue Stadtbücherei. Zwar steht sie schon eine Weile, doch noch viel länger musste man auf sie warten. Natürlich ist sie auch heute noch nicht ganz komplett. Was ihr noch fehlt ist unter anderem Kunst am Bau. Dafür waren ursprünglich, d.h. noch 2008, 150.000 € vorgesehen. Heute sind es noch 50.000 €. Wenn man bedenkt, dass davon nicht nur die gesamte Organisation der Ausschreibung bestritten werden musste, sondern auch alle Kosten, die die ausgewählten Werke verursachen würden, wirkt die Summe von 50.000 € schnell sehr klein. Eigentlich sollten die durch einer Jury ausgewählten Werke schon seit Januar diesen Jahres installiert sein, doch bisher wurde nicht einmal angemessen öffentlich gemacht, welche Künstler und Arbeiten den Zuschlag erhalten haben. Persönlich per Brief über den Zuschlag informiert wurden Felix Weinold, sowie die Künstlergruppe lab binaer, die dies beide auf Anfrage bestätigten. Von Seiten der Bibliothek wollte man das bisher nicht bestätigen, eine Antwort des zuständigen Kulturreferats steht noch aus. Das Geld, um mit ihren Arbeiten zu beginnen, haben die Künstler jedenfalls noch nicht erhalten. Man kann nur hoffen, dass dies bald geschieht. Es handelt es in beiden Fällen um außerordentlich spannende Arbeiten, und das schon deshalb, weil den Künstlern nicht viel (Spiel-)Raum in und an der Bücherei zugestanden wurde. Felix Weinold plant an den Geländern der Treppenausgänge einen Text in Brailleschrift anzubringen und damit ein Kunstwerk in der Bücherei zu verwirklichen, das zunächst nur Blinden zugänglich ist. Die Arbeit der Gruppe lab binaer soll den Vorplatz der Bücherei schmücken, trägt den Namen „Delete“ und beschäftigt sich mit dem Speichern, Aktualisieren und Vergessen von Informationen. OP und POP
Das Museum Friedberg präsentiert eine Werkschau der kürzlich verstorbenen Popartkünstlerin Marie-Luise Heller
![]() 22. Februar/
Farbenfrohe, dynamische Werke bestimmen die Ausstellung "Lust der Linie. Marie-Luise Heller zwischen Op und Pop" im Museum im Wittelsbacher Schloss. In den gewölbten Sälen des Schlosses begegnen dem Besucher raffinierte "Dia-Objekte", bestehend aus mehreren hintereinander montierten, in einem aufwendigen Verfahren mit Lackfarbe besprühten Plexiglasscheiben. Die leuchtenden Farben sind ganz im Stil der Pop Art gewählt. Durch minimalen Standortwechsel des Betrachters verändert sich das Bild, und es stellen sich Effekte der Op-Art ein. Diese Arbeiten aus den 1960er/70er Jahren stammen von der Künstlerin Marie-Luise Heller (1918-2009), die seit ihrem Studium bei Professor Willi Geiger 1948 in München lebte und arbeitete und vor wenigen Jahren nach Augsburg zog. In den 1950er Jahren - nach einer Phase der Inspiration durch Matisse und Picasso - entfernte sich Heller von der Gegenständlichkeit. Nach und nach fand sie zu einem eigenen Stil und nutzte neue Materialien: Filzstift, Acrylglasguss und Plexiglas. Neben den so genannten "Dia-Objekten" - der Name leitet sich von "diaphan/durchsichtig" ab - sind in der Ausstellung auch Werke aus gegossenem Acrylglas vertreten. Mehrfach stellte Heller mit der "Neuen Gruppe" im Münchner Haus der Kunst aus. Sie war u.a. 1972 an der großen Olympia-Ausstellung "Weltkulturen und moderne Kunst" beteiligt. Da sich ein großer Teil ihres Werkes seit einiger Zeit in Friedberg befindet, ergreift das Museum im Wittelsbacher Schloss nun die Chance, ausgewählte Arbeiten der Künstlerin zu präsentieren. Für Kinder hält die Ausstellung eigene Stationen zum Experimentieren bereit. Es wird darüber hinaus ein abwechslungsreiches Rahmen- und Kinderprogramm angeboten. (Phillipp Köhler) Lust der Linie. Marie-Luise Heller zwischen Op und Pop Museum im Wittelsbacher Schloss Friedberg 25. Februar - 5. September 2010 www.friedberg.de VVK Mozart
![]() 23. Februar/
Beim Augsburger Mozartfest 2010 vom 7. bis 16.
Mai kommen jene Werke zu Gehör, die Wolfgang
Amadé auf seinen drei Italienreisen komponierte
oder kennenlernte und die sein weiteres
Werk beeinflussten. Das Publikum darf
sich auf spannende Wieder- und Neuentdeckungen
ebenso freuen wie auf interessante
Uraufführen. Der Ticketprospekt liegt aus. Karten gibt es ab 22. Februar im Theater Augsburg, Tel. 324-4900. www.mozartstadt.de Fehler passieren
Slugabed und 1000 Names in der Mahagoni Bar
![]() 23. Februar/
Die Partyreihe »Glitch happens«
schreibt sich mit ihren gutgewählten
Bookings schon seit einer ganzen
Weile in die Terminkalender derer,
die ihren wirren elektronischen Hiphop
mit viel Synthies mögen. Weiter geht es auf genau diesem Weg am 27. Februar mit »Slugabed« (Bild) aus England und einen Monat später am 27. März mit 1000 Names aus Bulgarien. Beide Abende finden statt in den Katakomben der Mahagoni Bar, die zu diesen Partys mit Hilfe mehrere Videobeamter in buntes Licht getaucht werden. www.12junkies.de Stadthalle Gersthofen
Kulturprogramm in unsicheren Zeiten
![]() 25. Februar/kah
Helmut Gieber ist seit mehr als 20 Jahrem im Kulturgeschäft und der Chef des Kulturamts Gersthofen weiss natürlich, dass in kommenden Monaten auch in seiner Stadt die Spardiskussionen geführt werden. In dieser Diskussion geht um nichts anderes, als den Stellenwert der Kultur und er beklagt zu Recht das Denken und Handeln verantwortlicher Politiker, die Kultur nicht als notwendige und gleichgestellte Aufgabe der öffentlichen Hand sehen, sondern sich in der Rolle der Mäzene sehen, die der Kultur mal eben etwas Gutes tun und etwas Geld bereitstellen. Man möge sich diese Haltung beim Straßenbau oder anderen öffentlichen Aufgaben vorstellen. |